Zwischen Vorlesung und Arbeit

Es ist inzwischen Nachmittag. Der Himmel ist blau aber  bewölkt und der teilweise aufziehende Wind lässt die Temperatur kälter wirken als sie eigentlich ist. Der Kopf fühlt sich leicht schwammig an. Ich hätte mich, nach der Vorlesung, nicht nochmal hinlegen sollen, ich hatte aber irgendwie das Bedürfnis dazu.

Die letzte Nachschicht war, wie zu erwarten, äußerst ruhig. Wobei man in so einer Wohngruppe, gerade des Nachts, eigentlich gar nichts erwarten kann. Zumal aus der Erfahrung heraus, immer dann irgendwas ist, wenn man am nächsten Tag was vor hat. Als würden es die Bewohner riechen. Wirklich zum schlafen kommt man dann, für gewöhnlich, eigentlich nicht so wirklich.

Trotzdem ändert es nicht daran, dass es in dieser Woche die zweite Nachtschicht war. Davor hatte ich noch Vorlesung, danach das selbe spiel auch. Aus der Nacht raus, in die Vorlesung rein. Vormittags, nach dem Dienst nochmal hinlegen, ist also nicht. Um 8 geht schließlich die Rechtvorlesung los. Verpassen will ich sie nicht. Habe ich zu viel Skepsis davor, dann nicht mehr mitzukommen. Das hat es nämlich schnell.

Mittags verlasse ich die Uni, nach der Vorlesung. Habe den dreistündigen Block durchgezogen, was mich selbst ein bisschen wundert, hätte ich eigentlich erwartet, dass ich nach der Hälfte meine Sachen packen und nach hause gehen würde.

Die letzten 60 Minuten waren, trotz Pause, zäh. Aufnahmefähig war ich zu diesem Zeitpunkt wohl schon längst nicht mehr. Ob die Idee wirklich so gut war, doch zu gehen? Naja, wird schon gepasst haben. Irgendwas ist bestimmt hängen geblieben.

12 Uhr, ich schiebe mir einen Leberkäsesemmel in den Mund. Nach über 12 Stunden wieder etwas zu essen ist einfach herrlich. War ich mir, zu diesem Zeitpunkt, nicht mal mehr sicher, ob ich überhaupt noch sowas wie eine Magen besitze. Oder überhaupt ein Hungergefühl. Sitzt man aber erst mal vor so einer Semmel, mit dick Ketchup drauf, merkt man am ziehen, das irgendwo da her kommt, wo sich der Magen vermuten lässt, dass Hunger und Magen noch existieren.

Eigentlich scheint die Sonne. Eigentlich sollte ich noch was tun. Kann mich aber kaum aufraffen, weil ich so müde bin.  Ich weiß schon wieder nicht, wie ich eigentlich genau nach Hause gefahren bin.

Ich weiß nur, dass ich die anderen Verkehrsteilnehmer regelrecht angepflaumt habe. Weil sie meiner Meinung nach, alle miteinander, nicht Autofahren können. Zum Glück saß keiner neben mir. Zum Glück hat mich auch keiner der anderen gehört. Am Ende hätte mich noch irgendeiner, wegen Beleidigung, verklagt oder sowas.

Nur kurz hinlegen. Kurz ausruhen und dann geht es weiter. Ich kann den Gedanken gar nicht wirklich zu Ende denken, so schnell bin ich in einen Traumlosen Schlaf gefallen. Der Wecker reißt mich eine Stunde später, unsanft, aus dem Schlaf. Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Idee nochmal zu schlafen, wieder die blödsinnigste Schnapsidee war die ich hätte haben können. Ich lerne nicht draus.

Mein Kopf fühlt sich an als hätte ich zu viel gesoffen. Dabei war es nur Wasser und davon wahrscheinlich zu wenig. Wirklich zu etwas Motivieren kann ich mich nicht und finde sogar meinen Kaffee eklig. Obwohl ich der Meinung bin, sehr wohl einen anständigen Kaffee Fabrizieren zu können und das sogar ohne Kapseln.

 

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