Wenn sich was ändern muss

Corona lässt mich derzeit über einiges Nachdenken und mich auch einiges in Frage stellen. Gerade was meinen beruflichen Weg angeht.  Gerade die letzten Wochen waren sehr anstrengend. Und obwohl ich erst vor kurzem Urlaub hatte, merke ich davon nichts mehr und fühle mich völlig überarbeitet. Habe ich regelrecht das Bedürfnis nach Pause und Erholung.

Dadurch, dass die letzte Zeit so anstrengend und Stressig war, habe ich vieles in Frage gestellt. Habe viel nachgedacht. Nachgedacht darüber, ob ich das wirklich so weiter machen möchte. Möchte ich wirklich weiter unter dem Stress stehen, den ich gerade habe? Natürlich ist mir bewusst, dass es immer Stresssituationen geben wird.

Kurzzeitiger Stress ist auch nicht das Problem. Das Problem kommt dann, wenn der Stress zu lange anhält, wie es die letzten Wochen der Fall war. Natürlich wird Corona irgendwann vorbei sein. Aber, wenn ich ehrlich bin, liegt das aktuelle Stresslevel nicht ausschließlich an Corona, sondern auch noch an ein paar anderen Faktoren.

Zum einen kommt die derzeitige Arbeitszeit dazu, die ich mir vor einem Jahr selber aufgehalst habe und zunehmend merke, mit ein paar Stunden weniger bin ich immer noch gut bedient. Auch wenn mir meine jetzige Arbeitszeit einen netten Lohn bringt, ist es das ehrlich gesagt wegen 150 € mehr im Monat nicht wert.

Abgesehen davon, habe ich derzeit die Unleidige Aufgabe, Jahresabrechnungen von Taschengeldern nachzubearbeiten und abzugeben. Was derzeit für unnötig viel Stress sorgt, da Fehler aufgetaucht sind, die ich mir nicht erklären konnte.

Und ich mich viel und lange darüber geärgert hatte, dass eine ganze Zeit mehrere verschiedene Leute da drin rumgewühlt haben. Was letztlich einfach ein recht hohes Fehlerpotential verursacht. Was mich natürlich weiter unter Stress setzt und mir mehr Arbeit verursacht, was nicht hätte sein müssen.

Eben wegen diesem ganzen Stress, der inzwischen seit mehreren Wochen anhält, habe ich angefangen nachzudenken. Getreu dem Motto, warum tu ich mir das alles nur an. Mit dem Bedürfnis im Hinterkopf, dass ich irgendwas verändern muss. Weil das so nicht weiter geht. Und ich mir das auch nicht antun will.

Was mich letztlich auf mein Kleingewerbe zurück gebracht hat. Eigentlich hätte ich ein Kleingewerbe. Eigentlich möchte ich an diesem Arbeiten und mir damit was aufbauen. Eigentlich finde ich die Vorstellung gut, mein eigener Chef zu sein. Eigentlich habe ich auch total viele Ideen die ich gerne umsetzten würde.

Dann kommt aber das große aber. Die letzten Wochen hatte ich weder Zeit noch Elan mich nur ansatzweise darum zu kümmern, was mit meinem Kleingewerbe passiert. Denn befinde ich mich immer noch in einem Angestellten Verhältnis und muss hier auch gewissen Pflichten nachkommen.

Zwischen Vollzeitjob, Hobby und Lebenserhaltenden Dinge wie essen, schlafen und trinken, war oft keine Zeit mehr mich drum zu kümmern. Oder ich war abends so müde, dass ich nichts mehr fertig gebracht habe.

Was letztlich dazu führt, dass meine Selbstständigkeit derzeit brach liegt und daraus auch keine Einkünfte erzielt werden können. Ganz aufgeben kann ich meinen Job aber nicht, da ich Einkünfte bzw. Kapital benötige, was ich in das Gewerbe einfließen lassen kann um überhaupt anfangen zu können. Mal abgesehen davon, müssen irgendwo auch die laufenden Kosten abgedeckt sein.

Lange Rede kurzer Sinn. Letztlich habe ich mich jetzt dazu entschieden, meine Stunden zu reduzieren. Und mich auch ein bisschen mehr auf mein Kleingewerbe zu konzentrieren und das mal ein bisschen vorwärts zu bringen. Habe ich es tatsächlich fertig gebracht, mir ein Verkäuferkonto bei Amazon einzurichten und ein Kundenkonto bei Eseldruck.

Was einfach damit zusammenhängt, dass ich für meinen persönlichen Teil beschlossen habe, sowohl verkauf als auch den Druck selbst zu organisieren (zumindest im Moment) und ich mich im Grunde selbst verlege. Da die Zusammenarbeit mit einem Verlag im Grunde eine nette Geschichte ist, aber aufgrund meiner „geringen“ Reichweite derzeit ein Verlag aus Kostengründen nicht in Frage kommt.

Ich probiere das ganze jetzt einfach mal aus. Und dann wird sich schon zeigen was letztlich dabei rum kommt und in welche Richtung das ganze gehen wird.

2 Gedanken zu “Wenn sich was ändern muss

    • Hallo Christoph,
      vielen Dank für deine lieben Worte. Mittlerweile habe ich so einige Entscheidungen getroffen, die sich momentan für mich richtig anfühlen. Ich hoffe es klappt alles so wie ich mir das gerade denke 🙂

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