Postmoderne soziale Arbeit Part 1

Endlich! Portfolio fertig! Abgegeben und gut ist. Ein Part mehr, der weg ist. Sehr gut. Wirklich sehr gut. Konzentration auf die Prüfung wäre somit gesichert. Aber mal ganz ehrlich? Ich fand mein Thema jetzt nicht gerade so geil. Im Internet habe ich mir ziemlich schwer getan dazu überhaupt was effektives zu finden.

Was dazu führte, dass ich mir doch tatsächlich ein Fachbuch aus der Bibliothek ausleihen musst. Obwohl ich da ja nicht so der Typ für bin und eher auf Google zurück greife. Allerdings, musste ich feststellen, dass auch Google nicht immer alles weiß, bzw. die Info oft unzureichend sind. Was lernen wir daraus? Wir gehen gleich auf Fachbuchsuche bevor wir an der Google Suche verzweifeln und uns aufregen!
Also das Buch von Hammerschmidt ausgeliehen und drauf los gearbeitet. Faszinierend was da so alles drin steht. So kann man dann doch direkt besser arbeiten. Aber was ist jetzt eigentlich die postmoderne soziale Arbeit? Klingt komisch, ist es auch. Irgendwie. So ein bisschen. Ein wenig. Vielleicht. Aber es gehört dazu.
Aber was hat die da jetzt eigentlich vor? Nun ja, eigentlich gestaltet sich hieraus eine kleine Blogbeitragsreihe, in der ich ein bisschen über das Thema an sich palavere, aber auch meine Lernerfahrung teilen möchte, wie es mir, bei der Erstellung des Portfolios erging.
Bevor ich nun auf die Postmoderne an sich eingehe, muss ich ein wenig ausholen und erst mal ein wenig auf die Geschichtlichen Hintergründe eingehen, die sich zu der Zeit ergaben, in der sich die postmoderne soziale Arbeit entwickelte. Die Entwicklungszeit der postmodernen lässt sich im übrigen auf die 1990er Jahre zurückführen.
Also was ist in dieser Zeit alles passiert, was die soziale Arbeit beeinflusst hat?
1. Geschichtliche Hintergründe
Die Entstehung der postmodernen sozialen Arbeit lässt sich auf die 1990er Jahre zurückführen. Die soziale Arbeit wurde in dieser Zeit durch einige Änderungen geprägt. In dieser Zeit erfolgte die Wiedervereinigung von BRD und DDR, was eine Rechtsübertragung, von West auf Ost, mit sich führte.
Die Jugendhilfe erlebt in den 90 Jahren einen erheblichen Ausbau mit tiefgreifenden Veränderungen. So trat, am 1.1.1991, ein neues Gesetzt zur Kinder und Jugendhilfe in kraft. Mit dieser Gesetzesänderung wurde der Fokus auf eine präventive Grundausrichtung und auf den Dienstleistungscharakter gelegt.
Des weiteren wird nun auf Begriffe wie Verwahrlosung und Fürsorgeerziehung verzichtet. Stattdessen ist nun von „erzieherischem Bedarf“ und den entsprechenden „Hilfen zur Erziehung“ die Rede.
Einen weiteren Einschnitt für die soziale Arbeit bedeutet die Einführung des am angelsächsischen New Public Management orientierten Kontraktmanagement zur Finanzierung und Steuerung sozialer Dienste ab Mitte der 90er Jahre. Betroffen davon waren zunächst die gesundheitsbezogenen und pflegerisch tätigen Einrichtungen. Im verlauf betrifft es aber auch den Bereich der Sozial- und zum Schluss der Kinder- und Jugendhilfe.
Betriebswirtschaftliche Methoden in Form des „Sozialmanagements“ hielt somit in den 90er Jahren Einzug in den sozialen Bereichen. Privilegierte Träger der Freien Wohlfahrtspflege wurden mit den privatgewerblichen Trägern gleichgestellt.
Auch der Aus und Weiterbildungssektor reagiert auf die Veränderungen in der Aufnahme entsprechender Lerninhalte (Sozialmanagement) und später mit der Etablierung entsprechender (Master-) Studiengänge.
Auch die Theorieentweicklung der sozialen Arbeit als Hilfe zur Lebensbewältigung und Lebensweltansatz bzw. Lebensweltorientierung spielen eine tragende Rolle. Es treten neue Perspektiven und Theoretisierungen hinzu, in erster Linie subekt- und systemtheoretische und aus der Professionsforschung hervorgehende Theorien.
Die zunehmende Diverenzierung des Theorieangebotes und zeitgeschichtliche Umbrüche, führen zu Verunsicherung bezüglich verlässlicher für die verstehbarkeit sozialer Arbeit.
In der deutschen sozialen Arbeit beschäftigen sich seit der Einführung des Kontrkatmanagements in den 90er Jahren eine Vielzahl von Beiträgen , überwiegend kritisch, mit der Ökonomisierung sozialer Arbeit, ihrer Funktion, ihren Folgen und Ergebnissen.
(Quelle: Zeitgenössische Theorien der sozialen Arbeit, Hammerschmidt, 2017)

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