Networking: Wie alles anfing

Irgendwann im November 2020. Ich werde von einer völlig fremden Person auf Instagram angeschrieben. Nicht das erste mal wenn ich ehrlich bin. Bis zu diesem Zeitpunkt, hatte ich die meisten Nachrichten die in diese Richtung gingen, regelrecht ignoriert. Was vielleicht nicht zu letzt daran lag, dass ich völlig genervt von dem Gedönse war. Mich das auch so gar nicht interessiert hat. Ich auch nicht viel Bock drauf hatte. Mir das gelaber einfach tierisch auf die nerven ging.

Die wollen dir doch bloß irgendwas aufquatschen. Da kann nichts gutes bei rum kommen. Und so weiter und so weiter. Irgendwas war an dieser einen Nachricht aber anders. Der Absender war mir Sympatisch. Die Nachricht freundlich, nicht zu aufdringlich. Und irgendwie hat die Formulierung „Hättest du denn Lust, mit deinem Blog Geld zu verdienen“ einen Nerv getroffen.

Zum einen hatte ich zu der Zeit immer wieder über einen Nebenjob nachgedacht. Etwas mehr Geld auf dem Konto täte mir gut. Aber viele der herkömmlichen Nebenjobs kamen für mich nicht in Frage. Da nicht kompatibel mit meinem Dienstplan und Hauptjob. Und aus der Erfahrung heraus, gehe ich dann gefühlt nur noch arbeiten und habe nicht mehr sonderlich viel Freizeit.

Zum anderen fand ich das schon immer faszinierend, mit Bloggen, Instagram und Co. sich nebenbei was aufzubauen. Allerdings war ich hier vermutlich nie Konsequent genug. Oder es fehlen, beispielsweise bei Instagram, die Follower um effektiv aufzufallen und damit langfristig wirklich Finanziell unabhängig zu sein. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nämlich, sage und schreibe, 500 Abonennten auf Insta. Nicht viel. Einer von vielen die irgendwo da rum Krebsen. Nicht mehr. Nicht weniger.

Wenn du auf Instagram jemand sein willst. Brauchst du Reichweite. Ab 10.000 aufwärts wirds interessant. Alles darunter? Kleine Fische im riesen Haibecken. Und du läufst Gefahr, unter zu gehen, zwischen den vielen anderen Profilen.

Okay, dann hör ich mir das ganze einfach mal an. Klingt gut. Ach komm mach das. Versuchs einfach mal. Kannst ja immer noch aufhören, wenns dir nicht taugt. Aber du kannst wenigstens sagen, du hättest es versucht. Kurze Zeit später: Blanke Panik. Scheiße, in was für ner Sekte bis du da denn gelandet? Da steht doch voll das Schneeballsystem dahinter! Hilfe! Nein! Stop.

Atmen nicht vergessen. Schalt bitte dein Hirn wieder ein und benutze es auch! Was spricht denn dafür, dass es ein Schneeballsystem ist? Rein gar nichts! Die Firma besteht seit über 50 Jahren, hat sogar ins Ausland expandiert mit über 30 Standorten. Es steht ein super Produkt dahinter, dass auch noch real ist. Was du hier machst, ist Direktempfehlung von einem Produkt, dass du gut findest. Und dafür bekommst du was vom Gewinn ab! Du wirst dafür bezahlt. Und sei mal ehrlich, wie oft hast du denn schon mal was weiter empfohlen? Eigentlich müsste ich mittlerweile schon reich sein, allein durch das was ich alles schon weiter empfohlen habe.

Aber, leider wirst du für die meisten Empfehlungen, die du aussprichst, nicht vergütet. Der Verkäufer freut sich, dass er Gewinn macht und wieder was verkauft. Sich außerdem die Werbekosten gespart hat. Und somit mehr Gewinn einstreicht. Deine Freundin, dein Bekannter oder wer auch immer, ist Glücklich. Super. Und was hast du davon? Rein gar nichts. Wie du deine Miete zahlst, kannst grad selber schauen.

Mal abgesehen davon. Du bist nicht darauf angewiesen, neue Leute ins Boot zu holen. Du hast zwar die Möglichkeit, neue Leute anzuweben, sozusagen neue Filialen zu eröffnen. Wofür du nochmal vergütet wirst, weil du die Einarbeit, Betreuung usw. übernimmst. Aber musst es nicht. Du kannst dich auch komplett auf Kundengewinnung und Direktempfehlung einschießen.

Kurzum: Du fungierst hier als Werbung. Wirst dafür bezahlt. Und jut. Die neue Form von Werbung sozusagen. Nicht mehr. Nicht weniger. Also hör auf hysterisch zu werden! Fang dich mal wieder und komm klar.

Und so nahm alles seinen Lauf….mehr dazu, im zweiten Teil. 🙂

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