Die Zeit vergeht

Eine Woche. Nur noch eine Woche. Dann gehts los. Los mit dem Studium. Ein bisschen hibbelig bin ich ja, zugegebenermaßen, schon. Und wenn ich ehrlich bin, was ich ja zur Zeit ziemlich gut kann, werde ich doch etwas nervös.

Im Sommer, als ich die Zulassung bekommen habe, bin ich fast ausgeflippt. Durchgedreht vor freude, weil ich es geschafft habe. Geschafft habe, ohne Abi, zum Studium zugelassen zu werden. Als Beruflichqualifizierter Meister. Weil ich mich durchgesetzt habe. Und weil ich bock drauf hab.

Vor 2 Monaten. Oh, es sind sogar schon fast drei, war ich noch völlig gelassen. Die Zeit konnte nicht schnell genug vergehen und ich habe mich, fast jeden zweiten Tag, gefragt wanns denn endlich los geht.  Ich bin tatsächlich ein sehr ungeduldiger Mensch und oft kanns nicht schnell genug gehen. Und wenns nicht sofort passiert, habe ich oft recht schnell die Lust verloren. Warum auch immer. Ganz komischer Wesenzug.

Und jetzt, jetzt gehts nächste Woche los. Ich habe zwar meinen Lapes wieder zum laufen gebracht, aber dann kommt das riesen Große Aber. Weder Word noch sonstige Windwosprogrammpunkte sind instaliert. Hab ich ja nie gebraucht. Auch der Schreibtisch glänzt grandios mit Abwesenheit. Was ich hab ist n Ordner. Mit Inhaltsverzeichnis. Wahnsinn. Und n Haufen Blöcke und Kugelbifte, die ich einst, in einem Wahn des Voratskaufes bei Aldi in den Wagen geschmissen habe. Naja. Jetzt kann ichs brauchen. Hoffentlich.

Ungeduldig werde ich langsam aber sicher. Ungeduldig auf das, was mich erwartet. Darauf was auf mich zukommt und mit wem ich da im Hörsaal sitzen werden. Wobei mir das ziemlich egal sein kann. Ich studiere ja nicht der Mitstudenten sonder meiner wenigkeit wegen.

Trotzdem fragt man sich, so hin und wieder, ob man doch alles so unter einen Hut bekommt. Arbeit, Haushalt, Wohnung, Studium, Prüfungen, Tiere und der gleichen. Frag mich dann doch, hin und wieder, ob die Idee so gut war. Aber wenn nicht jetzt, wann dann?

Habe ich schließlich ein geschlagenes halbes Jahr darüber nachdenken müssen, ob ich es jetzt mache oder nicht. Und jetzt habe ich alle Hürden soweit genommen. Also werde ich auch den Rest schaffen. Denke ich mal.

Ab und zu sickern die Aussagen von Kollegen durch mein Hirn….

60 Prozent Arbeiten und Studium, dass ist aber schon viel.

So viel Arbeiten schaffst du nebenher nicht!

Übernimm dich da frei nicht!

Du wirst Förderung beantragen müssen!

Weniger Arbeit wäre besser, dann kannst dich besser aufs Studium konzentrieren

Du schaffst dein Monatssoll an Stunden doch gar nicht!

Lass dir bloß nicht ins Studium rein reden!

Ziehs auf jeden Fall durch!

Lass dir deinen Weg nicht kaputt machen!

Mittlerweiler bin ich ziemlich angefressen von den, eigentlich, gut gemeinten Ratschlägen hinsichtlich meines Arbeitspensums. Aber manchmal regt es mich schlichtweg einfach nur noch auf. Es regt mich auf, dass alle nur und in einer Tour vom Arbeiten sprechen. Darüber was man alles nicht schaffen kann, es aber selber nie probiert haben.

Ich weiß auch nicht. Irgedwie bin ich aufgeregt, aber irgendwie gehe ich da noch recht gelassen ran. Wahrscheinlich sieht das, nächste Woche, bei der Semestereinführung schon wieder völlig anders aus.

 

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