Essen, Schlafen, Arbeiten

Mittlerweile ist halb 10 abends, endlich habe ich es auf mein Sofa geschafft. Nebenbei läuft King of Queens. Wäsche hängt, eine neue Maschine voll mit Wäsche  läuft und die Spüli ist leer, was wieder Platz für die nächsten Tassen bedeutet.

Wenn ich ehrlich bin, weiß ich eigentlich nicht so wirklich was ich berichten sollte. Seit Corona und seit der Ausgangsbeschrenkung besteht der großteil meiner Tage darin, morgens um 8 aufzustehen, meinen Kaffee zu kochen und mich für die Arbeit fertig zu machen.

Auf der Fahrt zur Arbeit, befinde ich mich auf gespenstisch leeren Straßen, rege mich aber trotzdem über die völlig bescheuerte Ampelschaltung auf. Habe ich entweder eine Grünwelle oder, so wie heute, permanent rot.

Meine Arbeitstage fühlen sich inzwischen alle gleich an. Bewohner aus dem Bett holen, Frühstück machen, mit den Bewohnern Haushalt erledigen. Bewohner A durch die WG „jagen“, damit er beschäftigt ist und seine momentan noch gute Laune nicht ins negative kippt und ihn zudem davon abzuhalten, den ganzen Tag non Stop TV zu schauen.

Mit Bewohner B den ein oder anderen Plausch halten, rumblödeln und meine Basis Chillen. Zu guter letzt, Bewohner C aus dem Bett werfen, essen eingeben, Flüssigkeit anhängen, Medis verabreichen.

Nebenbei Telefoniestin spielen, mit mit Eltern und Großeltern unterhalten, dass Telefon an die Enkel/Kinder weiterreichen. Rauchen gehen. Die Telefongesellschaften werden sich freuen.

Irgendwann geht doch die Glotze an, weil mir die Bespaßungsideen ausgehen. Das Higlight des heutigen Arbeitstages: Gemüse und Obst einkaufen, dass war nämlich ziemlich alle. Und langsam kommen Äpfel und Birnen sogar den Bewohnern aus den Ohren raus. Bewohner A völlig enttäuscht, weil mit Bewohnern zusammen einkaufen gerade nicht ist. Fällt aus wegen Corona.

Bei der Gelegenheit noch schnell Obst und Gemüse für mich eingekauft. War sowieso überfällig. Aber wenn ich ehrlich bin, wann hätte ich es denn sonst kaufen sollen? Die Verkäufer wären sicherlich nicht erfreut darüber gewesen, wenn ich fünf Minuten vor Ladenschluss noch in den Laden gerannt wäre. Wegen Obst.

Irgendwann, Feierabend. Nach Hause, auf dem Heimweg an der Tanke halt gemacht, Tank voll machen. Benzin derzeit bei 1,22. Gefällt mir, so günstig habe ich schon lange nicht mehr getankt. Zur Türe rein, Mizis begrüßen, Katzenfutter auffüllen, Einkäufe verräumen, Wäsche aufhängen, Spüli ausräumen.

Schnell unter die Dusche, habe schon den ganzen Tag das Gefühl, zu müffeln. Habe heute morgen, in meinem noch halb Schlaftrunkenen Zustand, das Deo vergessen. Lecker! Jogginghosen sind schon was tolles, nur so nebenbei.

Auf dem Sofa Insta, Whatsapp und Facebook konsultieren. Gibt nix neuse. Bin nicht wichtig. Alles klar. Selbst das aktuelle „Date“ meldet sich nicht von selbst, danke fürs Gespräch, habe gerade aber auch nicht sonderlich viel Elan auf Konversation.

Was aber eher damit zu tun hat, dass ich den ganzen Tag unter Menschen hocke und es mir nach einer 10 Stundenschicht an Konversation aber auch Menschlichem Kontakt reicht.

Eigentlich kann ich gerade keine Menschen mehr sehen, sobald ich ausgestempelt habe. Was nicht persönlich auf das Date bezogen ist. Ihn mag ich ja. Aber Konverstation ist mir gerade echt zu viel. Was natürlich nichts daran ändert, dass ich mich neulich über eine kurze Konversation mit ihm sehr gefreut habe. Dann war aber auch erst mal wieder gut.

Mal davon abgesehen, spätestens gegen 22 Uhr klatscht mir die Müdigkeit dermasen ins Gesicht, dass ich ohne ein Wort in mein Bett verschwinde. Momentan einfach eine komische Situation. Und ich nehme das Stillschweigen momentan nicht besonders persönlich.

Stelle mit erschrecken gerade fest, dass der Großteil der letzten Tage tatsächlich aus nichts anderem mehr bestand, als Arbeiten. Zwischendurch hatte ich durchaus frei. Habe mich bei den Pferden aufgehalten und mich derer Bewegung und der Sonne gewidmet. Viel Remidemmi geht zum einen wegen der Beschränkung sowieso nicht.

Auf der anderen Seite, habe ich auch einfach schlichtweg gerade keinen Bock übertrieben halligalli zu betreiben. Fertig. Wobei, ein bisschen in den Thermen dümpeln gerade schon cool wäre. Geht aber nicht. Also bleibt mir nur die Badewanne,  ich vergaß, ich hab ja selber gar keine Wanne. Möööööp!

Morgen habe ich Tagsüber frei, Abends Nachtdienst. Jeeea. Wird aber „entsptannt“ wenn man das so sagen darf. Vermutlich bin ich aber, wie die letzten freien Tage auch, bereits um 8 Uhr wach. Naja, wird sich zeigen.

Memo an mich selbst:

  • Katzenstreu und Rasierer bei DM besorgen, vielleicht noch eine Packung Zewa
  • Sahne und Eier besorgen, die habe ich heute vergessen
  • Restliche Wohnung aufräumen
  • Staubsaugen und Wischen
  • Dem Date vielleicht schreiben evt. aber auch aufs WE oder auf nächste Woche verschieben, vielleicht sind wir beide dann gesprächiger
  • Pony besuchen und eine kleine Runde bewegen

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