Konsumgesellschaft

Anfang Dezember habe ich schon mal davon berichtet, dass bei uns, wie alle Jahre wieder, eine Shoppingnacht bis 23 Uhr anstand. Wie immer um Weihnachten herum. Welchen genauen Zweck das ganze verfolgt, kann ich nur erahnen.

Als würde es nicht ausreichen bis 20 Uhr einkaufen gehen zu können. Nein man muss, einmal im Jahr, bis kurz vor Mitternacht, Shoppen. Als würde man dann irgendwas anderes im Sortiment der Geschäfte finden. Im Grunde kauft man, zu später Stunde, auch nicht unbedingt andere Sachen, außer das was man sonst auch kaufen würde.

Ich tue es zumindest nicht wirklich. Neige ich bei so was tendenziell sogar eher dazu, Sachen zu kaufe, die ich überhaupt nicht brauche. Und somit unsinnig Geld ausgebe. Der Einzelhandel mag davon durchaus profitieren.

Trotzdem kann ich dem ganzen nicht wirklich viel abgewinnen. Ist die City meistens schon ab Mittag brechend voll. Was für Samstag nicht gerade ungewöhnlich ist. Aber bei solchen Anlässen scheint es meist noch voller zu sein. Mittlerweile gehe ich sogar richtig ungerne an Samstagen in die Stadt.

Man findet keinen Parkplatz, alle schieben sich durch die Geschäfte und man wird nur unnötig umhergeschubst. Mit Spaß hat das für mich nicht mehr viel zu tun. Artet es eher in Stress aus. wenn ich ehrlich bin.

Alle haben nur das eine im Kopf: Kauf, kaufen, kaufen. Haben, haben, haben. Scheinbar gibt es nichts anderes mehr und diese Gedanken dominieren die Köpfe der Leute. Der DVD Player ist schon zwei Jahre alt, das Handy nicht mehr cool genug und die Hose im Schrank nicht mehr modern.

Es wird gekauft wie blöde, das Konto überzogen und der alte Krempel wir auf Ebay verscherbelt um noch mehr Geld zum ausgeben zu haben. Und der alte Plunder, der es auf Ebay nicht mehr weit schafft, fristet sein Dasein auf dem Wertstoffhof oder in der Mülltonne.

Ein Rätsel, dass ich bis heute nicht lösen konnte und es auch nie verstehen werde. Damit will ich nicht sagen, dass ich mir nicht auch mal was neues kaufe oder gönne. Aber muss immer alles auf dem modernsten Stand sein? Muss man wirklich bis aufs Limit sein Geld ausgeben um mit der Zeit zu gehen? Damit man das andere in den Müll schmeißen kann?

Mal abgesehen davon, habe ich manchmal das Gefühl, dass manch einer richtig Geldgeil zu sein scheint. Natürlich braucht man Geld um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Und ich hätte selber auch nichts gegen etwas mehr auf dem Konto. Situativ beschleicht mich allerdings das Gefühl, dass manch einer zur absoluten Übertreibung zu neigen scheint.

Habe ich, irgendwann mal etwas zum Black – Frieday in den USA gehört. Soll es durchaus vorkommen das manch einer dort seinen gesamten Lohn, an einem einzigen Tag ausgegeben hat. Und das für Dinge die kein Mensch braucht. Finde ich dann schon etwas krass. Wenn nicht sogar übertrieben, um ehrlich zu sein.

Aber wie bereits erwähnt, muss man nicht alles verstehen. Kann man auch nicht.

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