Wann bin ich mal dran?

Der Urlaub neigt sich dem Ende zu. Ab dem Wochenende heißt es wieder ranklotzen. Arsch aufreißen und sich Bucklig schuften. Na herzlichen Glückwunsch. Der Urlaub war wieder mal viel zu kurz, die Zeit verging viel zu schnell. Eigentlich schon traurig, wenn ich ehrlich bin. 6 Wochen Urlaub im Jahr. Die Restliche Zeit rennst du dir die Hacken wund und hast extrem zerstückelt frei.

Und für was? Keine Ahnung. Eigentlich geht mir das richtig krank auf die Nerven. Ständig für andere mir den Arsch auf zu reißen. Zu tun und zu machen. Ich und meine Bedürfnisse, Wünsche und Träumen bleiben oft aber auf der Strecke. Und das macht mich in letzter Zeit innerlich oft so aggressiv.

Weil ich mich frage: Wann bin eigentlich ich mal dran? Wann nimmt denn bitte mal jemand auf mich Rücksicht? Wann darf ich dann mal machen? Wer schert sich denn auch mal um mich und meine Bedürfnisse? (Außer ich selbst)

Eigentlich bin ich nicht Egoistisch. Eigentlich nehme ich immer Rücksicht. Auf Gott und die Welt. Vergesse mich dabei wirklich oft selbst. Wunder mich dann, warum manches so kommt oder ist wie es eben kommt. Obwohl ich die Antwort bereits kenne.

Vielleicht sollte ich einfach mal den Egotrippknopf umlegen. Vielleicht sollte ich wirklich sagen, leckt mich doch alle Sonst wo. Macht euren Scheiß allein. Tschüss, ich kümmer mich jetzt einfach mal um mich selbst. Getreu dem Motto: ich bin dann mal weg!

Vielleicht sollte ich doch noch auf den Jakobsweg gehen? Wobei. Ne, so gläubig veranlagt bin ich dann doch nicht. Doch noch auf Weltreise gehen? Drauf gepupst, mit welchem Geld ich das finanziere. Dann aber wieder die Feststellung: Shit du hast aber diverse Verpflichtungen. Einfach mal aufhören zu Arbeiten is nicht. Geht nicht. Funktioniert nicht.

Ende aus amen. Andererseits rutscht du schon wieder immer mehr in eine Spur, wie du es nie wolltest. Du nimmst gerade den falschen Weg. Es nimmt Bahnen an, in die du nie kommen wolltest. So hast du dir das nicht vorgestellt und gewollt hast du das so auch nie.

Merke aber gleichzeitig, dass ich auch zum jammern neige. Teilweise aber nichts ändere und zig ausreden finde, warum und weshalb ich bestimmte tue oder eben nicht. Was ist nur los?

Klarer Fall: ich muss mir eine Lösung einfallen lassen. Klarer Fall. Ich muss an dem dran bleiben, was ich bereits tue. Konsequent. Und wehe du gibst auf! Wehe! Dann gibts gewaltig ärger von mir selber. Zieh es durch! Egal was die anderen sagen. Egal, wenn du absagen bekommst. Du wirst irgendwann ein Ergebnis sehen. Und das Ergebnis wird auch nur kommen, wenn du dich zusammen reißt und weiter machst. Von nichts kommt bekanntlich nichts.

Was bringt es mir, wenn ich vor mich hin träume. Was bringt es mir, wenn ich denke „Ach kuck mal, der hat aber ein tolles Leben, dass möchte ich auch.“ Aber nichts dafür tue. Richtig, es bringt nicht. Gar nichts.

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