Irland 2016, Derry, Tag 6

Gegen frühen Abend sind wir, an Tag 6, in Derry gelandet. Auf der Karte ist Derry eigentlich als Londonderry geführt, die Einwohner sagen aber, fast, alle Derry. Der Hostle Betreiber, bei dem wir dort Unterschlupf gesucht haben, hat uns damals erzählt, dass sie nicht gerne mit den Engländern bzw. mit London gleichgestellt werden möchten, was wohl auf den Blutsonntag und den Zusammenhang mit den Engländer zurückzuführen ist. Daher die Abkürzung Derry.

(London)Derry ist eine recht schöne Stadt, in der sich ein Rundgang auf der alten Stadtmauer (noch aus dem 17. Jahrhundert und 1,5 km lang) lohnt. Die Mauer befindet sich noch im Originalzustand, bis auf drei Tore die später hinzugefügt wurden. Die Stadtmauer gehört zu den besterhaltensten Stadtmauern in Irland und Großbritanien. Überall finden sich typische Keltische Kirchen und Friedhöfe. Die sehr schön anzusehen sind. Und gleichzeitig die Erinnerung an eine längst vergangene Zeit wahren.

Die Stadt hat im übrigen 85.000 Einwohner und ist damit übrigens die zweitgrößte Stadt in Nordirland

Schon gewusst?

Bestimmt sagt dem ein oder anderen der Ausdruck „Bloody Sunday“ bzw „Blutsonntag“ etwas, der in Zusammenhang mit dem Nordirlandkonflikt steht, der ein Bürgerkriegsartiger Konflikt zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen war. Und die Politik über mehrere Jahrzehnte Beherrschte (1969 bis 1998).

Am 30.01.1972, wurde in Derry eine Demonstration für Bürgerrechte und gegen die Internment-Politik der britischen Regierung unter Edward Heath abgehalten. Bei dieser Demonstation wurden insgesamt 13 Menschen, von britischen Soldaten des britischen Parachute Regiment, erschossen und 13 weitere angeschossen.

Die Opfer waren allesamt unbewaffnet. Diese Tatsache führte dann zur Eskalation des Nordirlandkonfliktes. Erst viel Jahre später nahm die britische Regierung Stellung zu dem Ereignis: Am 15. Juni 2010 entschuldigte sich der britische Premierminister David Cameron im Namen der Regierung  für die Taten der britischen Soldaten.

In Londonderry ist an der Stelle, an der die Demonstation Eskalierte, eine Gedenkmauer. Die man sich bis heute ansehen kann. Da sollte man fast einen Abstecher hin machen, wenn man sich für Geschichtliches interessiert. 🙂

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