Du bist was du trägst? Markenkleidung vs. NoName Kleidung

Neulich hat Lothar auf seinem Blog zu der Blogparade „Legen junge Menschen mehr wert auf Markenkleidung“ aufgerufen. Da mich diese Blogparade angesprochen hat, dachte ich, ich muss da doch glatt mal mitmachen.

Du bist was du trägst?

Habt ihr euch schon mal einfach ins Einkaufscentrum oder in die Fußgängerzone gesetzt und die Menschen beobachtet? Ich schon. Es ist faszinierend, was da alles an einem vorbei läuft und wie schnell man sich selbst ein Bild von den Menschen, anhand ihrer Kleidung, macht ohne sie tatsächlich zu kennen oder um ihre Umstände zu wissen. Das geht binnen Sekunden.

Da gibt es die einen, die normal und durchschnittlich herum laufen. Bei denen ich mir für gewöhnlich nicht sonderlich viel Denke. Denn die laufen genau so rum wie ich. Zwar ordentlich angezogen. Aber nicht völlig Über- oder Untertrieben.

Dann folgt aber recht schnell die Kluft. Da gibt es dann die einen bei denen ich denke „Mein Gott mit was für vergammelten Klamotten rennt der denn rum? Kann der sich nichts anständiges zu anziehen leisten? So würde ich mich ja niiiiiie auf die Straße trauen! So sitze ich ja nicht mal daheim auf dem Sofa rum.“

Dann gibt es aber noch das andere Extrem zu „In welchem Nobelschuppen war der jetzt bitte einkaufen? Zu viel Geld über oder was? Der bildet sich auch zu viel auf sich selbst ein. Wenn er zu viel Geld hat, kann er gerne mir was geben und ich kauf mir davon ein Pferd oder fahr in den Urlaub. Bestimmt voll der eingebildete neureiche Schnösel.“

Markenkleidung vs. NoName

Wie ich zum Thema Markenkleidung stehe? Nun ja, etwas zweigespalten. Zum einen sagt man der Markenkleidung oft nach, sie hätte einen höheren Qualitätsstandart und sei deswegen so teuer. Qualität hat also ihren Preis.

Allerdings werde ich oft das Gefühl nicht los, dass man beim Preis nicht nur die Qualität sondern auch den aufgedruckten Namen oder das Logo mit bezahlt. Genau hier frage ich mich dann, wenn das tatsächlich so ist, was das eigentlich letztlich werden soll? Schließlich werde ich beim Arbeiten auch nicht danach bezahlt wie ich heiße, sondern danach welche und wie viel Leistung ich erbringe.

Betrachtet man aber meinen Kleiderschrank mal genauer und setzt sich damit auseinander, welche Namen da auf den Zetteln stehen, wird man bei den Hosen schnell Markenfündig. Denn besteht mein Kompletter Hosenbestand ausschließlich aus Hosen von S. Oliver.

Aber das hat einen recht triftigen Grund, weshalb mir keine anderen Hosen mehr ins Haus kommen. Leider bin ich auf Kurzgrößen angewiesen, da ich leider nicht mit langen Modelbeinen gesegnet wurde, sondern mit zwei kurzen Stummelchen.

Über die Jahre stelle ich dann folgendes Fest: Mich stört es, dass sämtliche NoName Hosen eine Einheitslänge haben, die für mich zu lang ist. Ich kann die Hose also gleichzeitig noch als Socken mitbenutzten. Hosen in Stiefel anziehen ohne das es weh tut oder völlig blöd aussieht, vergiss es.

Dazu kam häufig, dass mir sämtliche 20 € Hosen, nach beinahe genau 1 Jahr aus dem Leim gingen und ich mich komplett neu ausstatten musste. Herzlichen Dank auch. Irgendwann ist mir der Geduldsfaden gerissen und ich stand bei S. Oliver im Laden und ließ mich beraten.

Und plötzlich stehst du da in einer Hose, die du nicht mehr als Socken mitbenutzten musst. Die auch für deine Kurzen Stummelfüße passen und es nicht nach einem totalen Fehlgriff aussieht. Mal davon abgesehen, die meisten Hosen sind mittlerweile seit über 3 Jahren in meinem besitzt.

Hochgerechnet hätte ich für drei Noname Hosen genau so viel bezahlt wie für diese eine Markenhose. Nur mit dem Unterschied, ich musste statt drei mal nur einmal zum einkaufen.

Der restliche Kleiderschrank?

Meine Markenvorliebe beschränkt sich tatsächlich ausschließlich auf meinen Hosenbestand. Und das aus Längentechnischen Gründen. Bei allem anderen ist es mir, höflich ausgedrückt, recht herzlich egal.

Teilweise bin ich aber auch zu geizig haufenweise Geld für Kleidung auszugeben, nur damit da irgendein Name drin steht. Mir tuns die NoName Sachen auch. Solange es mir gefällt. Solange es ordentlich aussieht. Solange ich mir nicht vorkomme als hätte ich in einem Müllcontainer gewühlt.

Fazit

Zusammengefasst lege ich sehr wohl einen gewissen Wert darauf, schick und vor allem ordentlich gekleidet zu sein. Ich gebe auch zu, sehr viel Wert darauf zu legen, dass meine Hosen ausschließlich von S. Oliver sind, was aber der Kurzgröße und der Passform geschuldet ist.

Bei allen anderen Kleidungsstücken ist es mir egal von wem oder was es ist. Hauptsache es passt und gefällt mir. Ich muss mich nicht über meine Kleidung mit anderen messen. Dafür ist mir mein Geld dann doch zu schade. Und fahre ich dann doch lieber von dem Geld in den Urlaub.

Allerdings muss ich durchaus auch zugeben, dass ich Menschen über ihre Kleidung definiere, im Sinne von: Was trägt die Person. Kleidet er sich ordentlich, läuft er mit Markenklamotten herum etc. Und ganz schnell habe ich, wie oben schon geschrieben, mir eine Meinung anhand der Kleidung gebildet.

Entweder ist die Person okay

Ein Überheblicher Schnösel mit zu viel Geld oder eine eingebildete Tussy.

Zu guterletzt gefolgt von: Mein Gott, wie kann man nur so rumlaufen so würde ich mich nie raus trauen.

 

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s