Wo war sie nur so lang?

Ach du heiliges Kanonenrohr! Wie lange habe ich denn schon nicht mehr gebloggt? Eine ganze Weile. Eine lange ganze Weile. Es ist ziemlich still um mich geworden. Was allerdings, rückblickend betrachtet, tatsächlich seine Gründe hatte.

Oft habe ich mir vorgenommen „So heute bloggst du mal wieder“. Was ist passiert? Nichts. Wieder nicht gebloggt. Vergessen. Keine Lust gehabt. Keine Energie. Keine Zeit. Oft saß ich auch vor dem Lappes. Habe den Bildschirm angestarrt und wusste nicht was ich überhaupt schreiben soll. Irgendwann dachte ich mir, okay, dann machst du eben eine Blogpause. Der Riegel wird schon wieder irgendwann hoch gehen. Und mit Runtergefallenem Riegel, Schreibblockade usw. zwanghaft zu versuchen etwas zu Stande zu bekommen. Vergiss es.

Nun ja. Aber was soll ich jetzt schreiben? Es schwirrt mir zwar viel durch den Kopf. Wie ich das ganze aber in einen anständigen Beitrag bastel. Naja. Keine Ahnung. Der Kopf ist Momentan einfach dicht. Corona sei Dank. Die Situation wird zunehmend frustrierender und auch belastend, anstrengend.

Das Gefühl nur noch vor sich hin zu vegetieren, und nichts anderes mehr zu tun als zwischen Arbeit und Wohnung zu pendeln. Das Gefühl eingesperrt zu sein. Nichts mehr zu dürfen. Es wird belastend. Hauptsächlich deshalb, weil kein Ausgleich mehr stattfindet. Keine Abwechslung mehr da ist, mit der man mal auf andere Gedanken kommt. Die Rübe freiblasen könnte. Sich selbst mal was gutes tun.

Eigentlich war ich immer pro Maßnahmen. Inzwischen bin ich eher pro frustriert. Nach einem Jahr auch kein wunder mehr. Nach einem Jahr, in dem jedes mal der selbe Käse kam. Du zunehmend das Gefühl bekommst, nur noch eingesperrt zu sein und das alles bis in den kleinsten Winkel ausdiskutiert werden muss, bevor irgendwas passiert.

Wie häufig habe ich mich in letzter Zeit gefragt, was die da oben eigentlich treiben. Hätte man in den letzten Monaten und Wochen nicht genug Zeit gehabt einen Fahrplan aus der Kriese auszuarbeiten? Es wird zunehmend ermüdent. Es wird strapaziös.

Am Meisten ärgert mich aber die Leichtsinnigkeit, die teils an den Tag gelegt wird. Etappenweise wird geöffnet, was passiert? Hirn aus, alles rennt los. Menschenmassen wo man nur hinschaut. Sich dann aber wundern, dass alles wieder dicht gemacht wird, weil der Wert wieder hoch geht.

Und ausbaden müssen es alle. Nicht nur diejenigen, die hirnlos losgerannt sind. Nein, auch diejenigen die sich zusammenreißen. Sich auf das nötigste beschränken und ihr Hirn nicht gänzlich ausschalten.

Kurzum: Ich habe langsam keinen Bock mehr!

Ein Gedanke zu “Wo war sie nur so lang?

  1. Hi Silli,
    ja, die aktuelle Situation ist schon nervig. Langsam gehen mir auch die Themen aus. Was ist ein Fotoblog ohne neue Fotos??? Innerhalb der 5 km, die wir aktuell in Irland als Aktionsradius haben passiert nicht wirklich was besonderes. Da hilft nur eines: Durchhalten…
    In diesem Sinne, alles Gute und Gruss von der Insel
    Markus

    Gefällt 1 Person

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