Winter oh Winter

Vor ein paar Tagen dachte ich noch, genial der Winter zieht jetzt dann langsam Leine und der Frühling kommt! Möglicherweise habe ich mich aber etwas zu laut gefreut. Wie es der Zufall also so will, hat das Wetter nun wieder umgeschlagen. Weiße Flöckchen rieseln leise vom Himmel und überall fahren Orangen, wild blickenden, Winterdienstfahrzeuge durch die Straßen.Und mir kann man förmlich dabei zusehen wie ich die Augen verdrehe.

Daraufhin folgten diverse Aussagen, die ich eigentlich ganz gerne geschnitten hätte. Aber was raus ist, das ist raus. Kann man nichts machen, befürchte ich.

Ja das ist aber hier in der Gegend normal, dass es so viel schneit, also sei doch nicht so! Ich dachte du fährst Snowboard? Da musst du dich doch total über den Schnee freuen! Und gerade wenn man ein Pferd hat, ist das doch ganz toll, wenn man durch den glitzernden Schnee reiten kann! Ich weiß gar nicht was du hast.

Was ich habe? Das weiß ich leider auch nicht. Ob es vielleicht daran liegt mein Auto immer und immer wieder unter Schneemassen ausbuddeln zu dürfen, die aus einem anderen Jahrhundert zu stammen sein. Oder vielleicht liegt es doch daran das mein Parkplatz zu einer Schneeablage mutiert ist und ich mein Auto einige Gehminuten von meiner Wohnung wegparken muss.(Das macht übrigens erst so richtig Spaß wenn du einen Großeinkauf gemacht hast und der Räumdienst nicht hinterher kommt;-))

Und was die Reiterei im Schnee angeht. Natürlich hat das was, wenn man durch den Schnee hoppelt. Mal ganz zu schweigen davon, dass man Tiefschnee, meiner Meinung nach, ganz toll zu Trainingszwecken verwenden kann. Im Sinne von Kondition und Muskelaufbau. Das bestreite ich nicht mal. Aber, wenn wir ehrlich sind, ist es doch glatt eine Wunschvorstellung immer durch fluffigen, tollen Neuschnee zu hoppeln der maximal 20 bis 30 cm hoch ist.

Also schalten wir die Wunschvorstellung mal aus und schauen uns an wie es wirklich war, diesen Winter. Das Pony stand größtenteils bis zum Bauch im Schnee, offen gestanden habe ich keine großen Ambitionen dazu, mein Pferd, auf einer 6 km Strecke zu tode zu reiten, nur weils so toll ist durch den Schnee zu hoppeln.

Mal davon abgesehen musst du erst mal auf die Strecke kommen. Wenn du pech hast, haben die Winterdienste, in ihrer Verzweiflung, nämlich die Massen an Schnee in irgendwelche Felder reingeräumt. Bergtour wollte ich jetzt eigentlich nicht machen.

Nach einer Weile wird der Schnee dann Brett hart. Die Strecken auf denen dann doch Fußgänger oder andere Reiter unterwegs waren, die das meinten machen zu müssen, sind irgendwann festgelaufen und werden Rutschig. Irgendwann, wenn doch mal Tauwetter eingesetzt hat oder statt Schnee Regen vom Himmel kam, ist es spiegel glatt und du könntes auf der Strecke Schlittschuh laufen.

Der Paddock gleicht irgendwann  mehr einer Spiegelglatten Fläche, als irgendwas anderem, auf der man selbst schon den ein oder anderen Freiflug gewonnen hat. Und das Pferd bleibt da bestimmt stehen und fällt nicht hin. Ganz bestimmt. Hundert pro. Bin ich mir sicher.

Das Wasser kannst du irgendwann mit dem Eispickel aufschlagen und die Pferdeäpfel kannst du als Waffe verwenden und damit ernsthaft verletzten, wenn du damit versehentlich jemanden abschießt.

Mittlerweile hat das Pony seit ner ganzen weile zwangspause, wegen ist nicht. Den Hofen haben wir, wegen vereist, seit geraumer Zeit auch nicht mehr wirklich verlassen. Selbst Bodenarbeit fällt aus. Ich beneide derzeit jeden, aber auch jeden, der eine Reithalle hat um diese Reithalle.

Entsprechend kann ich der Scheinerei nicht mehr viel abgewinnen. Der Frühling könnte also den Winter langsam mal ablösen, damit das Eis langsam mal Land gewinnt.

 

 

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