Glückwunsch zum Ersti!

Semesterstart des Wintersemesters. 1. Oktober. Bei genauerer Betrachtung des Studienplans wundere ich mich etwas darüber, dass die Einführungsveranstaltung erst am 2.10. stattfindet. Aber gut. Geh ich eben nach Plan. Auch recht. Ich hab den Plan schließlich nicht gemacht. Die werden schon wiessen was die da tun.

2.10. Erstsemestereinführung. Wer hat sich denn bitte diese selte dämliche Uhrzeit ausgesucht? 9 Uhr ist Vorlesungsbeginn. Kurzum, während der Stoßzeit vom Berufsverkehr in die Stadt. Hoffentlich haben die da genug Parkplätze, an der FH. Irgendwie möchte ich das jedoch bezweifeln.

Wie gut mein Bauchgefühl doch wieder war. Parkplätze in der FH genagelt voll. Keine Chance. Und wie die dann manchmal auch noch parken! Unglaublich. Hätten ein paar Fahrer mal etwas besser geparkt, wären da noch mindestens zwei Parkplätze bei rumgekommen. Aber man kann schließlich nicht alles. Studieren und anständig einparken? Scheint nicht gut zu funktionieren.

Nachdem sämtliche Parkplätze in der näheren Umgebung, gerammelt voll sind, in der Not im Parkhaus vom Einkaufzentrum, das nicht weit weg ist, geparkt. Das wird ein teurer Spaß und beeilen muss ich mich jetzt auch noch! Die Zeit wird knapp, gemütlich noch schnell eine Rauchen, fällt aus wegen is nicht.

Der Hörsaal kann, aufgrund des Buchstabens der vorne dran steht, nur in Gebäude V sein. Da weiß ich wenigstens wos ist. Glück gehabt. Aber wo ist jetzt dieser doofe Raum? Hab ich mich also doch im Gebäude vertan? Renne ins S Gebäude. Bin überfordert und finde nichts. Also doch jemanden fragen.

„Den Raum, den Sie suchen, finden Sie im V Gebäude, im dritten Stock.“ Mist, knapp daneben ist auch vorbei. Richtiges Gebäude, nur falsches Stockwerk. Hätte vielleicht nicht so früh, die Flinte ins Korn werfen sollen. Danke fürs Gespräck, da soll sich jetzt noch jemand auskennen!

Völlig ausser Rand und Band, lege ich einen Sprint über das Campusgelände hin. Zum Glück ist das Gelände ziemlich leer, die wenigen die unterwegs sind, sind wohl noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt um wirklich entgesitert über mein rotes Gesicht sein zu können.

Während meines Spurtes frage ich mich, warum ich mich eigentlich so beeile, pünktlich komme ich sowieso schon nicht mehr. Auch wenns nur fünf Minuten sind. Trotzdem bin ich zu spät.

Während ich mir überlege, ob man nun bei so einem Hörsaal eigentlich anklopft, stehe ich schon halb im Saal und werde von 39 Augenpaaren und drei Professoren angestarrt, die schon mit dem Referieren angefangen haben. Ganz toll. Das es so pünktlich los geht, hätte ich nicht erwartet.

„Zeitmanagement!“ Schleudert mir einer der drei Dozenten, als Randbemerkung, entgegen. Woraufhin der Hörsaal in leises Gelächter einstimmt. Ernsthaft? Es geht um 5 Minuten.

Was sind schon fünf Minuten! Während ich mich in die letzte Reihe schlappe, wo noch Plätze frei sind, frage ich mich ob dem Dozenten jemals die Parksituation in den Sinn kam. Vermutlich nicht. Die haben ne eigene Tiefgarage, wo immer was frei ist. Wo die Studierenden parken? Tz, nicht Dozentenproblem.

Von der letzten Reihe aus kann ich gut die anderen Studenten beobachten. Vor mir, haufenweise junge Barbies. Bin ich jetzt aber schon im richtigen Studiengang gelandet oder? Oder bin ich hier bei den Betriebswirtschaftlern gelandert?

Laut Lehrplan sitze ich aber doch im Richtigen Studiengang. Nochmal Glück gehabt. Was wollen dann die ganzen Barbies hier? Inzwischen vertrete ich die Meinung, dass nicht ich mich im Studiengang geirrt habe, sondern etwa 40 % der anderen Mädels die da vor mir sitzen.

Zeitgleich strömen haufenweise Informationen auf mich ein. Die ich ersteinmal für mich sortieren muss. Das muss man sacken lassen. Und sich erst mal, ein wenig, selber reinfinden. Wahrscheinlich wird mir das noch bis nächste Woche so gehen, dass ich den Peil noch nicht ganz finde.

Anhand der Begutachtung der drei Professoren, die sich reihum vorgestellt hatte und anhand des Aussehens einer der dreien, schwante mir, während der Einführung schon fürchterliches. Die Pädagogenspielchen. Ich hasse Pädagogenspielchen. Genau so hasse ich Gruppenarbeiten.

Und tada, als hätte ich hellseherische Fähigkeiten, rasselte, kurze Zeit später, ein Spielchen nach dem anderen auf uns ein. Auch die Gruppenarbeit lässt nicht lange auf sich warten. Zum Glück sind die Gruppenmitglieder nicht so ätzend.

Fazit des Tages

Ich bin irgendwie beinahe schokiert darüber, doch eine der älteren im Studiengang zu sein. Bin schokiert darüber, dass doch so viele Abiabgänger da sind. Bin mir zeitgleich aber auch ziemlich sicher, dass einige sich im Studiengang vertan haben und das, im Laufe der Zeit, hoffentlich, noch merken werden. Ansonsten….herzlichen Glückwunsch wenn de den als Sachbearbeiter kassierst. Ich würde schreiend den Raum verlassen und jemand anderen haben wollen.

Ich habe schon eine Mitstreiterin gefunden. Auch HEP, selber blöder Humor wie ich, nur ein wenig älter. Wir verstehen uns glaube ich ganz gut. Hoffe ich mal. Vom rest bin ich noch nicht ganz überzeugt. Zickige Barbies, mindestens zwei Streber, ein Besserwisser und manch einer hat den Begriff Deo wohl falsch verstanden. Aber gut. Seis drum. Ich muss nicht mit jedem können…..

 

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