Konsequenter Samstag

Wettertechnisch ist es heute bewölkt. Aber warm und trocken. Kann ich mit leben. Der Tag startet heute erst gegen halb 11. Habe recht lange geschlafen, was vielleicht nicht zu letzt daran liegt, dass ich gestern erst gegen 1 Uhr ins Bett bin.

Was aber für mich nicht weiter ungewöhnlich ist. Bin eher spätaktiv und der frühe Vogel kann mich mal recht herzlich sonst wo. Stelle zur Zeit fest, dass dieses morgens um 5 aufstehen wohl neuerdings Mode zu sein scheint.

Gott und die Welt postet Beiträge auf den sozialen Medien, wie sie morgens um 5 aufstehen. Den Tag ruhig starten. Dadurch ja soooo viel Zeit für sich haben. Sich angeblich auch so viel besser fühlen. Plötzlich joggt alle Welt bereits morgens um 6 durch die Weltgeschichte. Sind auf einmal so produktiv und sportlich. Sprühen förmlich vor lauter energie. Ich hingegen, stehe dann nur daneben, reibe mir die Augen, mit einem Fetten Hääää im Gesicht und leg mich wieder ins Bett.

Ein Phänomen, dass ich weder verstehen noch nachvollziehen kann. Geschweige denn, dass ich es verstehen wollte. Für mich gibt es nichts schlimmeres, als morgens um 5 aufstehen zu müssen. Der ganze Tag ist für mich dann völlig fürn Arsch. Von der Dauer Müdigkeit und dem Bedürfnis einen Mittagsschlaf machen zu müssen, fange ich gar nicht erst an.

Kurzum, das geht mir und meinem Biorhythmus tierisch auf den Geist! Das lasse ich mir auch nicht schön reden. Die Erfahrung hat mich da so einiges gelehrt. Meine innere Uhr dankt es mir, wenn ich auf den 5-Uhr-Morgens-aufsteh-Zug nicht mit aufspringe. Schluss aus ende. Amen. Da könnter euch aufn Kop stellen, ich mach da nicht mit.

Auf jeden Fall, begann der Samstag für mich nicht morgens um 5. Was auch gut so ist. Sondern eben erst um 11. Das übliche gedönse. Kaffee, Kippe, Sofa. Kurzer Blick in diverse WhatsApp Gruppen und in mein Instagram Postfach. Okay, ich befasse mich dann heute Abend mit der Beantwortung diverser offener Nachrichten. Jetzt habe ich echt keine Lust dazu.

Aber, genau das ist eigentlich an der Homeoffice, Network, Digitalnomaden Geschichte oder als was mans auch immer bezeichnen möchte, dass geniale. Du entscheidest selbst, wann du was machst. Hast im Prinzip keine Vorgaben wann du was zu erledigen hast. Muss allerdings noch meinen eigenen Fahrplan etwas definieren und klar ausarbeiten.

Aktuell ist der „Fahrplan“ doch noch recht unstrukturiert und chaotisch. Wenn man hier überhaupt von irgendeinem Plan reden kann. Werde da manchmal auch etwas nachlässig im sinne von „mmmm das kann ich auch später machen.“ Aus später wird dann schnell morgen oder nächste Woche. Heißt ich muss mir Teilweise klare Zeiten setzen, wann ich was mache. Sonst wird das nie was und ich fange an zu schieben, weil ich ja nicht muss.

Die schieberei bemerke ich aber auch in anderen Punkten. Habe mir schon letzte Woche ein veganes Kochbuch gekauft. Aber daraus immer noch nichts umgesetzt, geschweige denn, dass ich es mir überhaupt mal genauer angeschaut hätte. Das lag halt da auf der Konsole und da lag es ganz gut. Hat bis heute gebraucht. Werde mich jetzt mal dran versuchen.

Wie ich jetzt auf Vegan komme? Man möge mich für verrückt erklären. Sich vielleicht auch fragen, was is los mit der, geht’s der schon noch gut usw. Ja mir geht es wunderbar, man muss sich keine Sorgen machen. Im Übrigen auch so ein Phänomen, das mir in letzter Zeit öfter begegnet. Sobald man irgendwas ändert, was neues anfängt oder nur ausprobiert, werden die Leute schon beinahe hysterisch und bekommen Schnappatmung.

Oh, die macht was neues, vielleicht auch was, dass nicht ganz der Norm des Durchschnittes entspricht, das kann nicht Koscher sein, da muss man sich bestimmt Sorgen machen! Weil die ja grad völlig vom Plan abweicht und aus der Reihe tanzt!

Echt jetzt? Wozu denn das ganze Theater? Das Theater um dieses nicht in die Norm passen, was anderes machen, Komfortzone verlassen, vielleicht auch mal ein Risiko eingehen, wo nicht vorhersehbar ist, was draus wird?

Man kann’s auch übertreiben. Wenn man gerne der Norm entspricht, typische Muster mag um bloß nicht aufzufallen oder etwas zu riskieren. Bitte. Dann macht das. Aber lasst mich da raus. Leben und Leben lassen. Mein Leben. Dein Leben. Wenn du das möchtest, bitte. Ich nicht. Thema erledigt.

Zurück zum Thema. Warum meine ich jetzt plötzlich, vegan ausprobieren zu müssen? Gibt dazu eigentlich genau zwei Punkte, die mich dazu gebracht haben, zu sagen: Komm probiers mal aus, wirste nicht dran krippieren.

  1. Thema: Fleischkonsum. Persönlich hab ich es eh schon nicht so mit Fleisch. Schmeckt mir einfach nicht. Wenn ich alle paar Wochen oder Monate also mal ein bisschen Fleisch futtere, ist das schon viel.  Und dieses ganze gedönse, jeden Tag Fleisch essen zu wollen/müssen, aber kosten darfs nichts, fand ich immer schon sehr fragwürdig. Irgendwie tun mir auch die ganzen Viehcher leid, die da in irgendwelchen Großbetrieben Schulter an Schulter stehen und nie eine Wiese oder Tageslicht zu Gesicht bekommen. Oder zig Kielometer durch die Gegend kutschiert werden, nur um Billig gemetzgert zu werden. Was soll das ganze denn? Da will ich echt nicht mehr mit machen. Ist mir das der Spaß wert? Nö, eigentlich nicht. Prinzipiell kannst es also direkt auch ganz bleiben lassen mit der Fleisch futterei.
  • Thema: Schon länger habe ich tierische Milchprodukte durch pflanzliche Milchprodukte ersetzt. Was aber eher dem geschuldet ist, dass ich tierische Milch zunehmend schlechter vertragen habe. Mein Körper dankt es mir, dass ich das so konsequent durchziehe. Wenn ich also eh schon keine tierischen Milchprodukte mehr nutze, warum das Ganze nicht ein bisschen ausweiten? Vielleicht tuts mir ja ganz gut. Wer weiß.

Vorhin also losgelatscht und mir schon mal ein paar Sachen für ein paar Rezepte rausgesucht. Abendessen für heute und morgen ist schon mal sicher. Vielleicht berichte ich darüber. Bin ja ehrlich gesagt mal gespannt, ob ich das ganze so durchhalte.  

Auch Samstag Mittag einkaufen zu gehen, ist eine Katastrophe. Ich lerns aber auch nicht. Werde es wohl auch nie lernen und jedes mal wieder in diese Situation rein rennen.

In diesem Sinne werde ich mich noch der Frischluft widmen. Später wieder mein Sofa Konsultieren und versuchen noch irgendwas zu finden, was ich auf Netflix und co noch nicht gesehen habe. Wieder mal.

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