Alle Jahre wieder

Mittlerweile sind die Temperaturen drastisch gefallen und ich verlasse ungerne meine Wohnung. In der Wohnung ist es einfach so viel gemütlicher und vorallem warm. Für Dezember sind die Außentemperaturen allerdings doch noch ziemlich warm, kommt es mir eher vor als hätten wir anfang November.

Bis Weihnachten ist es  nicht mehr lange hin. Dem ganzen Weihnachstzeug habe ich nichts mehr entgegen zu setzten, komme aber auch nicht wirklich in Weihnachtsstimmung,  der Schnee fehlt.

Weihnachten verbinde ich, immer noch, mit weiß. Stattdessen ist aber draußen grün angesagt. Juhu grüne Weihnachten, Adiö Weihnachtsstimmung. Daran ändern auch die Zahlreichen Weihnachtslieder im Radio nichts.

Einen Weihnachtsbaum habe ich mir auch noch nicht besorgt. Obwohl ich mir für dieses Jahr fest vorgenommen habe, mir endlich einen zuzulegen. Auf 40 qm Wohnfläche aber gar nicht so einfach. Einen Ausladenden Weihnachtsbaum, so wie ich ihn aus meiner Kindheit kenne, wird es in meiner Wohnung nicht geben. Dafür habe ich einfach keinen Platz.

Schade eigentlich. Aber nicht nur der Platz hält mich davon ab, mir einen Weihnachtsbaum zu kaufen. Mag ja alles schön und recht sein von wegen Brauchtum und so. Innerlich weigert sich in mir aber, einen Baum fällen zu lassen, zu schmücken und dann, nach etwa 4 bis 6 Wochen, raus schmeiße.

Eigentlich völlig sinnlos, für ein paar Wochen Deko. Und mir wiederstrebt es zunehmend so mit einem Baum umzugehen. Der letztlich auch nur deshalb gezüchtet wurde, damit ihn sich der Mensch, sterbenderweise, ins Zimmer stellen kann. Mahlzeit.

Bei Rewe  neulich meinen perfekten Weihnachtsbaum gefunden, weil ich nicht viel von einem Plastikbaum halte aber mir auch keinen Sterbenden ins Zimmer stellen möchte. Bei Rewe gibt es kleine Weihnachtsbäume im Topf.

Größentechnisch passt der wunderbar in meine Wohnung und abhacken muss ich ihn auch nicht, nur manchmal gießen. Nach Weihnachten darf er dann vor die Wohnung ziehen und nächste Jahr kann ich ihn dann gleich wieder benutzen. Und wenn er dann mal eine gewisse Größe erreicht hat, setzt ich ihn irgendwo aus, wo ihn keiner absägt.

Was mich jetzt letztlich davon abgehalten hat, ihn mir zu kaufen? Dazu fallen mir zwei Sachen ein. Zum einen sind da die zwei Stubentiger, auch liebevoll Stubenhocker genannt, die Pflanzen in jeglicher Form, ziemlich prima finden und sich an diesen vergreifen und zerlegen.

Außerdem ist es ja nicht damit getan, sich einfach eine Nordmanntanne ins Zimmer zu stellen. Nein, da muss Schmuck dran! Ohne Schmuck, kein Weihnachtsbaum. Das Problem, ich besitze nicht eine einzige Christbaumkugel. Die hat sich der Ex unter den Nagel gerissen, wie so vieles andere auch.

Sich Schuck zu kaufen, wäre an und für sich nicht das Problem. Aber was mach ich damit, wenn Weihnachten vorbei ist? Ich sage nur: 40 qm Wohnfläche und kein Stauraum, geschweigedenn ein Kellerabteil. Und wenn ich mir dann Schmuck kaufe, ist das wieder ein Trümmer mehr, der irgendwo in meiner Wohnung, völlig Planlos, über das ganze Jahr hinweg hin und her geschoben wird.

Darüber hinaus würde ich den Christbaumschmuck wohl übers Internet bestellen, weil wieder die Zeit ist, in der die Menschen in Horden die Einkaufszentren stürmen um ihrer Kaufsucht und ihrem Konsumverhalten nachzukommen. Weihnachten kommt jedes Jahr auch immer so überraschend und spontan.

 

 

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