Irland 2016, Mystische Ruine, Tag 8

Auf unserem Weg zu unserer nächsten Anlaufstelle, Derrybeg, kamen wir unter anderem an diesem verfallen Haus vorbei. Wer hier wohl einst gelebt hat?

Schon gewusst? Wikingersiedlungen in Irland.

In der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts wurden Irland, England und Schottland häufig Opfer von Wikingerraubzügen. Mit der Zeit erbauten die Wikinger, an der irischen Küste, mit der Zeit einige Stützpunkte, an denen sie die Wintermonate verbrachten.

Darauf folgen skandinavische Siedlungen, die ersten dieser Siedlungen waren übrigens Waterford,Waxford und Dublin. Ausgrabungen bei Kilmainham belegen im Übrigen die skandinavische Anwesenheit in dieser Zeit.

Laut diversen schriftlichen Aufzeichnungen aus dieser Epoche, führten die Wikinger von der Küste aus Raubzüge ins Landesinnere durch und zogen sich, dann wieder an die Küste in ihre Siedlungen zurück.

Thorgest war übrigens der erste Normanne, der versucht hatte in Irland ein eigenes Königreich aufzubauen.Auf seiner Eroberungsreise wurde Thorgest jedoch um 845 gefangen genommen und im Lough Owen ertränkt.

Um 851 kam es in der Schlacht bei Dundalk Bay zu einer Auseinandersetzung zwischen den „Fingall“ (norwegisch) und „Dubhgall“ (dänisch) Wikingern.

852 kamen die Normannen Ivar Ragnarsson und Olaf der Weiße nach Dublin. Dort bauten sie, die seit 841 bestehende Siedlung, zu einer Festung um, die sich auf dem Gebiet der heutigen Stadt befindet. Nachdem Olaf der Weiße der Sohn eines norgwegischen Königs war, krönte er sich selbst im übrigen zum König von Dublin. Was insgesamt  als die Gründung von Dublin gilt.

914 kam es zu einer neuen Angriffswelle durch die  Normannen (auch Nordmannen genannt). Diesmal aber von der Südküste aus. Dort wurde dann Waterford, als neue Siedlung gegründet.

Von Waterford aus wurden dann, in ganz Südirland, Raubzüge durchgeführt. Auch von Dublin aus wurden in dieser Zeite erneut Raubzüge angezettelt. Die Nachfahren von Ivar Beinlaus, von denen die Raubzüge aus Dublin ausgingen, eroberten übrigens den Großteil der grünen Insel. Die Herrschaft der Ivar Beinlaus Nachfahren konnte erst 1014, durch den Zusammenschluss von Maelsechlain dem 2 und Brian Boru, beendet werden.

Im späten 10. Jahrhundert erreichte Brian Boru, genug Einfluss, dass er den Titel ard righ (Hochkönig) erhielt. Boru und seine Alliierte besiegten eine gemeinsame Armee aus Wikingern und Einheimischen in der Schlacht von Clontarf  1014.

Buron überlebte diese Schlacht zwar nicht, die Vorherrschaft der Normanen in Irland war damit jedoch vorerst beendet. Nach und nach verlief es sich in die ansässige Bevölkerung.

Bei der errichtung eines gesamtirischen Staates scheitern die Nachfahren von Buron allerdings. Worauf später eine Territorialisstreitigkeit entstand die indirekt zur Invasoin der Normannen unter Strongbow 1169 führte.

 

 

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