Gefühlsquark

Die Whatsappnachricht, meines Einjahresdates, in der er mir sagte er kann sich gerade auf keine Beziehung einlassen, ist inzwischen knapp 3 Wochen her.

Das Beziehungsunfähig kaufe ich ihm allerdings immer noch nicht ab, wenn wir mal ein bisschen kleinkarriert denken, dann wäre er zu keiner Form der Beziehung fähig.

Denn zu „Beziehung“ gehört nicht nur die LiebesBeziehung, sonder jegliche soziale Beziehung die ich zu irgendeinem Menschen führe. Wenn er sich also als Beziehungsunfähig darstellt, dann wäre er, genau genommen, unfähig für jegliche Form der Beziehung.

Also wäre er im Grunde auch unfähig, eine „banale“ kumpelhafte Beziehung zu führen.

Aber sei es drum, das wäre jetzt nämlich wirklich Erbsenzählerei, aber strenggenommen…..wäre es genau DAS.

Wenn ich gerade beim Thema genau nehmen, Erbsenzählen, Kleinkarriert und strengnehmen bin, schweife ich gerade, genau in diesem Moment, vom eigentlich Thema ab. Zwar nicht gänzlich aber bedingt.

Seit drei Wochen habe ich also vom Einjahresdate nichts mehr gehört. Was ich mir eigentlich, hinsichtlich unserer Abmachung, anderst vorgestellt hatte.

Gut was heißt abmachung. Mittlerweile werde ich das Gefühl nicht los, dass auch das wieder nur eine recht einseitig Geschichte zu sein scheint.

Mittlerweile ist es auch gut eine Woche her, dass ich mich das letzte mal gemeldet habe. Lediglich mit einer Aussage, worauf ich noch keine Direkte Antwort, genau in diesem Moment hätte erwarten können.

Mittlerweile bezweifle ich allerdings ganz stark, dass darauf überhaup jemals eine Antwort kommt. Was zur folge hat, dass sich eine gewisse Frustrtion breit macht. Gut was heißt Frustration. Das ist jetzt auch recht weitläufig auszulegen, wenn man es genau nimmt.

Sagen wir mal, es macht sich ein etwas merkwürdiges Gefühl breit, dass sich aus mehreren Gefühlsformen zusammensetzt.

Auf der einen Seite sitzt da dieses Gefühl, einen guter Freund wäre mir einfach so mal eben abhanden gekommen und das Bedürfniss danach, ihm zu schreiben und zu fragen wies ihm geht.

Auf der anderen Seite brüllt mich aber irgendein Teil meines Körpers an, es bleiben zu lassen, weil es nichts bringen würde auch nur ein einziges Worte oder einen einzigen Satz los zu werden, da es unbeantwortet bleiben würde.

Die nächste Faser weiß genau, dass ich frustriert sein werde, wenn ich ihm schreibe und sehe das die Nachricht, auch nach mehreren Tagen, nicht gelesen wurde. Um danach doppelt frustriert zu sein, weil die Nachricht irgendwann doch gelesen wird, aber unbeantwortet bleibt.

Und die letzte Ecke ist dann übrigens noch der Meinung, einfach abzuwarten und das gefälligst so lange, bis er auf die Idee kommt zu reagieren. Ein Haufen von irgendwas, dass sich da wie ein Puzzle zusammensetzt, sich aber überhaupt nicht definieren lässt.

Liebeskummer würde sich irgendwie, glaube ich, anders anfühlen. Außer man kann den auch auf mehrere Formen definieren. Was ich gerade nicht mal bezweifeln würde.

Egal wie man es dreht oder wendet, letztlich läuft es auf immer das selbe raus: Er liest es, Anwortet nicht und ich bin frusriert.

Weswegen ich im Grunde keine einzige Option in erwägung ziehe. Weil es nichts bringt und ich direkt mit der Wand ein Gespräch anfangen könnte, um noch währenddessen gegen selbige zu rennen.

Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, stecke ich das aber doch relativ gut weg. Auch wenn es irgendwie traurig ist. Ich mir, nach einem Jahr, wirklich mehr erhofft hatte. Und manchmal vielleicht auch mit dem Gedanken spiele, dass sich vielleicht doch noch was ändern könnte, gebe ich ihm nur genug Zeit und lasse ihn genügend in Ruhe.

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