Der Vollchecker

Nach den ersten Vorlesungstagen ist eines so klar wie Klosbrühe, komme etwas vor Vorlesungsbeginn und du bekommst einen guten Platz. Ansonsten kannste anbauen oder im blödesten Fall stehen.

Der frühe Vogel hat den Platz!

Die Hörsäle, in denen wir Vorlesungen haben, sind Plätzmäßig nicht sonderlich groß. Für die Anzahl der Studenten in unserem Studien gang, gerade so außreichend aber fast schon zu klein. Schlag auf schlag, schneien die meisten, mit voranschreitender Zeit, im Saal ein. Und relativ schnell ist der dann auch voll.

Während der Dozent bereits referiert trudeln immer wieder Studenten in den Saal, Tische werden angerückt oder Stühle an Tische rangequetscht. Die meisten Dozenten kratzen sich daran schon gar nicht mehr und referieren fröhlich weiter. Manch ein Student taucht auch erst zu späteren Vorlesungen auf, manche gar nicht. Wie war das nochmal mit Zeitmanagement?

Ich muss nicht mit jedem können!

Die Namen meiner Mitstudenten kann ich mir, auch nach zwei Wochen, immer noch nicht merken. Zumindest von den meisten nicht. Ein Hirn wie ein Sieb. Manch ein Gesicht hat man noch nie gesehen und fragt sich wann derjenige dazu kam oder ob dieser eigentlich schon immer dabei war.

Mit einigen kann ich, nach wie vor, nicht viel anfangen. Gerade bestimmte „Weiber“ kann ich, aufgrund ihrer schnippischen und hochnäsigen Art, einfach nicht leiden. Sozialwirtschaft ist übrigens ein Raum weiter!

Dank der Pädagogenspielchen, am Anfang des Studiums, die ich ja nach wie vor genau so hasse wie Gruppenarbeit, habe ich eine Verbündete gefunden, die eine ähnliche Meinung vertritt wie ich. Getreu dem Motto, lass mal gut sein und zieh Leine, ansonsten fress ich dich auf!

Modulirrgarten

Die Module verwirren mich immer noch immer bis ins unendliche, ich würde nicht behaupten das sie mich überfordern. Aber dieses Wirrwarr, was da jetzt wo hin gehört. Können die sich dafür nicht einfach n paar einfachere Namen ausdenken? Ach so, ich vergass, im Studium ist nix einfach.

Was haben wir nochmal? Mit welchem Fach hängt das jetzt zusammen? Wo gehört das Blatt nochmal rein? Müssen wir da n Referat machen oder ne schriftliche Prüfung? Fragen die mir die ersten Tage und auch Wochen häufig über die Lippen gleiten.

Wir hätten das drucken sollen?

Die Skripte müssen wir uns selber via Moodle organisieren? Wir bekommen die nicht gedruckt ausgeteilt? Okay. Gut zu wissen. Aber welches Fach war da jetzt nochmal? Und welche Skripte habe ich schon? Oh, doppelt gedruckt und in der Datei vertan. Und wo habe ich jetzt welchen Einschreibeschlüssel für Moodle hinterlegt? Geht das auch etwas organisierter! Aaaaaaah!

Wenn man ohne Skript in der Vorlesung aufkreuzt ist das zwar nicht schlimm, aber mit Skript ist trotzdem besser. Warum? Zum Notizen machen. Wegen der Prüfung und so. Zum besseren Verständnis für einen selbst.

Manche Vorlesungen sind außerdem doch etwas einschäfernt. Mit Skript kann ich mich besser bei der Stange halten, weil ich mitarbeiten muss. Und schweife weniger vom Thema ab, als wenn ich kein Skript dabei habe.

Mal abgesehen davon, hätte ich sonst am Ende noch doppelt Arbeit, wenn ich meine Notizen vom Block, auf das Skript übertragen müsste. Darauf hab ich auch keine Lust.

Bei meinem Organisationstalent besteht dann auch noch die Gefahr, dass ich am Abend oder sogar eine Woche später, keine Ahnung mehr habe, auf was sich die ein oder andere Notiz bezieht.

Am Vorabend werden also die Skripte noch akriebisch gedrucken, die ich am Folgetag in der Vorlesung brauche. Blöd das ich keinen eigenen Drucker habe. Und der Leihdrucker kann nicht mal Zweiseitig. Ordner voll, wegen voll Studium beendet…

Ja, schon klar, kann man sich die Skripe auch als PDF auf dem Lapi pfeiffen und dann via Werkzeug Kommentare anfügen. Papiersparen und so, ist mir wohl bewusst. Weiß ich! Gehöre ich sehr wohl zu der Generation die mit PCs und dergleichen umgehen kann!

Was nichts daran änder, dass ich anhand meines analytisch durchgeführten Lehrnverhaltens, einen Zettel in der Hand brauche um effektiv lernen zu können. Und bestenfalls mit Hand etwas notiert habe, um mir das merken zu können! Das hat alles schon sein System so!

Eigentlich vergleichbar mit den Kindleverweigerern, die lieber ein richtiges Buch in der Hand haben wollen und keine flache Lesekiste.

Organisationstalent!

Wie wir hätten Text xy lesen sollen? Das stand in Moodle? Okay, dass hab ich nicht gemacht. Der Text war erst vorgestern online? Gut das ich die letzten zwei Tage arbeiten war und danach keinen Nerv mehr hatte irgndwas zu drucken, geschweigedenn zu lesen. Hätte ich mir davon wahrscheinlich über die Hälfte nicht merken können, aufgrund von ausgereizter Aufnahmefähigkeit.

Gruppenarbeit? Nicht schon wieder!

Ach und Referat xy müssen wir in Kleingruppen abhalten? Gut das ich mir die Namen immer noch nicht merken kann. Außerdem einen Teil des Kurses immer noch nicht leiden kann. Das ist ein ganz prima Plan!

Die Gruppen werden wahllos zusammengewürfelt? Na ganz toll. Und dann auch noch vor allen Vortragen? Noch besser!

Ich mag weder Gruppenarbeiten noch vor großen Gruppen sprechen. Nicht meine Welt und reden lass ich lieber die anderen. Bei Gruppenarbeiten hat man, grundlegend, irgendein Drama. Und um so größer die Gruppe, desto größer werden auch die Dramen.

Wann wir uns treffen? Ein Wunder, wenn zumindest die Hälfte der Gruppe an einem Termin kann. Weiter geht es dann mit, wer was wie sagt. Wer redet? Wer geht mit vor? Müssen alle was sagen? Wie wirds gegliedert?

Am Referatstag stellt sich aber das Problem, dass Studentin B, aus einem Grund, nicht kann. Hier kann man davon ausgehen, dass mindestens ein Gruppenmitglied beleidigt ist, weil Kollege B. nicht mit referiert. Sondern, wie mit dem Prof. besprochen, seinen Teil schriftlich ausarbeitet und abgibt.

Während der Referatsvorbereitungszeit trudeln in fünf Whatsapp Gruppen, am besten Zeitgleich, 20 Nachrichten ein. Das Handy vibriert in Dauerschleife. Und der Akku hat, binnen 5 Minuten, plötzlich 10 % an Saft verloren. Bestenfalls passiert das dann noch während den Vorlesungen. Wie wärs mit aufpassen? Hätte das nicht bis abends warten können?

Fazit zur Grundausstattung nach den ersten Vorlesungen:

  • Vollgeladene Powerbank zum Handy laden mitnehmen
  • Nervennahrung
  • RedBull
  • Skripte

Memo an mich selbst:

Endlich noch einen orangen und blauen Textmarker besorgen, zum Texte anmalen.

Referatsgruppe besser wählen

Bibausweis endlich freischalten lassen.

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