Reisen ohne wirklich zu verreisen

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, Facebook einfach mal brach liegen zu lassen. Wie neulich schon erwähnt, geht mir nicht die Informationsbereitstellung zur aktuellen Situation auf die Nerven, sondern eher wie  damit umgegangen wird.

Aus einem mir nicht ganz zu erschließenden Grund, vermutlich war es die Gewonheit, scrollte ich den Nachrichtenfeed durch und stolperte etwas ungeschickt über einen Beitrag von Olli von Far From Home.

Und ich finde die Idee cool. Verreisen ohne wirklich zu verreisen lautet das Motto. Erinnerungen, Bilder etc. um Virtuell auf Reisen zu gehen. Und da mache ich doch gerne eine Runde mit.

Erinnerungen

Eigentlich habe ich für September 2020 eine Woche Gardasee gebucht. Natürlich wieder Bardolino. Wie jedes Jahr freue ich mich schon Monate vorher darauf, nach Bardolino zu fahren und meine Seele einfach baumeln zu lassen. Eis zu essen, spazieren zu gehen, Fotos zu machen.

Der Markt am Donnerstag darf nicht fehlen und das Frühstück davor, direkt am See, darf natürlich nicht ausfallen. Aber auch gegen einen Kaffee oder einen Eisbecher mit Kiloweise Sahne drauf habe ich nichts einzuwenden.

Bardolino ist für mich inzwischen ein Stück Heimat, dass ich nicht mehr missen möchte. Und gerade wenn ich ein gewisses Stresslevel erreicht habe, hilft mir der See dabei, wieder zu erden.

Den Kopf auszuschalten und eben selbigen wieder frei zu bekommen. Die beste Medizin gegen akute Überlastung: Setzt mich an den See und lass mich einfach ein weilchen dort sitzen. Dann geht das alles ganz von alleine wieder weg.

Die aktuelle lage lässt mich aber gerade schwer dran zweifeln, ob der See und ich dieses Jahr zusammen kommen. Und irgendwie macht mich das traurig. Aber wer weiß schon, wie sich die Lage entwickeln wird. Wer weiß schon was in 6 Monaten ist.

Wer weiß was bis dahin passiert. Vielleicht falle ich  auch aus dem Bett und breche mir dabei den Knöchel. Wer weiß das schon.

Platz am See

Aber anstatt zu jammern und mir Gedanken über etwas zu machen, auf das ich keinen Einfluss habe, erinnere ich mich lieber an den letzten, so wundervollen Urlaub 2019.

Ich erinnere mich an meinen Platz am See, am Badestrand von Lazise. Um die 30 Grad, ein Kiesstrand und nirgendwo auch nur der Ansatz von Schatten, die einzige Abkühlung der See, zumindest noch. Als kleine Überraschung tauchte diese nette Schwanenfamilie auf. Vermutlich um eine kleine Rast einzulegen. Ich musste schmunzeln. Wie nett!

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Ich erinnere mich lieber an den Sonnenuntergang, dem ich zusah. An der Promenade sitzend, die Füße baumeln in richtung See. Die Wellen brechen an den Steinen weiter unten und hin und wieder stieben ein paar Wassertropfen an meine Füße, die sich an der Abkühlung erfreuen. In der Hand ein Kinderbueno Eis, dass ich bis heute feiere. Wie kommt man nur auf die geile Idee ein Kinderbueno Eis zu zaubern.

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Lazise

Ich erinnere auch gerne an den Spaziergang nach und durch Lazise. Auf dem mir übrigens, dass erste mal in  27 Jahren Gardasee, eine kleine Schildkröte im Schilf am Wegesrand begenet ist.

Ich habe sie Gerti getauft. Gerti meine neue Freundin. Sie saß da einfach im Schilf, ignorierte die Spaziergänger die alle plötzlich „gugg mal da“ riefen, stellte ihre Füße auf ein Steinchen und reckte ihr Köpfchen in richtung Sonne und freute sich ihres Lebens.

Wir sollten uns auch öfter mal einfach so freuen. Einfach weil es uns Spaß macht und wir es können. Sei wie Gerti! Freu dich einfach, weil es dir Spaß macht!

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Am Hafen in Bardolino

Ich erinnere mich lieber an den Hafen. An die Gemeinde und die Schiffchen die im Hafen liegen. An der Promenade die falnierenden Menschen, die sich freuen und ihren Urlaub genießen.

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Zum Tagesausklang…

…erinnere ich mich lieber an den Sonnenuntergang. Der alles in ein sanftes und warmes Licht taucht.

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und an das kleine Weinfest, dass ganz Bardolino in Pink erstrahlen ließ, auch wenn Pink nicht immer meine Lieblingsfarbe war.

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Einfach mal nichts tun

Wie schön ist es einfach mal nichts zu tun? Mit einem guten Buch und einem Haufen leckerer Sachen einfach da zu sitzen. Sich die Gegend anzusehen. Auf den See zu schauen und die Seele baumeln lassen.

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Und wenn der Hunger kommt

Wird wie so oft, die Lieblingspizza mit Blick auf den See bestellt. Pizza Diavola. Das Scharfe Öl darf hier nicht fehlen!

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Verdauungsspaziergang in den Gassen

Nach dem Essen wird noch ein bisschen durch die Gassen flaniert. Eigentlich heißt es ja immer, man soll nicht auf den Boden schauen damit man sieht wo man hin läuft. In einer der vielen Gassen lohnt es sich aber auch mal einen Blick auf die Pflastersteine zu werfen.

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In den Gassen

Wenn man die vielen Bildchen auf den Pflastersteinen fertig betrachtet hat, ist ein schweifender Blick  nicht verkehrt. Wird dieser noch weitere tolle Dinge streifen. Vielleicht auch für einen Moment haften bleiben.

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In diesem Sinne, lieber Gardasee, bis bald! Wir werden uns bestimmt wieder sehen. Wann das sein wird, wissen momentan nur die Götter und die Sterne.

Gehabt euch gut und Händewaschen nicht vergessen. Viel Seife benutzen und zwei mal Happy Birthday singen, dann ist es richtig.

 

 

 

4 Gedanken zu “Reisen ohne wirklich zu verreisen

  1. Hallo,
    das ist das Beste, was wir im Moment machen können, uns an schöne Reisen erinnern. Was haben wir nicht schon alles erlebt und gesehen! Es werden wieder bessere Zeiten kommen, ganz bestimmt! Tolle Idee für eine Blogparade. Ich werde auch mal schauen, was mir dazu einfällt.

    Lieb Grüße
    Renate

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Renate!

      Da gebe ich dir recht. In der jetztigen Zeit bleibt einem nichts anderes übrig. Aber es wird irgendwann auch überstanden sein. Irgendwann sind wir auch durch diese Kriese durch. 🙂
      Und wenn sie überstanden ist, kann es wieder an einen schönen Ort gehen.

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