Its time for Fachenglisch Part 2

Wie ich schon mal erwähnt habe, konnte ich Englisch als Lehrveranstaltung noch nie sonderlich gut abhaben. Was nicht heißen soll, dass ich in Englisch der völlige Versage wäre. Reden geht. Nur das ganze Theoretische ist nicht so das wahre.

Irgendwann war der Tag x an dem das Referat stattfand. Text bearbeiten, aufteilen, jeder redet was. Fertig. 15 Minuten sollen nicht überschritten werden, weil sonst nicht alle durch kommen. Kurz um, wenn jeder maximal 3 Minuten quacksalbt, ist alles im grünen bereich.

Entsinne ich mich sogar, dass der Dozent extra noch gesagt hatte, jeder solle etwa 2 bis 3 Minuten reden. Es ginge nicht um weiß Gott was, sondern darum, dass wir sprechen und uns mit einem Text außeinander gesetzt haben und wenn wir das in unseren eigenen Worten wiedergeben, ist das auch  in ordnung. Es geht ums reden. Nicht mehr und auch nicht weniger.

Nun ja. Eigentlich ist das ganze nicht misszuverstehen. Aber es gibt immer irgendwen, der da was falsch versteht und extrem viel Aufwand für den gegebenen Umfang des Referates betreibt. Einen Tag vor dem Referat habe ich mich, mehrfach, geärgert und aufgeregt. Darüber, warum ich es schon wieder geschafft habe, mit jemandem zusammenarbeiten zu müssen, der alles verkompliziert und „Einfach“ oder „simpel“ als nicht bekanntes Fremdwort abstempelt.

Einen Tag vor dem Referat wurde dann beschlossen, da ich die letzte war, die ihren Teil einzufügen hatte, dass auch ich damit das Los habe, alles an den Dozenten zu schicken. Gefließendlich wurde überhört, dass ich Doppelschicht hatte. Mein Zeitpensum somit eingeschränkt war und die motivation, dass ganze Abends zu machen, ziemlich weit hergeholt wäre. Alles klaro. Dennoch hat sich einiges ziemlich verzögert, was zur folge hatte, dass ich bis spät abends noch an einem Referat rumgebastelt hatte. Glückwunsch.

Spätestens bei der Begutachtung der Powerpointpräsi, die ich bereits von anfangan für völlig Überflüssig gehalten hatte, knallte mir die Kinnlade bis auf den Boden und mir war schlagartig bewusst, dass ich nicht nur mit einem Stressor in der Gruppe gelandet war, der mit fünf Wochen vorher bereits erzählt wir müssen vorwärts machen, sondern auch noch mit dem Phänomen des Missverstehens konfrontiert war.

Drei Minuten pro Kopf reden, bei vieren also 12 Minuten. Dazu eine Präsentation mit über 20 Folien. Die Präsentation wäre für einen Vortrag im Umfang von 45 Minuten angemessen gewesen, meiner Meinung nach, aber nicht für einen 12  Minütigen Vortrag, bei dem es Schwerpunktmäßig ums sprechen geht. Wann soll man das denn noch alles unterbringen? Da ist ja das ganze Referat völlig überladen und springt aus allen Näten.

Gerne hätte ich die Präsi um mindestens 10 Seiten gekürzt, wenn nicht sogar komplett weggelassen. Die Rechnung und den Gedankengang hatte ich allerdings ohne die Kollegin Stress ausgehandelt. Unbelehrbar und völlig auf ihrer Meinung beharrend und nicht davon abzubringen, wurde also das Referat so gehalten, wie sie es wollte. Inklusive viel zu langer Powerpoint, die an die Wand projeziert wurde.

Ich hatte mich von vornherein geweigert etwas in die Präsi einzufügen, zumal ich nicht mal gewusst hätte, was ich von der Einleitung einfügen hätte sollen. Gebraucht hab ich sie jedenfalls nicht. Der rest hat auch kaum drauf zurückgegriffen. Aber hauptsache durchgesetzt und sich n Haufen arbeit damit machen. Der Aufwand stand mit dem Umfang nicht wirklich im Verhältnis. Geglaubt hat mans auch erst zum Schluss. Auch recht.

 

 

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