Arbeitseinstellung 2.o.

Vielleicht sollte ich mir Gedanken über eine Hellseherische Karriere machen. Vielleicht gibt es da irgendeine Zusatzqualifikation und Fortbildung, damit man sich sowas im Job anerkennen lassen kann. Fraglich ist nur, wie treffsicher solchen Vorhersagen sind. Ob da ne Kristallkugel helfen könnt?

Was die Arbeitseinstellung von Kollege angeht, hat meine Vorhersage allerdings, ohne Nebelkugel, ins schwarze getroffen und das bereits heute morgen, als ich einen Zettel, mit seiner Handschrift, am Dienstplan hängen sah. Mit der völlig verrückten Idee, er könne sich über mehrere Wochen aus dem Frühdienst ausklinken.

Wunschkonzerthausen oder was? Ehrlich gesagt hätte es mich aber auch recht verwundert, hätte sich in einer Woche, in der ich mit Abwesenheit geglänzt habe, irgendwas an dessen Einstellung geändert.

Die Reaktion auf den leeren Kühlschrank, in der Spätschicht, in Form der Aussage „ich bin ein ziemlich Fauler Mensch“ und dass ich letztlich, wieder mal, zum Einkaufen losgezogen bin, wäre noch nicht mal das Problem gewesen. Es waren viel mehr die vielen Kleinigkeiten, die sich, während der Schicht, gehäuft hatten. Was mich wiederum zur Weißglut getrieben hat.

Du brauchst den Kollgen für irgendwas, du findest ihn aber nicht, weil er im dunkeln im Büro sitzt, wo du ihn nicht siehst. Du denkst, du hast klar genug zu verstehen gegeben, er soll Pinkpaulina* direkt in den Schlafanzug stecken um nach dem Essen nicht ins schlingern zu kommen. Passiert ist aber lediglich der Einlagenwechsel. Von einem Schlafanzug keine Spur. Keinen Bock auf umziehen gehabt, weil das mit der Streckspastik in den Armen so aufwändig ist oder was? Kann man locker der Kollegin überlassen, schon klar.

Abendessen vorbereiten überlässt man lieber der Frauenwelt , die können das ja viel besser. Die Lebensmittel auf den Tisch stellen grenzt fast an körperliche Schwerstarbeit, Telleraufdecken ist deswegen viel zu anstrengen, man könnte sich ja was zerren.

Wäsche waschen wird überbewertet. Und weil man lieber rauchen geht, vertröstet man Badewannenursula* zum fünften mal, bis man sich doch mal überlegt mit dem gebade loszulegen, nachdem dem unsere Ursel*, sichtlich genervt, zum xten mal die Rufanlage betätigt hat und einen das geklingele schlichtweg nervt.

Wie kann ich mir aber auch erlauben, nicht auf das Klingeln zu reagieren und die Dreistigkeit besitzen, mich nicht zwei zu teilen? Hab doch erst drei Rollstuhlfahrer umgezogen, gewaschen und vom Rollstuhl ins Bett gehieft. Kollege hat hingegen schwerstarbeit mit Badewannenursula* geleistet, die ständig klingelt und in die Wann will.

Die bedeutung von Kollegial hat Kollege wohl nicht ganz verstanden. Kollegial bedeutet eigentlich, dass ma zusammen hilft und es fair aufgeteilt ist. Und nicht nur einer arbeitet, während der andere auf schöneres Wetter wartet. Vielleicht sollte ich mir doch mal das Buch „am Arsch vorbei geht auch ein Weg, für den Job“*1 zu gemüte führen.

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass der Kollege ein stinkfauler Sack ist! Daran wird sich aber wohl nie was ändern….

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8 Gedanken zu “Arbeitseinstellung 2.o.

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