Von Coronagedanken bis Gesundheit geht uns alle an

Seit Mittwoch ist es inzwischen in ganz Bayern beschlossen. Nur noch Geschäfte des täglichen Bedarfes, Apotheken, Ärzte und Handwerksbetriebe dürfen geöffnet haben. Der Rest ist wieder dicht. Ab 21 Uhr ist Ausgangssperre. Weihnachten uns Silvester wird dieses Jahr komplett anders.

Letztlich sind wir wieder genau an dem Punkt, an dem wir im März auch schon waren. Irgendwie fängt alles wieder von Vorne an. Was aber irgendwie doch schon wieder absehbar war. Wegen den Wintermonaten, wo das Immunsystem halt doch wieder eher anfällig für irgend nen Mist ist.

Es kommen Erinnerungen hoch, wie es mir in der Zeit ergangen ist, als alles seinen Anfang nahm, mit Corona. In der Zeit von März bis August. Anfangs war das Leben noch recht entspannt. Irgendwann hat sich die Situation so massiv zugespitzt, im Sinne von, dass ich das Gefühl hatte, nur noch beim Arbeiten zu sein. Kein Leben mehr zu haben, weil ich das komplett an der Türe abgegeben hatte. Und im August schlicht weg an dem Punkt war, wo ich auf dem Zahnfleisch ankam. Nicht mehr konnte. Am Ende war. Aber immer noch weiter gemacht habe.

Weiter gemacht im Sinne von, Kontakte eingeschränkt. Nur noch zu Hause oder bei der Arbeit gehockt bin. Alles runter geschraubt und mir den Arsch aufgerissen, damit der Laden weiter läuft. Mich nicht krankgemeldet habe. Getreu dem Motto, weiter, weiter ins Verderben….Schlichtweg, ich war am Ende. Habe mich nicht mehr erholt. Das Ende vom Lied, weil ich mich nicht erholt habe, nicht auf mich selber geachtet habe sondern immer und immer für andere da war, mich hat es irgendwann rückwärts aus den Latschen geknallt.

Mit dem Resultat: 3 Wochen Krankenstand und Kündigung des neuen Jobs. Herzlichen Glückwunsch. Und warum? Weil ich nicht auf mich aufgepasst habe. Und dann kommst du irgendwann an den Punkt an dem du anfängst nachzudenken.

Du kommst an den Punkt, an dem du anfängst deinen eigenen Lebensstiel oder deine eigene Lebensweise zu hinterfragen. Warum ist das so? Wieso geht es mir nicht gut? Warum werde ich krank? Liegt es vielleicht an vielen Punkten? Am mangelnden Sport? Vielleicht auch daran das man selber nicht Nein sagen kann? Vielleicht auch an der eigenen Ernährung? An der eigenen Einstellung zu bestimmten Dingen?

Es findet ein Umdenken statt. Du setzt dich selber mit deinem Verhalten auseinander. Und das in jeglicher Hinsicht. Kommst letztlich zu dem Schluss etwas zu verändern. Weil dir, vielleicht gerade wegen Corona, nochmal knallhart bewusst wird, was Gesundheit eigentlich bedeutet.

Du irgendwann an dem Punkt kommst, wo dir ganz klar bewusst wird, obwohl man es eigentlich weiß, dass man genau EINE Gesundheit hat. Man auf diese EINE Gesundheit aufpassen muss. Und wenn diese EINE Gesundheit im Arsch ist, dann ist halt vorbei. Also muss ich gleich auf sie aufpassen und nicht erst dann, wenns zu spät ist.

Denn ganz ehrlich? Was bringt mir all das Geld, dass ich über Jahre angesammelt habe, wenn ich es gar nicht ausgeben kann? Weil ich zum Beispiel völlig im Eimer bin und aufgrund dessen, weder ins Flugzeug steigen kann oder was auch immer. Weiter möchte ich weder meine Rente damit verbringen meine Gesundheit wieder ganz zu machen, oder irgendwie es nicht noch schlimmer werden zu lassen. Geschweigedenn dass ich all mein Geld in genau das hinein Stopfen muss.

Hatte ich eigentlich andere Dinge vor. Weiß der geier. Leben eben. Und um das zu verhindern, muss ich halt jetzt schon was für meine Gesundheit tun, und nicht erst dann, wenns zu spät ist. Lieber jetzt kontinuierlich immer ein bisschen was investieren, bevor mich der Schlag trifft und mich irgendeine Erkrankung, die ich hätte verhindern können, in den Finanziellen ruien treibt.

Neulich einen ganz tollen Spruch bzw. etwas zum Nachdenken dazu gelesen. Da gings eigentlich schlicht um folgendes so in die Richtung: 80 € im Monat für Gesunde Ernährung- Zu teuer, dass kann ich mir nicht leisten. Am Wochenende für 80 € feiern gehen, ist schon mal drin. 15 € für ein Buch, viel zu Teuer. 15 € bei McDonalds ausgegeben, man muss sich auch mal was gönnen. 40 € für einen Monat Fitness, zu Teuer. 40 € für ein paar Snickers, die brauch ich!

So in die richtung ging das ungefähr. Ich kann mich nicht mehr genau dran erinnern, wie dieser Spruch zusammengesetzt war. Und das stimmt auch irgendwie. Also im Sinne von, es gibt Dinge für die würde man ohne wenn und aber unsummen an Geld ausgeben. Sobald es aber in Richtung Gesundheit geht, hat man plötzlich kein Geld, kann es sich nicht leisten oder hält es für zu teuer.

Manches nimmt man so selbstverständlich hin, ohne murren, meckern und mäh. Nach dem Motto das ist halt so. Und es wird nicht mehr groß hinterfragt. Sobald es aber um das Thema Gesundheit geht, wird man plötzlich zum Hinterfragungskünstler. Ich weiß auch nicht was ich davon halten soll.

Persönlich würde ich mich wahrscheinlich eher (inzwischen) für Gesund entscheiden und dafür meinem Körper nichts zuzuführen, dass ihm langfristig schaden zuführt, als mich jedes Wochenden für 100 € zu besaufen, wenn ich ehrlich bin.

Diese Logik erschließt sich mir manchmal einfach nicht. Im Sinne von, dass es völlig okay ist wenn man an einem Wochenende 100 € für Alkohol ausgibt, es einem danach eigentlich echt bescheiden geht und es ab nem gewissen Punkt eigentlich echt problematisch wird. Aber wenn man das ganze mal umdreht, es um was geht, dass mir gut tut, dann wird so massiv hinterfragt und gejammert das ist ja soooo teuer und das könne man sich nicht leisten. Ich verstehs einfach nicht. Das will nicht in meinen Kopf rein. Weil da, meiner Meinung nach, an der falschen Stelle angesetzt und hinterfragt wird.

In diesem Sinne, bevor ich noch mehr umernander klamüser und ich einen Hirnkrampf bekomme. Bleibt Gesund. Und denkt immer daran, Gesundheit geht uns alle an. Egal ob Frau Merkel oder Nachbars Lumpi. 🙂

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