Hirnkirmes

Es ist Sonntag. Das Wetter ist regnerisch und grau. Ich sitze vor meinem Laptop auf dem Sofa. Bin leicht gestresst, wie so oft in letzter Zeit. Nicht nur weil mir Corona so tierisch auf den Nerv geht und die damit in Verbindung stehenden Beschränkungen, die mich zunehmend Nerven kosten.

Hinterfrage ich zur Zeit so einiges mehr. Bin noch von einigen anderen Dingen schlichtweg genervt. Angefangen bei Instagram, dass seit über 24 Stunden meinen Feed nicht mehr aktualisiert. Ich dadurch nichts, aber auch rein gar nichts machen kann. Keine Bilder posten, keine Nachrichten beantworten, nicht mal irgendwas liken oder kommentieren. Mein Instagram ist tot.

Prinzipiell würde mich das so eigentlich gar nicht stören. Beziehungsweise hätte mich das ganze vor gut einem halben Jahr noch gar nicht so auf die Palme gebracht. Ich hätts halt einfach so stehen lassen. Und gut wärs gewesen. Nachdem mittlerweile an Instagram aber etwas mehr hängt, als nur n bisschen Bilder hoch laden, macht mich das ganze echt wahnsinnig irre.

Aber nicht nur das nervt mich gerade gewaltig. Auch Arbeitstechnisch gibt es Dinge die mir gerade echt auf den Keks gehen. Macht zur Zeit irgendwie jeder was er will. Diejenigen die ihren Aufgaben nachkommen, bekommen den gesammelten Anschiss mit ab.

Danke fürs Gespräch. Ich gebe zu, dass mir zwischendurch auch mal was durchrutscht. Aber ich bin doch nicht der einzige Mensch der da Arbeitet, geschweigedenn, dass Dienste alleine gemacht werden. Kann doch nicht sein, dass einer an alles denken soll und alles macht, der andere sein Hirn nicht mehr benutzt und sich seine Basis chillt.

Coronabedingt geht es zwar auf der Baustelle Wohnung weiter, mit Verzögerungen ist dennoch zu rechen. Aus dem Einzug im September wirds wohl nix. Eher später. Na wunderbar. Die Freude wurd damit irgendwie schon ziemlich gedämpft. Zumal mir die Mietwohnung zunehmend auf die Nerven geht. Mir beinahe täglich irgendwas auffällt, was mir nicht passt. Endent damit, dass nach und nach diverse Möbel den Geistaufgeben und mir den Dienst versagen.

Es teilweise aber keinen Sinn macht, vor dem Umzug die aus dem Leim gehenden Möbel zu ersetzten. Was schlichtweg zum einen mit einem Platzproblem gekoppelt ist, aber auch mit einer Aufwandsthematik. Blödes Beispiel, ich brauche einen neuen Schrank. Der aktuelle fällt bald komplett auseinander. Der neue Schrank wird aber eine Massivholz Sonderanfertigung die auf die neue Wohnung angepasst wird.

Größentechnisch und vom Schnitt her, bekomme ich den Schrank dann gar nicht in die Miniwohnung rein. Zum anderen müsste der Schrank in Miniwohnung aufgebaut werden um dann, in einigen Monaten wieder abgebaut, in die neue Wohnung gebracht und nochmal aufgebaut werden müsste. Arbeitsaufwand der nicht zwingend sein muss und den ich weder mir, noch den Umzugshelfern antun möchte.

Und zu guter letzt geht mir einfach ein Stückweit die Menschheit auf den Zeiger. Angefangen bei Dingen die dir bis zum Sankt Nimmerleinstag nicht beantwortet werden. Bis hin dazu, dass es bei Whatsapp nur noch um Arbeitstechnische Dinge geht. Ich davon aber im Frei eigentlich nichts hören oder wissen will. Rein aus Protest habe ich deshalb meine Mobilen Daten ausgeschaltet. Zusätzlich tatsächlich dem Festnetz noch den Stecker gezogen.

Muss ich denn immer und ständig erreichbar sein? Muss man denn immer auf Abruf neben dem Telefon sitzen? Sind wir mal ehrlich. Nö. War man ja vor 50/60 Jahren auch nicht. Warum erwartet man das also jetzt von mir?

Hat wohl alles damit angefangen, dass ich mit diversen Menschen auf Whatsapp angefangen habe Selbstgespräche zu führen. Der Witz an der Sache: Meldest du dich selber nicht zur gewohnten Zeit oder einfach mal ein/zwei Tage gar nicht, kannste damit rechnen , dass die Frage aufkommt „ist alles gut?“

Ernsthaft? Schon mal aufgefallen, dass ich mich immer gemeldet habe? Schon mal aufgefallen, dass ich selbstgespräche mit dir führe? Und du fragst mich ob alles okay ist, weil ich keinen Bock mehr hab mich zu melden weil eh keine Reaktion zu erwarten ist? An dem Bild stimmt doch grad irgendwie was nicht, oder?

Ach ich weiß auch nicht, wohin das noch führen soll. Ich habe große Lust irgendwas zu ändern. Weiß aber nicht ganz wo ich gerade ansetzten soll bzw. muss. Das muss ich erst noch rausfinden. Und dann denken wir weiter. Vielleicht doch mal paar Wochen auf Überstunden abrauschen? Ach, ich vergass, is ja Corona, kommste eh nirgends hin 😀

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