Endlich!

Jetzt ist es offiziell. Genau jetzt in diesem Moment fängt mein Urlaub an. Endlich! Vor einiger Zeit habe ich mich noch gefragt, ob die Idee so gut war, jetzt Urlaub zu nehmen. Und dann gleich zwei Wochen. Hauptsächlich aus dem Grund heraus, dass ich keine großen Sprünge machen werde. Corona sei dank.

Die letzten Tage habe ich aber zunehmend gemerkt, dass der Urlaub, vielleicht gerade wegen Corona, bitter nötig ist. Denn mittlerweile ist ein Stresslevel erreicht, dem dringlichst Abhilfe verschafft werden muss. Noch länger bis zum Urlaub und mir hätte es womöglich die Sicherungen durchbrennen lassen.

Allein der letzte Nachtdienst hat mich schier in den Wahnsinn getrieben. Nicht weil Bewohner Probleme gemacht hätte, die waren entspannt und zufrieden. Vielmehr haben mich organisatorische Dinge, die mit einer Funktionierenden Software stehen und fallen, in den Wahnsinn getrieben.

Angefangen bei Eltern, denen ich ursprünglich die Jahresabrechnung zugesichert hatte, dass letztlich aber wieder zurückziehen musste, da die Software mich nicht auf die gewünschten Datensätze zugreifen lies. Der Rattenschwanz war lang, angefangen mit einem Telefonat mit der stellvertretenden Leitung bis hin zu einem ausführlichen Infozettel für die Kollegen.

Inzwischen fühle ich mich noch matschiger als ich es gestern war. Phasen der völligen Erschöpfung, jagen Phasen von völlig überdreht. Kaffee und Redbull scheinen ihre Wirkung teilweise übertrieben zu verfehlen. In anderen Momenten scheint die Wirkung extra übertrieben zu sein.

Zumindest habe ich es inzwischen geschafft, mit von meinem Sofa aufzuraffen und Lebensmittel einzukaufen. Spätestens morgen hätte ich mich sonst darüber beschwert, dass ich nichts zu essen habe. Hätte wieder nur Nudeln in mich reingeschaufelt. Von ausgewogen, kann da nicht mehr die Rede sein.

Ich bin immer noch darüber Schockiert, wie viel Geld ich im Lebensmittelgeschäft liegen ließ. Der Wagen war nicht mal ansatzweise halb voll. Gerade so, dass der Boden Bedeckt war und ich ein paar Dinge noch oben drauf gelegt habe. Über den Daumen gepeilt, ist es aber fast schon wieder okay.

Mit etwa 50 € für Lebensmittel und Getränke, rechne ich so oder so pro Woche. Heute habe ich etwa für 1 1/2 Wochen eingekauft. Vielleicht noch ein paar Kleinigkeiten die ich beizeiten noch besorgen muss. Obst oder Gemüse zum Beispiel.

Zwischenzeitlich denke ich über meine Urlaubsplanung nach. Was ich eigentlich vor habe zu machen. Die kommende Woche wird nicht sonderlich viel laufen und ich muss mich einschränken. Was mir aber wiederum die Möglichkeit bietet, meine Wohnung auf den Kopf zu stellen.

Der Kleiderschrank fällt beispielsweise zunehmend auseinander. Seine besten Zeiten hat nun wohl gänzlich hinter sich gelassen. Wollte eigentlich einen bei Ikea kaufen. Habe nun aber einen Schrank von Kollege angeboten bekommen. Sogar einen mit Schiebetüren. Wunderbar!

Hierfür muss dann aber der Schreibtisch dran glauben. Der muss raus. 40 qm, ein Schreibtisch, ein Esstisch und ein 3m Schrank vertragen sich platztechnisch einfach nicht. Aber wenn ich ehrlich bin, wer braucht schon zwei Tische. Mal davon abgesehen fungiert der Schreibtisch lediglich als Ablage. Dran arbeiten tu ich momentan nicht wirklich.

Zu Studentenzeiten war der ganz nett. Hierfür hat er seinen Zweck wirklich erfüllt. Aber jetzt? Jetzt hat er keinen Zweck mehr. Und ein recht klappriges Billigteil aus Pressspan ist er zudem auch noch, zum Rest der Wohnung hat er farblich noch nie gepasst.

Fraglich nur wann ich den neuen Schrank dann haben kann. Nun gut. Wird sich zeigen. Erst mal muss der Schreibtisch raus und ich muss ein wenig umstellen. Danach heißt es abwarten und ich widme mich zwischenzeitlich meinen 5 bis 10 qm Terrasse.

Bisschen Sichtschutz. Bissen Blümchen, die bestenfalls am Sichtschutz hochwachsen. Vielleicht noch ein Bäumchen. So einen Olivenbaum fände ich ganz nett. Dazu noch ein Tischlein und einen Stuhl. In die eine Ecke, in der die Außen Steckdose ist, noch eine kleine Grillecke. Sitzt und passt.

Ich muss eindeutig in Baumarkt und Gartencenter. Neulich habe ich mich noch drüber mokiert, warum man Gartencenter und Baumärkte öffnen muss. Jetzt bin ich eigentlich ganz froh drum. So kann ich wenigstens zu Hause ein bisschen rumwerkeln. Wollte ich eigentlich schon vor 3 Jahren was mit der Terrasse machen. Jetzt bietet es sich an.

Die Aussage „Das bringt’s doch nicht, wer weiß wie lang ich da noch wohn.“ hab ich mittlerweile abgestellt. Selbst wenn ich in 2 Jahren ausziehe, dann habe ich wenigstens diesen und nächsten Sommer eine schöne Terrasse gehabt. Bisschen im hier und jetzt leben, anstatt immer irgendwo in der Zukunft rum eiern, die ich sowieso nicht beeinflussen kann.

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