Wenn und hätt…

Neulich im Reitsportgeschäft vor den Westernsätteln gestanden. Nachdem ich erfolgreich die überfürsorgliche Verkäuferin losgeworden bin. Sie meinte es ja nur gut. Was nichts daran ändert, dass ich wirklich nur mal guggen wollte. Ich schrei dann schon, wenn ich was brauche.

So stand ich also vor den Westernsätteln. Und das als Englischreiter. Der eigentlich auf seinen Vielseitigkeitssattel schwör und diesen auch noch für ein Sofa hält. Ich liebe diesen Sattel und ich würde ihn auch gegen keinen anderen Sattel der Welt tauschen wollen. Mal abgesehen davon, dass er Maßgefertigt ist. Das gute Stück.

Aber, so ein Westernsattel hat auch was. Die sind, auf gewissen weise, auch ziemlich bequem. Ich dachte mir, im Stillen, würde ich immer noch diese ewig langen ausritten machen, die bis zu 3 Stunden dauern konnten. Dann würde ich mir für diesen Zweck einen Westernsattel zulegen. So nen richtig bequemen. Der dann nur dafür da ist, für sehr lange Ausritte genutzt zu werden. Aber, die Teile sind ja auch so teuer. Vor allem wenn die dann noch angepasst sind. Bequem sind sie trotzdem. Und meiner Meinung nach für laaaaange Ausritte recht gut geeignet. Würde ich, vermutlich, sogar einem Wanderreitsattel, vorziehen.

Naja. Aber, dass habe ich doch recht schnell in den Wind geschossen. Wir sind keine so langen Ausritte mehr unterwegs. Meistens beschränkt es sich auf ca 1 1/2 Stunden. Das reicht Mausi auch. Sie ist jetzt auch nicht mehr die Jüngste. Und da muss ich keine halben Weltreisen mehr machen. Und für diese Strecken brauche ich keinen zweiten Sattel. Wirklich nicht. Ich habe einen Sattel der angepasst ist. Und den ich super duper finden. Und bei unseren Ritten bekomme ich keine tauben Hintern mehr ;).

Naja. Vermutlich hätten mich so oder so einige für verrückt erklärt. Wozu ich denn jetzt noch einen Westernsattel brauchen würde. Und überhaupt. Wurde ich damals ja schon für irre erklärt, zumindest von denen die keine Ahnung habe, dass ich für ein, haltet euch fest, 18 Jähriges Pferd einen, vom Sattler, angepassten Sattel für 800 € gekauft habe. Wozu braucht das denn ein so „altes“ Pferd noch. Naja. Ich hole lieber nicht weiter aus. Wird vollkommen überbewertet….und eine Dame mit 75 braucht auch keine neuen Kleider mehr, nicht wahr?

Auch ein „älteres“ Pferd benötigt einen passenden Sattel. Punkt. Schließlich ist es kein Sportgerät mit Mindesthaltbarkeitsdatum. Auch wenn das manche glauben. So kommt es mir zumindest manchmal vor.

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