Vom Pegasus ohne Flügel und Reithallen

Eigentlich habe ich mich auf den Winter schon ein bisschen gefreut. Endlich Schnee, den man zum Konditions und Muskeltraining vom Pony nützen könnte. Prima Eigenschaft, des Schnees. Was aber natürlich auch anstrengend ist.

Kaum ist aber der Winter da, fällt mir dann aber wieder ein, dass es genügend Gründe gibt, warum der Winter mich dann doch mehr nervt als ich es in Erinnerung habe. Vorallem als Selbstversorger ist da nicht immer gut Kirschen essen.

Mal davon abgesehen, hat es diesen Winter ja wirklich ordentlich geschneit. Herzlichen Dank auch. Etwa 20 cm weniger hätten es auch getan. Und wenn du dann hörst, ach der Winter ist doch so toll und ausreiten ist doch dann wunderschön, würde ich am liebsten tief Luft holen und schreien wollen.

Die Wege sind vereist, viel Spaß beim schlittschuhlaufen, auf Pegasus ohne Flügel, kann ich getrost verzichten.  Der „Reitplatz“ und die Koppel kaum begehbar, da der Schnee zum einen massiv Tief war das wir fast bis zum Bauch durchgewatet sind. Schon mal 6 km durch Tiefschnee gelaufen? Ohne die geringste Chance auf einen geräumten Weg auszuweichen?

Sind wir mal ehrlich, dass ist, vorallem untrainiert, ziemlich anstrengend, muss ich einer etwas betagteren Ponydame, deren Kondition derzeit nicht auf dem besten Stand ist, auch nicht gerade antun. Oder schon mal ne 70 Jährige untrainierte Dame auf einen 6000der klettern gesehen?

Mittlerweile ist der Schnee Brett hart. Was ein durchkommen auch nicht gerade viel mehr erleichtert. Die Wege zwar mittlerweile wohl vorgetrampelt, aber dennoch teilweise rutschig, wo wir wieder beim Thema Pegasus ohne Flügel wären, worauf ich getrost verzichten kann. Dahin also der wunderbare Traum vom winterlichen Ritt durch verschneite Landschaften und vom Muskeltraining. Inzwischen beneide ich wirklich jeden darum, der jetzt eine Reithalle neben dem Stall hat. Im Frühjahr und Sommer ist das dann wieder eine andere Geschichte.

Und wenn wenn wir schon beim Thema sind. Der Winter erschwert einem, dieses mal, nicht nur die Reiterei ohne Halle, nein, auch das Stallleben wird zur herausforderung. Eingepackt wie ein Michelienmännchen wackelst du da erst mal rum. Man könnte sich bei den Temperaturen möglicherweise Frostbeulen holen. Beim Misten bist du dir dann aber nicht mehr sicher, ob du erfrierst oder, aufgrund der Schichten, einen Hitzschlag bekommst.

Der Boden vom Paddock gefroren, du holperst mit der Schubkarre drüber, schlägst dir die Schienbeine an und zu guter letzt ist der Wutanfall nicht weit, weil der Schubkarren nur mit erheblichem Kraftaufwand  auf den Misthaufen zu bewegen ist. Weil dieser, so irgendwie, von der Kälte ausgeschlossen wurde und die Karre einfach nur einsinkt.

Nebenbei sind die Tränkekübel eingefroren. Gib mir den Eispickel zum frei machen! Vom Gehacke erschreckt, mutiert das geliebte Getier dann doch zum Pegasus ohne Flügel, was zu kurzzeitigen Herzrythmusstörungen und einem beinahe Herzstillstand führt. Hätte ich drauf verzichten können. Zum Glück ist nichts passiert. Hals und Beinbruch brauch ich gerade nicht.

Zusammengefasst: Der Winter geht mir seit knapp zwei Wochen tierisch auf die Nerven! Besserung vorerst nicht in sicht. Das kann ja was werden…..

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