Coronairrsinn, der keine Ahnung wievielte

Mittlerweile könnte ich über dieses ganze Corona Chaos, dass bei der Arbeit herrschte und  mittlerweile wieder herrscht, ein ganzes Buch verfassen.Über den Titel bin ich mir noch nicht schlüssig. Seit geschlagenen zwei Wochen bin ich wieder im Arbeitsalltag gefangen. Man könnte auch sagen, mal eben ins kalte Wasser geschmissen worden.

Um so näher das Ende des aktuellen Arbeitsverhältnisses kommt, desto mehr habe ich zunehmend  das Gefühl, man möchte mir  noch eins reinwürgen. Warum auch immer, vielleicht interpretiere ich da gerade einfach zu viel hinein.

Ich kann es inzwischen nicht mehr objetiv und wertfrei beurteilen. Hierfür liegen schlichtweg meine Nerven zu sehr blank. Vermutlich bin ich auch inzwischen zu übermüdet um noch objektiv bleibne zu können.

Von meinem zweiwöchigen Urlaub merke ich so rein gar nichts mehr, obwohl ich eigentlich das Gefühl hatte, ich hätte mich erholt. Der eventuell eingetretene Erholungseffekt ist auf und davon. Wenn er überhaupt jemals da war.

Seit langem war ich schon nicht mehr so unzufrieden, wie ich es aktuell bin. Unzufrieden mit Gott und der Welt. Nichts passt mir in den Kram und gefühlt läuft alles schief, was schief laufen kann.

Angefangen bei einem Gaskocher, den ich für das Campingwochenende (das als Ersatz für ein wegen Corna abgesagtes Festival dient) bestellt hatte. Dieser wurde netterweise mit einem Tag verzögerung geliefert.

Wäre ja alles halb so wild, wäre da nicht das Problem mit der Gaskartusche. Aus der Beschreibung war für mich nicht ersichtlich, dass lediglich der Campingkocher geliefert wird. Im Lieferumfang allerdings keine Gaskartusche enthalten ist.

Wunderbar. Wo bekomme ich in Gottes Namen, abends um 8, einen Tag bevor ich mich auf den Weg machen, noch eine Gaskartusche her? Keine Ahnung, schlauer bin ich immer noch nicht. Danke fürs Gespräch. Blöd das ich morgen noch Frühdienst habe und von dort direkt weiter fahren wollte.

Geplagt von Rückenschmerzen und völlig wirren Träumen, die meine neue Arbeit betreffen, schlurfe ich von einem Dienst in den nächsten. Was zwangsläufig dazu führt, dass ich anfange mir tatsächlich Sorgen und Gedanken darüber zu machen, ob ich dem neuen Job eigentlich Herr werde und gewachsen bin.

Natürlich mache ich in der neuen Arbeit nichts anderes als jetzt. Ich pflege Menschen. Der Unterschied an der Sache ist allerdings, ich habe es jetzt mit alten Menschen zu tun und ich bin nicht mehr an einem festen Standort, sondern Fahre das Klientel zu Hause an. Es ist nicht die Pflege an sich die mir sorgen macht, sondern die Zeit.

Schaffe ich das alles in der vorgegebenen Zeit? Bekomme ich das hin? Ich würde nicht behaupten, dass ich lahm bin. Würde ich sogar behaupten, ich arbeite zügig. Dennoch bin ich aktuell noch etwas langsamer, als die eigentlich Vorgabe ist.

Wie ich das alles gerade stemme, ist mir selbst ein Rätsel. Letztlich habe ich momentan keinerlei Privatleben mehr, weil ich gerade auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanze. Der Haushalt und vorallem meine Tiere kommen gerade gewaltig zu kurz. Vermutlich ist genau das der Knackpunkt, weswegen ich so genervt und überreizt bin.

Ich habe vor lauter gearbeite keine Zeit mehr für mich. Keine Zeit mehr für andere Dinge. Keine Zeit mehr für Hobbys oder Freizeit. Mein Alltag besteht aus essen, schlafen, duschen und Arbeiten. Das wars. Herzlichen Glückwunsch. Das es mir da die Hutschnur hochjagt, ist eigentlich kein Wunder mehr.

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