Ist eine Kreditkarte auf Reisen sinnvoll?

Die Sache mit der Kreditkarte

Bis vor gut einem Jahr hatte ich ein Konto bei einer Bank, die überwiegend Online agierte. In Kombination mit diesem Konto hatte ich damals auch eine Kreditkarte. Ich dachte immer, mit einer Kreditkarte kann man nichts falsch machen, gerade dann wenn man ins Ausland fährt und sein Urlaubsgeld nicht in Geldbündeln mit sich spazieren tragen möchte.

Außerdem ist eine Kreditkarte schnell gesperrt, sollte es zu einem Diebstahl kommen. Bargeld ist in so einem Fall einfach weg. Wenn man also sein ganzes Bargeld los ist, schaut man recht blöd aus der Wäsche.

Einen gewissen Reiz hatte damals ausserdem, dass diese Kreditkarte keine Jahresgebühr kostete. Später stellte ich jedoch fest, dass jede Bargeldabhebung mit der Kreditkarte, knapp 10 € Gebühren beinhaltete.

Was auf lange Sicht gesehen, irgendwann doch recht teuer wird, wenn man häufig Bargeld irgendwo holt. Weshalb ich, auch im Ausland, eher auf die normale Bankkarte zurück griff, da ich mit dieser kostenlos Geld im Ausland holen konnte.

Warum habe ich keine Kreditkarte beantragt?

Mit dem Kontowechsel habe ich auch die Kreditkarte vorrübergehend abgeschafft bzw. mir keine neue Beantragt. Zu dieser Zeit habe ich es zum einen nicht für notwendig gehalten, da die Jahresgebühr von 25 € nicht im Verhältniss zu dem Stand, was ich letztes und auch dieses Jahr im Ausland war oder sein werde und Bargeld am Automaten brauchte.

Blöd gesagt, erschloss sich mir der Sinn nicht, weil die Kreditkarte überwiegend irgnedwo in der Schublade lag und vor sich hin staubte. Was 25 € Jahresgebühr nicht gerechtfertigt hätte.

Weiter habe ich die persönliche Erfahrung gemacht, dass man schnell dazu verleitet wird, mal schnell Geld mit der Kreditkarte zu holen und sich so evtl. unnötige Unkosten aufhalst. Mittlerweile bin ich aber davon überzeugt, es muss wieder eine Kreditkarte her.

Warum doch wieder eine Kreditkarte her muss?

Mittlerweile hat sich meine Meinung hinsichtlich „Kreditkarte, brauch ich nicht.“ etwas geändert. Natürlich wäre die Girokarte völlig aussreichend, für zwei mal Abheben hätte ich lediglich Gebühren von ca 10 Euro, die ich durchaus noch verkraften würde. Zumindest im europäischen Ausland.

Spätestens bei der Buchung über Booking.com musste ich kürzlich aber feststellen, dass ich ohne Kreditkarte etwas aufgeschmissen bin und eigentlich nicht buchen kann. Buche ich zwar aus Prinziep nur Unterkünfte, bei denen ich Vorort und Bar zahlen kann, dennoch muss eine aktive Kreditkarte (ich vermute als Sicherheit) hinterlegt werden.

Möchte ich ganz ehrlich zugeben, dass ich ungerne auf Booking.com verzichten möchte. Vermutlich aus Bequemlichkeit heraus, nicht in die Stadt zu müssen und im blödesten Fall noch lange im Reisebüro zu sitzen.

Außerdem kann ich  in Ruhe überlegen, welche der fünf Unterkünften, die mir am besten gefallen,  ich letztlich buchen möchte. Und muss nicht sofort und auf der Stelle, innerhalb von Minuten entscheiden, welche Unterkunft ich will.

Was aber natürlich auch noch mit ausschlaggebend war, für meine Entscheidung doch eine Kreditkarte zu beantragen, war letztlich der Plan, nächstes Jahr den Roadtrip durch Italien durchzuziehen. Sich in mir aber gleichzeitig auch irgendwas dagegen gestreubt hat, dass gesamte Urlaubsbudget für 4 bis 5 Wochen in Bar mit mir spazieren zu tragen. Da es sich hier tatsächlich um eine weit höhere Summer dreht, als es jetzt bei einer Woche Italien der Fall wäre.

Die Wahl der Kreditkarte

Eine meiner ersten Amtshandlungen war, dass ich online nach Kreditkarten gesucht habe. Über Check 24, werden sämtliche Kreditkarten aufgelistet. Mit all ihren Optionen und Kosten, sofern überhaupt Kosten anfallen.

Damit war ich persönlich dann aber doch schon fast etwas überfordert, von dem riesen Angebot, von zig Banken. Und da soll man sich jetzt noch entscheiden? Vermutlich wäre es gar nicht so schwer gewesen, wenn mir, für ewigs rumvergleichen und suchen, nicht ein Stückweit die Nerven fehlen würden.

Weswegen ich mich doch für den Leichteren Weg entschieden habe und online, bei meiner Hausbank die passende Kreditkarte beantragt habe. Dort viel mir die Entscheidung relativ leicht. Hatte ich da nämlich die Wahl zwischen genau drei Varianten, mit unterschiedlichen Konditionen.

Wählbar waren dort die Basiscard (debitcard), die Classiccart und die Goldcart. Jeweils gestaffelt mit mehr Konditionen. Die Classic und Goldcard sind im grunde die üblichen Kreditkarten, die man kenn. Man watschelt zum Automaten, holt Geld und am ende des Monats kommt die Abrechnung und der Betrag wird abgebucht.

Die Debitcard hingegen ist zwar auch eine Kreditkarte, hier muss man allerdings ein Guthaben aufladen. Ohne Guthaben, kein Geld. Für diese habe ich mich letztlich entschieden.

Warum ich die Debitcard gewählt habe?

Zum einen ist das eine Überblickgeschichte. Für meinen Urlaub spare ich, für gewöhnlich, über das Jahr verteilt Geld auf ein seperates Konto, damit das Geld einfach aus dem Verkehr gezogen ist und ich es schon nicht mehr ausgeben kann.

Wenn es dann in den Urlaub ging, habe ich das Geld auf mein Übliches Konto zurück gebucht und habe es gebündelt abgehoben, damit ich nicht durcheinander komme. Risikofaktor hier natürlich, wenn dein Geld doch auf Abwege kommt, dann isses halt im Barformat futsch. Und der Urlaub im blödesten Fall früher zu ende, als erwartet.

Um jetzt wieder auf die Überblickgeschichte zurück zu kommen. Im Grunde habe ich ein festes Budget für den Urlaub und ich möchte nicht mehr ausgeben als ich habe. Ganz simple Theorie die auch irgendwo Sinn macht.

Mittlerweile kenne ich mich auch gut genug um zu wissen, dass hin und wieder dann so Momente durch kommen, in denen ich mir denke „Ach komm, 100 € gehen schon noch.“ Und ich letztlich mehr Geld ausgebe, als eigentlich geplant war oder als ich eigentlich habe.

Genau deswegen ist die Wahl auf die Debitcard gefallen. Hier kann ich das auf die Seite gesparte Urlaubsgeld einzahlen. Ich habe direkten Zugriff auf genau dieses und behalte den Überblick darüber, wie viel Budget noch da ist.

Dank Onlinebanking ist es in der heutigen Zeit ja auch recht einfach, vom Ausland aus seinen Kontostand im Blick zu behalten.

Noch ein Grund mehr, sich für eine Karte bei der Hausbank zu entscheiden. Einmal eingeloggt hat man für gewöhnlich einen Überblick über alle Konten und Karten, die man dort am laufen hat. Man muss sich also nicht bei zig verschiedenen Portalen einloggen und anmelden.

Warum Hausbank?

Wie oben bereits erwähnt, ist es einem dank Online Banking ja mittlerweile möglich, über die Bankapp auf sein Konto zuzugreifen und diese einzusehen. Habe ich also sämtliche Konten bei einer Bank, ist es ausreichend eine Onlineapp auf dem Handy zu haben und sich nur einmal zugangsdaten merken zu müssen. Und ich habe direkte Einsicht auf alles.

Weitere Faktoren die für die Hausbank sprechen sind dann z.B. noch, dass ich vor Ort einen direkten Ansprechpartner habe, also einen Bankberater. Bei Problemen oder Fragen, weiß ich genau an wen ich mich wenden muss und hänge nicht unnötig lange in irgendwelchen Warteschleifen rum, bis ich in gefühlt zwei Stunden dann mit dem Richtigen Berater verbunden bin.

Auch was Änderungen anbelangt, kann ich mich direkt an den einen Bankberater wenden. Rufe an oder gehe persönlich vorbei. Was für mich wiederum einfach eine der angenehmeren Lösung ist. Zu wissen, wer zuständig ist. Anstatt, wie bereits erwähnt, ewig und drei Tage mit 10 verschiedenen Leuten verbunden zu werden, bis man den Richtigen erwischt hat.

Was den Antrag auf die Kreditkarte angeht, war es eigentlich alles recht simpel. Den Antrag konnte ich auch Online stellen, dieser wurde direkt an meinen Bankberater weitergeleitet.

Insgesamt war der Antrag mit sehr wenig Aufwand verbunden, da alle Wichtigen Daten etc. bereits bei der Bank hinterlegt waren, da bereits ein Konto bei dieser Bank existiert. Lediglich einmal muss ich mich, für eine Unterschrift für den Kreditkartenantrag und vertrag, dort blicken lassen. Und das sollte ich durchaus verkraften.

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