Zum Mäuse melken

Langsam aber sicher ist die gesamte Situation zum Mäusemelken. Zunehmend wird mir klar, wie zäh der Arbeitsalltag mittlerweile wird. Nach wie vor trudeln beinahe täglich neue Auflagen von der Regierung oder Dienstanweisen von der Abteilungsleitung ein. Und das manchmal sogar noch abends um 22 Uhr.

Mittlerweile sind wir zum einen bei der Mundschutzpflicht angelangt und müssen demnächst sogar OP Kittel als Schutzkleidung während dem Dienst tragen. Zum einen natürlich nachvollziehbar und in der aktuellen Situation verständlich. Auf der anderen Seite nimmt alles gerade einen starken Krankenhaus bzw. Pflegeheimcharakter an.

Auf dem derzeitigen Dienstplan, der von Seiten der Abteilungsleitung abgeändert und anders geschrieben wurde, wird seitens der Leitung feste verharrt, Änderungen nur bedingt zugelassen. Der Sinn hinter diesem Dienstplan, der mitunter auch zu Kurzarbeitszwecken geändert wurde, ergibt für mich momentan absolut keinen Sinn.

Teilweise befinden sich über den Tag verteilt bis zu 8 Mitarbeiter im Haus. Was genau hat das mit Kurzarbeit zu tun? Was genau möchte man damit bezwecken? Ist es nicht eigentlich so, dass man soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren soll? Aber dann bis zu 8 verschiedene Mitarbeiter im Haus haben? Ich kapier es nicht.

Der Spruch des heutigen Tages dazu  „So kann man Mitarbeiter natürlich auch verheizen“, was es aber durchaus sehr treffend beschreibt. Hauptsache die Strukturelle Veränderung, in dem zwei WGs zu einer Hausgemeinschaft zusammengeführt werden sollen, auf Teufel komm raus durchtreten. Scheiß auf die Kriese, scheiß auf Kurzarbeit und scheiß auf Corona. So fühlt es sich gerade zumindest an. Hätte das nicht auch noch bis nach der Kriese warten können?

Wäre ich Chef, ich hätte den Plan so nicht geschrieben. Aber ich bin nicht Chef und ich will es auch nicht sein. Müsste ich mich, gerade jetzt, mit viel zu viel Kram auseinandersetzen, mit dem ich mich nicht auseinandersetzten möchte.

Aber auch mein Alltag zu Hause wird zunehmend fad. Natürlich habe ich noch die ein oder andere Beschäftigung, die mich bei Laune hält. Was nichts daran ändert, dass selbige Laune, nach einem Tag wie heute, schnell kippt. Die letzte Nacht, schlecht geschlafen. Zur Zeit allerdings nichts neues.

Meine Frisur macht mir zunehmend zu schaffen und fast noch mehr macht mir zu schaffen, dass ich nicht weiß wie lange ich noch darauf warten muss bis wieder irgendwo ein Frisör offen hat. Und selbst wenn Frisöre wieder öffnen, ist es immer noch Fraglich, ob man direkt einen Termin bekommt oder doch erst mal Wochenlang warten muss.

Weswegen ich letztlich, vor ein paar Tagen, beschlossen habe, ich mach mir einfach Rastazöpfe. Die Seiten werden fröhlich weiter abrasiert und das Deckhaar, dass derzeit noch als Iro getragen wird, wird eingeflochten. Bumm.

Nachdem ja gerade kein Frisör offen hat, muss ich mir die allerdings selber machen. So irgendwie. Extension sind bereits bestellt, warte allerdings seit Tagen auf die Zustellung. Selbst am Bearbeitungsstatus ändert sich, seit meinem bestätigten Zahlungseingang, nicht mal ansatzweise irgendwas. Ganz ehrlich? Es nervt!

Wenn ich als Frisörladen zu meinem normalen Verkauf und Frisörgeschäft schon einen Online Shop anbieten, dann muss ich mich auch drum kümmern. Mal ganz davon abgesehen, dass der übliche Kundenverkehr gerade nicht mal sattfindet und im Grunde Zeit genug wäre, die Onlienshop Bestellungen zu bearbeiten.

So sitze ich also da, habe alles was ich brauche bereits zu Hause, kann allerdings nicht anfangen. Denn es scheitert gerade an den Extension, die nicht geliefert werden. Aus welchem Grund auch immer. Aber gut. Sei es drum. Klarer Fall von Luxusproblem. Aber ärgerlich ist es für mich in diesem Moment trotzdem. Ändern lässt es sich gerade aber nicht.

Auch an der Männerwelt zweifle ich zunehmend. Frage mich warum ich immer an die selbe Sorte dieser Spezies renne. Kann mir die Frage nicht beantworten und ärgere mich zeitgleich, weshalb ich den letzten (nach gut 2 Wochen ignoranz) überhaupt gefragt habe wie es ihm geht.

Grundsätzlich läuft es beinahe jedes mal nach dem Schema x ab.

„Hey, wie geht’s wie stehts, ist alles klar bei dir?“

„Hey, ja mir geht’s bestens.“

Konversation beendet. Danke der Nachfrage, nein gut ist was anderes, ich bin gestresst und ärgere mich über viele Dinge. Aber lieb das du fragst. Moment, er hat ja gar nicht gefragt. Stimmt, ich führe ja wieder Selbstgespräche.

Himmel, wenn ich Selbstgespräche führe möchte dann unterhalte ich mich mit der Decke oder gehe zum Arbeiten. Im Privaten Alltag brauche ich das eigentlich nicht auch noch, zefix! Der Herr überarbeitet? Erzähl das jemand anderem. Außer essen, schlafen und in der Sonne sitzen zählt neuerdings als schwerstarbeit.

Ich werde aus der ganzen Situation nicht mehr schlau. Aber sei es drum. Fraglich nur ob es an mir liegt oder er einfach zu doof ist oder ganz was anderes dahinter steckt. Aber ich glaube, dass muss ich jetzt einfach mal so stehen lassen.

 

 

2 Gedanken zu “Zum Mäuse melken

    • Dann bin ich wenigstens nicht alleine damit 😀

      Ja das Frisörthema ist für mich ein graus. Da ich leider unter einem Frisurenfimmel leide. Insgesamt bin ich ja nicht so der etepetete Typ, eher ordentlich sportlich in Jeans und Turnschuhen. Aber was die Haare angeht, bin ich über die Jahre richtig eitel geworden. Und wenn die Friese nicht mehr sitzt, bekomme ich einen persönlichen vollanfall. 😀

      Gefällt 2 Personen

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