Das erste mal alleine verreist: Gedanken um so vieles…

Um so näher der Urlaub kommt, desto mehr freue ich mich eigentlich auch drauf. Aber nach und nach kommen immer wieder so die ein oder anderen Bedenken. Nun ja. Was heißt schon Bedenken. Eigentlich handelt es sich nicht um Bedenken sondern eher um ein mulmiges Gefühl.

Ausgelöst dadurch, dass ich das erste mal alleine vereise. Also wirklich alleine. Ganz alleine. Ohne alles oder irgendwen. Aber ich wollte das ja so. Und eigentlich freue ich mich auch. Aber dennoch beschleicht mich ein merkwürdiges, mulmiges Gefühl.

Gedanken kreise durch meinen Kopf und wenn ich dann mit kreiseln fertig bin, frage ich mich, warum genau ich mir nochmal einen Kopf mache. Im Grunde fahre ich an einen Ort, an dem ich, gefühlt, schon 100 mal war. An dem ich mich auskenne.

Trotzdem beschleichen mich Gedanken, die mir dieses mulmige Gefühl verursachen

  • Finde ich überhaupt hin? (Ja ich habe ein Navi, aber ich würde es wohl auch mit Navi schaffen, mich zu verfahren)
  • Was ist wenn ich mich tatsächlich verfahren und mitten in der Pampa stehe und mir der Sprit ausgeht?
  • Wird mein Geld reichen? (Diesmal ist niemand dabei, bei dem ich mir mal eben 20 € leihen könnte und sie dann zurück gebe)
  • Schaffe ich die lange Strecke alleine zu fahren?

Und so weiter und sofort. Vermutlich sind die oben aufgeführten Punkte wohl die Punkte, die mir am häufigsten durch den Kopf gehen. Aber im Grunde mache ich mir, vermutlich, umsonst Gedanken um irgendwas.

Dennoch fühlt es sich komisch an. Jetzt bin ich 26 und bin in diesen 26 Jahren noch nie alleine im Urlaub gewesen. Immer war irgendwer dabei. Sei es Partner, Eltern oder Freunde.

Ich bin nicht das erste mal im Ausland. Habe ich es bis jetzt, im Grunde, immer gewuppt bekommen. Warum sollte ich es dieses mal nicht auch schaffen? Verreise ich nicht das erste mal. Mache ich mir nicht das erste mal Gedanken, wo ich unterkomme. Und habe ich auch nicht das erste mal Geld gespart um weg zu fahren.

Vermutlich mache ich mir die Gedanken vollkommen umsonst. Wahrscheinlich werde ich mir, nach dem Urlaub sagen, dass doch alles ganz super gelaufen ist. Wahrscheinlich finde ich es auch noch cool, alleine unterwegs zu sein.

Hat man, wenn man nur mit sich selbst auskarteln muss was man tut, nicht unglaublich viel Freiraum? Vermutlich habe ich mich, die letzten Jahre, zu sehr auf die anderen Verlassen, mit denen ich unterwegs war. Zu sehr darauf, dass die anderen alles Planen. Die anderen sich überlegen was wir machen. Was nicht heißen soll, dass von mir, Planungstechnisch, nichts gekommen wäre. Aber ich habe mich, dennoch, in vielen Punkten, sehr auf die Mitreisenden verlassen.

Haben sich die Aufgaben einfach auf mehrere Menschen verteilt. Weshalb es mir immer nach wenig Arbeit aussah. Und jetzt….jetzt wo ich es alleine mache fällt mir auf, was, im Grunde, alles dahinter steckt, wenn man es nicht verteilt.

Wobei ich zugeben muss, so viel Arbeitsaufwand war es jetzt nicht gerade, ins Reisebüro zu wackeln und zu sagen, was ich will. Ich spazieren, wenn ich ankomme, einfach in die Ferienwohnungsresidenz, melde mich an der Rezeption an und bekomme meine Wohnung zugewiesen. Dort bekomme ich alles gestellt was ich brauche. Außer das Essen, was ich mir selber besorgen muss, darf kann und soll. Wenn ich nicht verhungern möchte. Aber da weiß ich eigentlich genau wo ich hin will.

Allerdings beschleicht mich, bei dem Gedanken mich „nur“ an der Reze anzumelden der nächste Gedanke. Was ist, wenn der/die Besitzer nur italienisch sprechen? Das wäre, tatsächlich, der Supergau schlecht hin. Spreche ich, so gut wie, kein Wort Italienisch. Die Krönung vom Salat ist eigentlich, dass ich es hinbekomme mir, im Restaurant, was zu trinken und zu essen zu bestellen.

Allerdings verwerfe ich diesen Gedanken recht schnell wieder. Denn ich befinde mich am Gardasee. Der Metropole für Urlauber aus dem Deutschsprachigen Raum. Und man unterstellt den Gardaseebewohnern, in manchen Orten zumindest, eine gewisse Verdeutschung (was ich allerdings für ein Gerücht halte ;)). Deutsch können also sehr viele dort, zumindest diejenigen die, recht viel, mit Touristen zu schaffen haben.

Und selbst das Phänomen, dass die Italiener kein Englisch sprechen (so kam es mir zumindest früher vor) scheint in den letzten Jahren ziemlich verflogen zu sein. Also kann ich mich, hoffentlich, zumindest auf meine Englischkenntnisse verlassen. Die ich ja so hervorragend in meinen letzten zwei Urlauben, in Irland, ausbauen und ausfeilen konnte. Fraglich nur, ob mein verfeinertes Sprachgefühl für Englisch, so verständlich für diejenigen sind, welche es nicht so oft gebrauchen.

Das wird sich noch herausstellen. Eine der beiden Sprachen wird wohl funktionieren. Hoffentlich. Wir werden sehen.

Ich glaube, ich mach, tatsächlich, zu viel Drama um nichts.

 

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2 Gedanken zu “Das erste mal alleine verreist: Gedanken um so vieles…

  1. Du kriegst noch einen Herzkasper bevor du in den Urlaub fährst!!!
    1. verfahren : man kann fragen, wenn das Navi zu doof ist und seinen eigenen Kopf versucht durchzusetzen
    2. ein Benzinkanister könnte da Beruhigung schaffen
    3. hier könnte notfalls eine Kreditkarte aushelfen
    4. Pausen

    Probleme hat nur der, der sich welche schafft. 😉

    Gefällt 1 Person

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