Nachtrag 1.4.20

Morgens wurde ich, wie so oft die letzte Zeit, vor meinem Wecker wach. Was allerdings den Malern im Treppenhaus geschuldet war, die mich morgens aus dem Bereitschaftsschlaf rissen. Die Maschinengeräusche waren lautstark im Bereitschaftszimmer zu hören.

Gefühlt völlig übermüdet, quälte ich mich letztlich aus dem Bett. Wechselte Jogginghose gegen Jeans. Brühte in der WG Küche Kaffee auf. Weil unser Vollautomat gerade in der Reparatur ist, müssen wir gerade Vorlieb mit „Quetschkaffee“ nehmen.

Also Kaffee aus diesen schwedischen Kaffeekannen. Wo das Pulver direkt in die  Kanne gekippt wird, heißes Wasser drüber kommt und dann mit einem Sieb an einem stab runtergedrückt werden muss. Ich habs noch nicht so mit der Dosierung. Entweder wird er zu stark oder, so wie heute, eine lacke Brühe.

Mit Morgenkaffee und Zigarette am Haupteingang kurz sammeln und versuchen wach zu werden. Selbst nach 7 Stunden schlaf, was in einer Bereitschaft eigentlich echt gut ist, fühle ich mich wie vom Zug überfahren.

Weiter geht’s. Medis für Bewohner x auflösen, Container für die Magensonde mit der Morgenration Flüssigkeit befüllen. Bewohner x umlagern, Inkontinentzversorgung betreiben, Button desinfizieren, Medis verabreichen, Wasser anhängen. Völlig in Gedanken verloren, gehe ich dieser Morgentlichen Routine nach, was zur folge hatte, dass ich im Flur, versehentlich mit der Putzfrau zusammenlief. Ich habe sie schlicht nicht registriert.

Bewohner z ist auch schon zeitig wach, damit die Putzfrau bei ihm durchwischen kann. Der Versuch ihn in den April zu schicken scheiterte kläglich. Auch der Versuch unseren Azubi, der mich kurz später ablöste, in den April zu schicken ging in die Hose. Nun ja, ich hätte es mir, mit diesem breiten Grinsen, auch nicht abgekauft.

Kurzer Abstecher nach Hause. Einen anständigen Kaffee trinken und Klamotten wechseln, bevor es noch kurz zum einkaufen geht. Habe gestern schon wieder die Hälfte von dem vergessen, was ich eigentlich für diverse Essen brauche. Jetzt kann ich mich nur nicht entscheiden was ich heute abend zu erst koche.

Beim wegfahren von der Wohnung, beim Nachbarn zwei LKW von einem Landschaftsgärtner stehen sehen. Aha. Das ist aber eigentlich nicht sinn und zweck der Ausgangsbeschränkung, sich einen Landschaftsgärtner kommen zu lassen, weil man nichts besseres zu tun hat und dann zu drölft einen Zaun aufbauen.

Ab zum Pferd, rein in die Reithose und einen einsamen Ausritt machen. Bewegung für die alte Ponydame gesichert. Kurzes anweiden auf der Koppel, Stall ausmisten. Danach etwa 2 Stunden in der Sonne sitzen, auf durchzug stellen und Kaffee trinken.

Rumms, Tag vorbei. Morgen habe ich aber auch nochmal frei. Zum Glück. Endlich kann ich einen Tag ausschlafen. Hundert pro bin ich aber wieder um 8 Wach, könnte ich fast drauf wetten.

Heute noch aufräumen? Ne, keine Lust, lieber aufs Sofa und da Nudeln mit Garnelen essen und Fernsehen. Stelle fest, alles was ich sehen will, ist nicht bei Prime sondern bei Netflix drin. Lange habe ich mich geweigert, mir zwei Streaming Dienste anzuschaffen. Jetzt reichts mir aber zunehmend, schließ ich eben doch noch ein Abo bei Netflix ab. Hab ich eben beides.

 

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