Finanzcheck: Ich spar jetzt!

Anfang November saß ich einfach da und grübelte darüber, warum ich in den meisten Fällen, am ende jeden Monats, mit  Plus/Minus Null raus gehe. Tendenziell sogar dazu neigend, den Dispo meines Kontos beinahe auf ultimo auszureizen.

Warum schaffe ich es nicht, dass Geld übrig bleibt? Eigentlich sind meine Ausgaben gar nicht so dramatisch hoch. Was zum Henker mache ich falsch, dass sich kein Puffer ansammelt, der sich rein Theoretisch ansammeln sollte?

Eigentlich müssten mir, anhand der monatlichen Fixausgaben, darunter Miete, Versicherung, Telefon, Autorate, Sprit, Lebensmittel und Unterhaltskosten für Pferd und Esel, ein paar hundert Kröten im Monat übrig bleiben, selbst wenn ich zwischendurch Freizeitbespaßung in Form von Shopping, Kino oder Sauna einbauen würde. Rein Theoretisch müsste ich inzwischen also einen ordentlichen Puffer vorweisen können.

Praktisch gesehen, ist es aber ganz anders. Was für ein Puffer? Puffer hab ich nicht. Auf meinem Sparbuch herrscht gähnende Leere. Auch der heimische Sparstrum unter der Matratze wirkt eher verweist.

Daraufhin habe ich mich dann hingesetzt und alles, wirklich alles, was ich an Ausgaben vorweisen kann, zusammengefasst. Beim überfliegen der Aufstellung wurde mir dann ganz schnell bewusst, wo mein Geld eigentlich hingeht.

Da fällt dir dann das ganze Kleinvieh auf. Zig Finanzierungen, die sich zwar in einem niedrigen Kredietrahmen ohne Zinsen bewegen, aber auf lange Sicht und zusammengefasst eine stolze Summe verschlingen.

Insgesamt um die 200 €, die Monatlich alleine für diese Finanzierungen in Form von Handyrate, Waschmaschine, Camera, Fitness, einem Überteuerten Handyvertrag, ständigen Frisörbesuchen und einem ungenutzen Datenvolumen einfach mal rausgeschleudert werden.

Das ist dann aber noch nicht alles. Der größte Posten ist dann nämlich die Sucht. Die etwa 260 bis 300 Euro in einem Monat verschlingt. Ich war Schockiert. Dass etwa 500 bis 600 Euro im Monat für so viele Kleinigkeiten einfach davon fliegen. Irre. Kein Wunder also, dass letztlich nicht wirklich was übrig bleiben möchte.

Daraufhin habe ich mir einen Sparplan angelegt. In dem genau Aufgeführt ist, welche Ausgaben ich habe und ab wann diese nicht mehr notwendig sind, weil Verträge gekündigt wurden oder die Finanzierung beendet und das Gerät abbezahlt ist.

Die gesamte Auflistung habe ich  mir dann ausgedruckt. Jeden Monat wird das, was ich nicht mehr ausgeben werde durchgestrichen und in mein Sparschwein gestopft. Die Auflistungen beginnen 2020 und sind bis 2022 aufgeführt. Was dem Zeitraum bis zu meinem Geplanten Rouadtripp durch Italien umfasst.

Ich habe mir damals auch ausgerechnet, dank Excel, was an Ersparnissen in dieser Zeit rumkommen müsste. Die genaue Zahl weiß ich nicht mehr. Aber es sammelt sich ein Ordentlicher Puffer an. Der letztlich sehr gut für 3 Wochen Italien und ein Pferd reichen sollte. Je nach dem könnte sogar noch ein kleiner Restpuffer übrig bleiben.

Und das wäre mal so richtig super. Ich glaube, wenn ich kein Konkretes Ziel hätte, dann täte ich mir damit wirklich schwer. Zumal ich gerne dazu neige, einfach drauf los zu kaufen. Ganz nach dem Motto, och n bisschen Geld ist ja noch übrig. Oder so teuer ist das nicht. Das geht schon. Und so weiter und sofort.

Jetzt bin ich mal gespannt. Möchte ich ein Jahr lang die Spardosen füllen und erst dann damit auf die Bank gehen. Könnte zwar peinlich werden, aber ich möchte mich überraschen lassen.

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