Its Time for Fachenglisch!

Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich Englisch als Unterrichtsfach noch nie besonders leiden konnte? Immer das selbe. Grammatik, Vokabeln, Text übersetzten, Prüfung. Versemmelt.

Mit beendigung meiner Schullaufbahn hatte ich, für mich selbst, eigentlich mit dem ganzen Theoriekrams und Notenstress in Englisch abgeschlossen. Das Grammatikbuch landete im hintersten Eck, Vokabeln die mir nicht bekannt sind werden gegooglet oder umschrieben, Noten waren nicht mehr relevant und mir ziemlich egal.

Endlich einfach nur reden dürfen ohne hinterher über deine Fehler aufgeklärt und benotet zu werden. Selbst wenn du was falsch sagst, dann nimmt es dir keiner Krumm, bestenfalls helfen sie dir auch noch, dass es dann doch stimmt. Um so länger man sich im Ausland aufhält und Englisch reden muss, desto besser wird die rederei  letzlich irgendwann auch.

Irgendwann muss ich mich aber, in meiner Laufbahn, zu früh gefreut haben. Das Schicksal rieb sich die Hände und muss sich gedacht haben „der zeig ich schon wo der Hase lang läuft!“

Studium, bumms Fachenglisch als Bestandteil eines Moduls des ersten Semesters. Deklariert als Neuerung des Lehrplans. Wir, der erste Jahrgang der es ausbaden muss. Danke.

Wie, wir müssen da auch noch eine Prüfungsleistung abgeben? Na ganz prima. Kann ich jetzt schon das Handtuch werfen, weil mir Englisch zu 100 % das Genick brechen wird, und das Semester hat noch nciht mal angefangen. Hätte ja keiner Ahnen können, dass man bei so nem sozialen Ding auch Englisch machen muss.

Ach, dass wird nur mit bestanden oder nicht bestanden bewerten und wenn ich mich vorne hinstelle und wenigstens ein bisschen was erzähle und mir Mühe gebe, dann bin ich da schon durch? Und dann auch noch in der Gruppe und maximal 2 bis 3 Minuten pro Kopf? Okay, darüber könnern wir reden.

An dieser Stellen ein wiederholtes Herzlichen Glückwunsch zu ihrer Englischreferatsgruppe! Sie haben es geschafft und dürfen nun mit einem kleinen „Stressor“ zusammenarbeiten! Vier Köpfe. Ein Text. Ein Referat. Aufteilung wer welchen Textabschnitt bearbeitet. Jeder redet ein paar Minuten. Fertig. Klingt einfach. Ist es auch. Aber das wäre zu einfach, zumindest aus der Sicht des Stressors.

Wochen für Woche wird nun, jedem aus der Gruppe, der es wissen will, oder eben auch nicht, vom Stressator mitgeteilt, wie dringend das Referat fertig sein muss. Das wir ganz dringen ein Handout UND eine Präsi über Powerpont benötigen.

Und weils so schön ist, wird der Spaß auch noch über Sync und Share zusammengefügt. Und wer es noch nicht eingefügt hat, wird alle zwei Tage, via Whatsapp darüber informiert, dies doch endlich zu tun! Schließlich ist das Referat schon in 3 Wochen!

Handout, leuchtet einem eventuell noch irgendwo ein. Aber eine Präsi? Für ein Referat, dass nicht mal 10 Minuten geht? Vergiss es, fällt aus wegen ist nicht. Da ist der Aufwand größer, als er letztlich sein müsste.

Hier gehts ums reden und nicht ums präsentieren! Aber trotz allen Wiederstandes, wurde vom Stressator die Präsentation durchgesetzt. Aus Prinziep, weil man das bei den anderen auch so macht. Klarer Fall von Gruppenzwang. Oder so ähnlich.

Bei genauerer Betrachtung erscheint mir sogar, neuerdings, das Handout für reichlich sinnfrei.

  1. In Englisch ist soweiso kaum jemand andwesen, außer derjenige muss ein Referat halten
  2. Über die Hälfte der Anwesenden wird sich das Skript nicht drucken und lässt sich berieseln.
  3. Die Abwesenden werden es sowieso nicht drucken, weils nicht Prüfungsrelevant ist.
  4. Auf dem Handout steht außerdem auch nicht mehr drauf, als ich erzähle. (selbiges gilt übrigens auch für die Präsentation!)

Mittlerweile hat man aber schon halbwegs ausfindig machen können, mit wem es sich gut arbeiten lässt und wem man, bei Gruppenarbeiten, lieber aus dem Weg geht.

Englisch geht mir, auch wenn es nur ums machen geht, langsam aber sicher ziemlich auf den Keks. Zum Glück ist das Referat jetzt dann durch. Gott bin ich darüber froh! Dann kann ich mit dem anderen Kram, für die schriftliche Prüfung, weiter machen. Ist doch mehr als ich dachte….gut das ich schon angefangen habe.

 

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