Corona kotzt mich an!

Mittlerweile ist bei uns die Corona Ampel auf rot und dunkelrot. Der nächste Lockdown ist wohl nicht mehr ganz fern. Herzlichen Glückwunsch. Und wieder gehen mir all die Das-ist-doch-alles-nicht-Wahr-Theoretiker, Maßnahmenverweigerer, Masken-unter-der-Nase-Träger, Abstandsverweigerer, Hygieneverweigerer und Hamsterkäufer sowas von auf die Nerven.

Und wieder geht alles von vorne los. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die WfbM und das Wohnheim wieder dicht gemacht werden. Wieder drei Monate 24 Stunden Betreuung. Wieder Monate lang „Wann hat das alles ein Ende“. Wieder Monate lang Frustrierte Bewohner, die mit sich und der Welt unzufrieden sind.

Nebenbei Jammert sich dann Gott und die Welt über all die Maßnahmen auf Facebook aus. Wie scheiße das alles ist. Schön für euch. In der Wohngruppe läuft das Team, wegen Personalmangel und Krankheitsausfällen vermutlich dann wieder am Limit, schaufelt ungewollt Überstunden und Privatleben existiert nicht mehr.

Mein Bedürfnis danach, dass uns der Laden wieder dicht gemacht wird, nun ja. Hält sich in Grenzen. Endet es irgendwann wieder in Schlafmangel und Überarbeitung.

Wird vermutlich auch wieder darauf hinaus laufen, dass ich soziale Kontakte, wegen Motivations- und Energiemangel, meide. Mir alles zu anstrengend wird und ohne zu duschen spätestens gegen 21 Uhr auf dem Sofa einschlafe.

Für gewöhnlich fällt mir dann nach einer Woche auf, dass ich stinke und das Deo inzwischen völlig versagt. Von den, nach knapp 2 Wochen, Überquellenden Wäschekörben und dem beinahe leeren Kleiderschrank, will ich gar nicht erst anfangen.

Allein der Gedanke daran, wie es Arbeitstechnisch wieder laufen wird, verursacht Stressreaktionen. Dazu kommt noch eine Situationsveränderung, die beim ersten Lockdown nicht da war. Allein der Gedanke daran, die bessere Hälft, nicht mehr sehen zu können, wegen weil zwei verschiedene Haushalte, verursacht zusätzlichen Stress.

Corona regt mich auf!

4 Gedanken zu “Corona kotzt mich an!

    • Corona selbst würde mich eigentlich gar nicht so stressen. Es ist tatsächlich das drum rum. Die Leute die immer noch nicht überrissen haben, was gerade eigentlich abgeht und es immer noch für so harmlos und einen großen Witz der Regierung halten.

      Ich bin jetzt auch kein Mensch der mega die Panik drum macht und hol dreht. Trotzdem halte ich mich einfach an die Regeln, weil ich es a) selber nicht haben will b) ich definitiv nicht dran Schuld sein will, wenn irgendwer (am ende noch Risikogruppe) Corona bekommt, weil ich nicht aufgepasst hab. Damit würde ich bis zum Sankt Nimmerleinstag nicht klar kommen. Hat meiner Meinung nach was mit Rücksicht nehmen zu tun.

      Aber in der heutigen Zeit, was hat da Rücksicht noch für einen Stellenwert? Immer nur Ich, ich, ich. Und diese ewigen Luxusprobleme „Mimimi, der Weihnachtsmarkt wurde abgesagt, man vergönnt einem auch gar nichts mehr!“

      Himmel, was haben die Leute nur vor 300 Jahren gemacht? Mir tun die ganzen kleinen Händler leid. Die vielleicht wirklich jetzt um ihre Existenz bangen, wegen diesen ganzen Helden, die es nicht für nötig halten sich an die Regeln zu halten.

      Und tatsächlich stresst mich der Gedanke, wie es von März bis Juli/August, bei uns in der Arbeit lief gewaltig. Man hatte irgendwann das Gefühl, man würde dort Wohnen. Irgendwann hast du nur noch Funktioniert, damit der Laden läuft und die Bewohner versorgt sind.

      Irgendwann waren nur noch die selben da und die die da waren, kamen eigentlich schon auf dem Zahnfleisch an und sind schier am Stock gegangen.
      Wenn ich dann nach 2 Wochen durchgehend arbeiten doch mal frei hatte, habe ich, blöd wie es klingt, tatsächlich vergessen zu duschen oder Wäsche zu waschen.

      Irgendwann bin ich derartig verpeilt durch die Gegend gerannt, dass war echt unfeierlich. Und wärs dann nicht kurzfristig mal lockerer geworden, wär ich wahrscheinlich langfristig auch zusammengeklappt. Und jetzt geht das ganze von vorne los.

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    • Ja das wäre tatsächlich eine Alternative. Auch wenn, wie du es schon sagst, nicht das selbe ist. Aber besser als gar nichts. Momentan lässt es sich aber noch als „Besuch beim Lebenspartner“ deklarieren. Beziehungsweise sind es ja unter anderem 2 Haushalte, mit nicht mehr als 10 Personen, wo man sich dann natürlich doch ein Stückweit an die Regeln hält. Und unter Überregionalem Ausflug würde ich es jetzt nicht ab Titulieren 🙂

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