Von einem Selbstversuch, Selbstfindung und einem Rode Trip durch Italien.

Die Tage werden kälter. Die Tage werden kürzer. Der Herbst hat den Sommer nun wohl endgültig abgelöst. Es kommt die Zeit von ungemütlichem Wetter, Kerzen und Tee. So wie jedes Jahr.

Eine persönliche Niederlage, die mich schier explodieren lies und zwei Wochen Selbstfindung, in der ich außer Nachzudenken irgendwie nichts gemacht habe, später, fasste ich einen Entschluss.

So wie es jetzt gerade läuft, kann es nicht weiter gehen. So möchte ich nicht weiter machen. Und wir setzten dem Trübsinn und in Selbstmitleidersaufe ein Ende. Zusammengefasst bin ich gerade sehr unzufrieden mit mir und meinem Leben.

Was mir aber erst bewusst wurde, nachdem ich einen Korb von einem Typ bekam, bei dem ich dachte er sei anders. Bei dem ich dachte es könnte was werden. Bei dem ich dacht er sei ehrlich. Und dann kam der Schlag mitten ins Gesicht.

Wahrhaben will ich es immer noch nicht.

Genau aus solchen Schicksalsschlägen oder persönlichen Niederlagen spinnt sich mein Hirn meistens die tollsten Ideen. Aus dem Gefühl heraus, alles sei blöd. Aus dem Gefühl heraus ich müsste einfach mal weg. Weg aus dem tristen und total trübsinnigen Alltag. Mal was neues machen. Hauptsache raus. Hauptsache weg.

Warum dann also den Rode Trip durch Italien nicht direkt auf nächsten Sommer vorverlegen? Was steht mir denn im Weg? Rein gar nichts. Also bring deinen Hintern hoch und schau das du raus kommst!

Natürlich male ich mir dann die tollsten Sachen aus. Ich sitze mit Sonnenbrille in meinem Auto, lebe aus dem Kofferraum. Wohne alle paar Tage an einem anderen Ort. Schlürfe Aperol Spritz an einer Strandbar und schaue dem Sonnenuntergang zu. Lerne neue Leute und Orte kennen. Esse jeden Tag tolles Essen und schwimme im Meer. Super!

Aber Moment mal? Irgendwas habe ich dabei wohl vergessen. Ach ja, die Reiseplanung. Stimmt ja. Und das Geld ist mir gerade auch ein bisschen durch die Lappen gegangen.

Bevor ich also anfange fröhlich zu planen muss ein Finanzcheck her. Leide ich Grundsätzlich an „ich hab kein Geld“ oder  an „ich bin aber pleite“ und das meistens eine Woche vor Monatsende.

Irgendwas stimmt da nicht, denn so schlecht verdiene ich eigentlich gar nicht. Warum bleibt da aber einfach nichts übrig? Das kann nicht sein.

Bei meinem Finanzcheck ist mir dann folgendes aufgefallen: Ich gebe viel zu viel Geld für Sachen aus, die kein Mensch braucht. Die völlig Sinnfrei sind. Und würde ich genau das bleiben lassen, hätte ich auch Geld.

Rigoros habe ich also angefangen Dinge zu streichen und zu kündigen, die ich nicht brauche. Natürlich habe auch ich die Tendenz gezeigt, zu sagen, ich brauche das alles. Aber das stimmt nicht. Ein kleines Beispiel:

Ich hab eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio, die mich Monatlich 25 € kostet, eigentlich nicht übertrieben teuer. Mein erster Gedanke dazu war „Ich will das aber nicht Kündigen. Wo gehe ich denn sonst zum Sport machen hin? Und außerdem, die haben eine Sauna.“

Genauer drüber nachgedacht stellte ich aber fest, dass ich seit Anfang Mai nicht ein einziges mal dort war. Nicht einmal in der Sauna. Und wenn ich die letzten Monate schon nicht dort war, warum sollte sich da im Herbst plötzlich was dran ändern? Die paar mal die ich wirklich in die Sauna gehe, kann ich auch ins Hiesige Schwimmbad gehen.

Und Genau, es wird sich rein gar nichts ändern. Ich werde fröhlich weiter Zahlen und fröhlich NICHT dort hin gehen, weil ich den größten Teil meiner sportlichen Aktivitäten nach draußen verlagert habe. Und nur wegen der Sauna die Mitgliedschaft halten? Naja ich weiß auch nicht.

Nach einem ähnlichen Schema ging das dann durch meine gesamte Auflistung an Ausgaben. Und hinsichtlich meines ultimativen Plans, möchte ich jetzt einfach mal die nächsten Monate testen was passiert.

Welche Ausgaben mussten also dran glauben?

Handyvertrag:

Viele Optionen die ich nicht brauche, eine Vertragsänderung ist sowieso fällig und laut Angebot im Internet kann ich so die Kosten für meinen Handyvertrag um die Hälfte reduzieren.

Handyversicherung:

In den letzten drei Jahren habe ich keinen einzigen Schadensfall gehabt. Da meist nach zwei Jahren ein neues Handy kam. Kann also weg.

Auswärts essen:

Mcdonalds zum Mitnehmen bitte, hat eigentlich nicht viel mit Sozialkontakt zu tun. sondern lediglich etwas mit „Ich hab keinen Bock zu kochen!“

Also Essensplan für die Gesamte Woche erstellen. Welche Mahlzeiten esse ich tatsächlich zu hause? Wie oft bin ich in der Arbeit und welche Mahlzeiten esse ich dort, die ich schon nicht mehr kaufen muss? Auswärts essen gehen auf 2 x im Monat, mit den Stallmädels, reduziert, weil das hat was mit sozialem Umfeld zu tun!

Und zum Einkaufen fahre ich auch nur noch einmal die Woche. Also vorher überlegen, was man essen will.

Fitnessstudio:

Nach dem ich seit 6 Monaten nicht mehr dort war, kann man das jetzt getrost kündigen.

Fröhliches Online Shoppen:

Derzeit nicht gestattet. Denn der Schrank ist voll genug. Da muss nix neues mehr rein.

Rauchen:

Wohl der Punkt der mich am meisten Geld Kostet. Bekanntlich sowieso gesundheitsschädlich. Also starten wir den Entzug. Weil das frisst mir mein Geld für den Urlaub auf!

Rein Theoretisch müsste jetzt ja eigentlich was über bleiben. Also starten wir den Selbstversuch!!!

 

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3 Gedanken zu “Von einem Selbstversuch, Selbstfindung und einem Rode Trip durch Italien.

  1. Pingback: Roadtrip durch Italien – Der #Papatochtertrip – 100% Barbara

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