Kann man noch Abenteuer erleben?

Mach hinne!

Torsten von tberg.de hat eine ganz tolle Blogparade ins Leben gerufen, an der ich doch gerne teilnehmen möchte.

Torsten hat die Frage in den Raum geworfen, was eigentlich Abendteuer für einen selbst sind und ob man heute  überhaupt noch Abenteuer erleben kann. Betrachtet man das ganze mal ganz oberflächlich, oder eben auch nicht, ist das wirklich eine ziemlich gute Frage.

Befinden wir uns inzwischen in einer doch sehr schnelllebigen Zeit. Alles um uns herum ist hektisch. Wir haben keine Zeit mehr, denn der Terminkalender ist bis unter den Rand gestopft voll, reicht es gerade für einen Kaffee to Go im Stechschritt durch die Fußgängerzone, während wir noch schnell das Reduzierte paar Schuhe aus dem Laden gegenüber heraus tragen. Um dann, völlig außer Rand und Band, beim Geschäftstermin aufzutauchen, damit der große Deal nicht platzt.

Man hangelt sich von Urlaub zu Urlaub. Aber bitte nicht zu lange, nach einer Woche wärs dann auch wieder gut. Sonst kommt man zu leicht aus der Übung und kann dem Leistungsdruck in der Firma nicht mehr standhalten. Die Stellvertretung und die damit verbundene 80 Stundenwoche könnte somit schwer in Gefahr sein.

Mal abgesehen von der Weihnachtsfeier, in drei Wochen, die man nicht verpassen darf. Gibt es, alle Jahr wieder, den neuesten Klatsch schlecht hin. Da darf man doch nicht fehlen, sich mit unter diejenigen zu mischen, sich tolle Geschichten auszudenken über die ach so schlecht gekleidete Sekretärin vom Nachbargebäude, in Stockwerk drei. Am Ende ist man selbst noch Opfer von klatsch und tratsch, weil man nicht anwesend war.

Können wir überhaupt noch Abenteuer erleben?

Betrachtet man also genauer die heutige Gesellschaft und deren ach so schnelllebiges Verhalten, dass angeblich so nötig ist, würde man oberflächlich wohl behaupten, man könne keine Abenteuer erleben.

Wie denn auch? Ist man die meiste Zeit davon besessen arbeiten zu gehen. Die Stundenzahl der Wöchentlichen Arbeitszeit wird immer mehr und die Freizeit immer weniger. Lebt man inzwischen vielleicht tatsächlich nur noch für die Arbeit?

Aber wie sollte man es denn auch anders gestämmt bekommen? Zahlt sich der eigene Lebensunterhalt schließlich nicht von alleine. Also bleibt einem nichts anderes übrig. Wirklich was erleben kann man schließlich ja auch nur, wenn man Geld dafür hat. Sollte man meinen. Und wer kein Geld hat, der hat Pech gehabt und siecht in seinen vier Wänden vor sich hin.

Vielleicht wäre es aber auch an der Zeit für einen Perspektivenwechsel?

Abenteuer ich komme!

Perspektivwechsel? Okay. Also…was sind Abendteuer? Abenteuer definiert jeder für sich wohl anders. Der eine sieht es in alltäglichen Dingen, der nächste sieht ein Abenteuer lediglich in großen und ungewöhnlichen Dingen, wie eine Tour zum Grand Canyon und das zu Fuß.

Abenteuer sind so vielfältig. Angeblich war früher ja alles besser. Angeblich. Glaube ich nicht. Und ich glaube auch nicht, dass man nur „früher“ Abenteuer erleben konnte. Es kommt ganz drauf an wie man es betrachtet.

In einer Welt die inzwischen so auf Gewinn und wer hat das meiste gepolt ist, sind kleine Dinge wohl mittlerweile soweit in den Hintergrund gerutscht, dass sie kaum noch Beachtung finden. Geht es doch sehr oft um mehr, viel oder das meiste, größte, beste.

Mein persönliches Abenteuer ist wohl gerade das Studium. So viel neues. Neue Wege. Neue Wege, neues Wissen. Nicht wissen wo es hin geht. Nicht wissend in welche Richtung es letztlich dann beruflich gehen wird.

Das ganze Leben ist ein Abenteuer, wenn man es nur richtig gestaltet und nicht in seinen Strukturen hängen bleibt. Strukturen und Abläufe ändert. Aus dem Alltag ausbricht und einfach mal einen anderen Weg einschlägt. Das ist, meiner Meinung, das eigentlich Abenteuer. Alles andere, was der „Normalo“ unter Abenteuer versteht, wie ein Fallschirmsprung vom Berg, sind die Sahnehaube auf dem Eisbecher 😉

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3 Gedanken zu “Kann man noch Abenteuer erleben?

  1. Pingback: Aufruf zur Blogparade: Ist Abenteuer erleben heute noch möglich?

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