Voll entspannt?!?!

Ach du sutdierst! Cool! Dann hast du ja jetzt ein richtig entspanntes Leben, so als Student!

So ein ganz entspanntes Studentenleben. Mhm. Genau. Ich nicke. Entsinne mich eines anderen und schüttle doch lieber den Kopf. Ein Gerücht. Nicht mehr und auch nicht weniger.

Ich gehe, im übrigen, nebenher noch meinem Beruf nach. Nur so am Rande.

Ja, aber doch nur auf geringfügiger Basis!

Nö. 24 Stunden die Woche. 60 %. Die Wohnung hat sich bis jetzt nicht vom nix tun bezahlt.

Naja 60 %, dass ist ja nicht mal Vollzeit!

Ahja, danke. Reicht aber auch schon.

Schon mal meinen Tagesplan gesehen? Wenns streng wird? Nein? Willste mal hören? Ach ich erzähls dir auch, wenn dus nicht hören willst, rein aus Prinziep, damit du weißt das es sich beim entspannten Studentenleben um ein Gerücht handelt.

Montag

Der Vormittag war relativ entspannt. Gegen Mittag wird es hektisch. Das geliebte Hüh möchte bewegt werden, der Stall gemistet und das Futter gerichtet werden. Vielleicht fällt das Reiten auch aus, aber dann wäre es Tag drei. Am Wochenende war keine Zeit. Ich war Arbeiten. Samstag und Sonntag jeweils 9 1/2 Stunden.

14 Uhr. Vorlesung bis 19 Uhr. Danach durch den restlichen Berufsverkehr richtung Wg, zur Nachtschicht drücken. 19:30, ich stemple am Terminal ein. Laufe bis 22 Uhr durchs gesamte Haus um meine Aufgaben zu erledigen. Dann ist etwas Zeit um noch kurz die Unterlagen fürs Referat zu überfliegen.

Dienstag

5:30 Uhr, der Wecker reißt mich aus dem Schlaf. Vor 45 Minuten erst wieder eingedämmert. Die gesamte Nacht ging, beinahe Stündlich, eine Störung auf der Rufanlage ein, die mich im stundentackt, aus dem Schlaf rissen. Frühschicht bis 8 Uhr. Dann Feierabend.

Um 10 Uhr ist schon wieder Vorlesung. Ich würde gerne schlafen. Lohnt es sich aber nicht, sich nochhmal hin zu legen. Ich fahre noch kurz nach Hause um meine Sachen für die Uni zu holen. Ein wenig auszuruhen.

Die Vorlesungen strengen mich an. Breche nach der zweiten Vorlesung, gegen 13 Uhr, ab. Kann mich jetzt schon kaum konzentrieren und scheine kaum dazu fähig irgendwas aufzunehmen, obwohl es mich interessiert. Bis 17 Uhr halte ich das niemals durch.

Auch am Nachmittag lege ich mich noch nicht hin. Danach bin ich wahrscheinlich noch fertiger als vorher. Und kann, vermutlich, nachts dann nicht mehr schlafen.

Gehe mich ein wenig Bewegen und bespaße das Getier. Ein bisschen reiten. Etwas Luft. Danach im Fitness noch kurz zwei Gänge in die Sauna. Wenn ichs schon zahle. Das Essen habe ich Tagsüber völlig vergessen. Hatte auch kein richtiges Hungergefühl. Außer in der Früh. Vor offiziellem Schichtbeginn ein Müsli gegessen.

20 Uhr Sofazeit. Endlich. Bekomme von der Serie nicht mehr viel mit, denn spätestens um 20:30 Uhr bin ich eingeschlafen.

Mittwoch

Vorlesungsfreier Tag. Könnte man Juhu schreien. Um 8 Uhr klingelt mich allerdings der Wecker wieder raus. Um 9 steht Teamsitzung an, die bis ca. 12 Uhr geht. Danach rausche ich nach Hause. Kümmere mich um meine Tiere. Mache den Stall und richte das Futter her.

Um 15:10 Uhr muss ich wieder los. Die Spätschicht ruft, bis 21 Uhr. Hoffentlich komme ich ein bisschen früher raus. Ausgeschlafen bin ich nämlich immer noch nicht. Sollte noch etwas für die Uni machen. Allerdings sehe ich da schwarz. Das wird nix.

Donnerstag

8 Uhr Vorlesungsbeginn. Ich komme mir vor wie ein Zombi. Das Schlafdefiziet wird immer größer. Skrip? Welches Skript? Ach toll, gestern Abend hochgeladen worden. Um 21:40 hab ich da nicht mehr nachgeschaut. Bin nämlich nicht ganz pünktlich aus der Arbeit gekommen.

Referat? Okay, bis nächste Woche in Kleingruppen. Hoffentlich schaffen wir das bis dahin. Kaffee, ich brauche Kaffee. Habe es vor der Vorlesung nicht mehr geschafft, mir einen zu holen, bin etwas zu spät aufgestanden und wollte mir noch einen Platz im Hörsaal sichern.

Zum Glück haben wir heute nur bis 15 Uhr…..

Freitag

5 Uhr morgens, es ist viel zu früh. Aber aufstehen muss ich trotzdem. Die Frühschicht macht sich nicht von alleine. Ich muss heute, nach der Schicht, dringen noch mit meiner Studienarbeit loslegen. Abgabetermin ist schon im Dezember. Hätte ich beinahe vergessen

Den Restlichen Tag habe ich frei. Zum Glück auch übers Wochenende. Endlich. Schlafdefiziet adijö. Nach der Frühschicht muss ich erst mal ein bisschen schlafen…

 

Und das soll jetzt gechilltes Studentenleben sein? Naja ich verstehe da, ehrlich gesagt was anderes darunter. Aber nicht das. Wobei der oben beschriebene Wochenablauf nicht immer so abläuft. Und es sich hierbei um die Ausnahmen von der Regel handelt.

Trotzdem ist es oft genug ein Zerreißen zwischen Arbeit und Uni, die Erholungsphasen kommen dann, doch des öfteren, zu kurz. Man vergisst das Essen, der Rücken spinnt und man sieht gefühlt nur noch die Wände von Hörsälen oder Arbeit.  Und häufig habe ich, abends nach der Schicht, keine große Muse mehr, mich mit irgendwelchen Referaten auseinander zu setzten.

Glücklicherweise gibt es aber auch Zeitspannen, in denen ich relativ viel Frei haben und die Erholung, nachholen kann. Allerdings muss ich dann auch die Zeit nutzen, Vorlesungsrelevante Inhalte Vorzubereiten. Oder sollte ich eher sagen, Prüfungsrelevant?

 

 

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