„Ab in den Süden!“ oder „Meine Lieblingsstadt im Süden!“

Meine Lieblingsstadt im Süden? Bardolino! Ganz klarer Fall. Das kommt wie aus der Pistole geschossen. Ist das nämlich das Thema von Julie ,die einen Reiseblog betreibt.

Klar mach ich da mit. Fällt mir dazu mehr als genug ein. Und ein paar Bildchen bekomme ich dazu auch noch hin. Aber eigentlich, wenn ich ehrlich bin, müsste ich zwei Beiträge schreiben. Einmal über meine Lieblingsstadt im Süden und einen Beitrag, zu meiner Lieblingsstadt im Norden. Vermutlich werde ich das auch noch tun.

Jetzt lege ich aber erstmal mit Bardolino los!

Warum gerade Bardolino?

Man hört Bardolino und koppelt das ganze erst mal mit Gardasee, Wein, völlig überlaufen und haufenweise Bayern. Die Italiner sprechen besser deutsch als englisch und in jeder zweiten Bar bekommst du sowohl Radler als auch Schnitzel mit Pommes.

In den Stoßzeiten, über den Sommer, quetschen sich die Touris durch die schmalen Gassen. Abends musst du dich in den Restaurants regelrecht um einen Seeplatz, in der ersten Reihe, prügeln. Die Unterkünfte sind in der Hauptsaison, reihenweise, Ausgebucht und schweine teuer. Buchst du nicht gleich unterm Jahr für das folgende Jahr, hast du spätestens im Dezember vergeigt. Die Parkplatzsituation ist grenzwertig. Im Allgemeinen, ist es völlig Überfüllt.

Hört man sich das alles also mal so an, könnte man sich wirklich fragen, was die Olle denn jetzt so toll an diesem Bardolino findet. Wenn es doch so überlaufen und teuer ist? Da kann man doch gleich zu Hause bleiben und drauf warten, dass die anderen alle an den Gardasee fahren. Dann hat man erst mal seine Ruhe.

Warum denn jetzt Bardolino?

Muss ich zugeben, habe ich einen ziemlichen Besen an Italien selbst gefressen. An der Kultur, den Menschen, dem Essen und allgemein am Land selber. An der Mediteranen Umgebung.

Der Grundstein für meine Verrücktheit nach Bardolino wurde wohl in Frühesten Kindesalter gelegt. Hatten meine Großeltern ein Ferienhaus, etwas außerhalb, von Bardolino. Wo wir so ziemlich jede Ferien hin fuhren.

Mit den Jahren wurde dieser Ort also zu einer Art zweiten Heimat. Mit der ich beinahe genau so fest verankert oder verwurzet bin wie mit meiner „gebürtigen“ Heimat. Beides sehr schöne Orte. Ich liebe sowohl Bardolino als auch das Allgäu. Beides sehr schöne Gegenden. Was nicht heißen soll, dass ich mir nicht auch andere Orte auf der Welt ansehen will. Dennoch ist Bardolino einzigartig und klarer Favoriet.

Die kleinen Gassen mit den alten Häusern. Die ganzen kleinen Läden die manchmal wie ein Tante Emma Laden auf einen wirken. Die Kirche im Zentrum, die beim Betreten eine ganz eigene Ausstrahlung von sich gibt, man beim hinsetzten völlig von der Außenwelt abgeschottet zu sein scheint.

Die Menschen die doch so offen und Liebenswert sind. Immer fröhlich und gutgelaunt scheinen. Ihr Leben zu genießen scheinen, obwohl sie in der heißen Jahreszeit den Lackei für haufenweise Touristen spielen. Nicht vergleichbar mit dem ein oder anderen, den man von zu Hause kennt, der Gefühl in dauerschleife mit Schlechtwettergesicht durch die Weltgeschichte trampelt.

Guten Hunger!

Gebe ich offen zu, ich liebe Essen! Es ist ein Hochgenuss. Und wenn ich schon immer die vielen tollen Sachen sehe. Da fange ich beinahe jetzt schon zu sabbern an.

Schnitzel mit Pommes? Verigss es!

N Hamburger? Na andermal vielleicht.

Würstchen? Ach geh doch weg damit!

N Bier? Nöööö!

Brezel mit Marmelade? Igitt!

Müsli mit Johurt? Willst du mich umbringen?

Vollkornbrot mit Bergkäse? Danke nein, ich hätte gern was gescheites!

Kräutertee gefällig! Ööö, nein?!

Eine Tasse Kapselkaffee? Sonst gehts gut?!

Kaum in Italien angekommen, braucht man mir, im Grunde, nicht mehr mit dem alltäglichen Krimskrams ankommen, den man in Deutschland für gewöhnlich isst. Mag ich dann nicht mehr. Mit überschreiten der Grenze wiedert mich plötzlich alles an, was ich zu Hause sonst essen würde.

Zum Frühstück hätte ich dann gerne Ciabatta mit Salami, Schinken und Mortadella, dass dann am besten noch gleichzeitig und auf einmal! Und die Wurst bitte Frisch vom Wurstklotz runtergeschnitten. Dazu einen doppelten Latte Macchiato was im übrigen, wörtlich Übersetzt, gesprenkelte oder getupfte Milch heißt. Und wenn wir schon beim Kaffee sind, kommt mir außer Lavazza nichts in den Einkaufswagen.

Zu Mittag bitte dann eine Antipastiplatte oder Mozzarella mit Ochsenherztomaten. Schön mit Öl und Balsamico angemacht. Dazu bitte ein Frizziwasser. Frizziwasser? Ja Frizzante eben. Das mit Blubbersprenkel drin. Con Gas halt. Oder Eistee Pfrisich, wenn möglich den von San Benedetto. Ansonsten tuts auch der andererer. Mit Eiswürfeln? Aber gerne doch!

Abends kann ich mich dann wieder nicht entscheiden was ich will. Lachs mit Kartoffeln, Pizza Diavola mit scharfem Öl, Spagetti mit Gorgonzola, Vorspeisenplatte mit Schinken und Melone oder doch lieber die Muschelplatte? Ich hätte dann bitte gerne alles!

Des Abends

Des Abends liebe ich es, in der Dämmerung, durch die Gassen zu schländern. Überall hört man fröhliches geschnattere. Es ist noch warm. Hier und da hört man Musik. In der Luft hängt ein ganz besonderer Duft.

Was nicht fehlen darf? Meiner Meinung nach, ein Getränk an der Seepromenade. Mit Knabberzeug. Einfach mal auf den See starren. An einem klaren Abend kann man das gegenüberliegende Ufer sehen. Es glitzern die Lichter der anderen Städte. Etwas ganz besonderes. Was ich mir eine ganze Weile anschauen kann. Zu guterletzt noch ein kleiner Spaziergang an der Promenade. Mit einer Fausgroßen Kugel Eis. Dann ist alles super.

Und sonst so?

  • Der Monte Baldo und seine Panoramagondel. Der Ausblick, wenn man dann mal oben ist, einmalig! Irgendwann will ich mal rauf laufen. Und eines schönen Urlaubes einen Gleitschirmsprung von da oben machen.
  • Markt in Bardolino, ein muss für die Shoppingqueen! Jeden Donnerstag, kann man beinahe alles kaufen, was das Shoppingherz begehrt!
  • Wochenmarkt in Cavaion, da müssen einfach die panierten Fischlies sein. Und das Gemüse erst! Und das Obst! Ein Traum!
  • Ein Spaziergang durch die Olivenhaine
  • Gardaland, wer auf ein bisschen Abwechslung steht und auf Freizeitparks, der sollte beinahe mal vorbei strahlen. Sollte ich auch mal wieder auf meine Todo Liste setzten. Gerade abends ist es dort richtig schön 🙂
  • Eine Bootsfahrt oder ein Spaziergang nach Garda, danach dort einen Kaffee trinken und ein bisschen am See sitzten.
  • Eine Fahrt nach Riva, seit meiner Abschlussfahrt ist dieses kleine Städtchen, ganz oben am See, bei mir hängen geblieben. Die kleinen Gassen, der süße Hafen. Die netten Restaurants. Mal abgesehen davon, gibt es dort eine Brücke von der man, bedenkenlos, einen Sprung in den See wagen kann. Beinahe ein kleines muss. Kehre ich, seit meiner Abschlussfahrt, immer wieder gerne in dieses kleine Städtchen, für einen Tagesausflug, zurück.

Kirche San Nicolo

Foto by Fräulein_ich

Hafen Bardolino Foto by Fräulein_ich

Monte Baldo Foto byFräulein_ich

Typisches Bild für bardolino Fotoby Fräulein_ich

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2 Gedanken zu “„Ab in den Süden!“ oder „Meine Lieblingsstadt im Süden!“

  1. Danke für deinen Beitrag! Ich war noch nie am Gardasee und somit auch noch nie in Bardolino, aber meine Eltern waren letztes Jahr dort und es hat ihnen auch sehr gut gefallen.
    Ich möchte unbedingt auch mal an den Gardasee fahren und dann werde ich es hoffentlich auch in deine Lieblingsstadt schaffen.
    Liebe Grüße
    Julie von julie-en-voyage.com

    Gefällt 1 Person

    • Der Gardasee ist mit all seinen Seiten nur zu Empfehlen! 🙂
      Allerdings würde ich jedem Raten in der Vorsaison oder in der Nachsaison zu fahren. Beziehungsweise wenn es doch die Hauptsaison sein soll, gegen Ende derer. So zwischendrin ist es tatsächlich ziemlich voll. 😉

      Gefällt 1 Person

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