Network 3: Wege finden, Ziele setzten

Mein Start ins Network war eher holprig, wie ich in einem anderen Beitrag schon erzählt habe. Was unter anderem auch an meinen Erwartungen lag, mit denen ich an die ganze Sache ran gegangen bin. Getreu dem Motto: Das geht alles von alleine und ganz einfach.

Aber nicht nur meine Einstellung war leicht verquer, auch die Arbeitsweise, die ich anfangs hatte, war vielleicht nicht die allerbeste. Zum einen habe ich mich nicht so recht getraut die Leute anzusprechen. Habe immer so ein bisschen gehofft, die Leute kommen auf mich zu. Solange ich nur oft genug irgendwelche Storys und Umfragen bei Instagram mache.

Warum? Zum einen hatte ich „Angst“ vor einem Nein. Zum anderen wollte ich die Leute einfach nicht nerven. Kennt man das ja teilweise, dass man sein Umfeld irgendwann anfängt damit zu nerven bzw. den Eindruck hat, man würde Gott und die Welt damit nerven. Und ich wollte nicht wie einer dieser Versicherungsvertreter wirken, die einen Telefonisch nerven. Oder wie ein Staubsaugervertreter. Das hat mir nicht so sonderlich gefallen.

Entsprechend war natürlich meine Motivation am Boden. Weil nichts passiert ist. Beziehungsweise nicht viel. Einfach gefühlt nichts vorwärts ging. War gleichzeitig aber auch unglaublich stur und dickköpfig. Ich schaff das schon. Ich schaff das alleine. Brauch keine Hilfe. Ich schaff das schon irgendwie. Und hier ist auch schon der Knackpunkt: irgendwie schaffst du das schon gleich gar nicht.

Was mir gefehlt hat war ein klarer Plan, eine klare Struktur, ein klarer Plan. Es war immer irgendwie. Und irgendwie ist schlecht. Das mag kurzzeitig funktionieren. Langfristig aber eher nicht so wirklicht und auch nicht sonderlich gut. Klare Strukturen und Ziele können hier des Rätsels Lösung sein.

Persönlich habe ich festgestellt, dass ich mir ganz klare Ziele setzten muss und mir die auch immer wieder vor Augen halten muss. Viele schören zum Beispiel auf Wünschelbrett, also ich meine damit die Collage mit Bildern von Dingen die man gerne erreichen oder haben möchte.

Hat bei mir nicht ganz so geklappt. Es hat mich zwar irgendwie schon motiviert, aber nicht so richtig. Habe dennoch eine eher flapsige Einstellung an den Tag gelegt. Getreu dem Motto, jaja mach ich noch. Oder muss ich noch machen. Wenn ich dies das und jenes tue dann…Ach das hat noch Zeit. Ich mach das dann morgen, übermorgen, im Nachtdienst oder wenn ich nicht so müde bin.

Irgendwann habe ich gemerkt, so geht einfach mal gar nichts vorwärts. Ich muss mir klare Zahlen setzten. Alles andere motiviert mich zwar irgendwie, ist aber für mich so gar nicht greifbar. Zahlen wiederum schon. Da steht eine klare Zahl, die ich zu erreichen habe. Und am Ende zeigen mir die Zahlen ob ich das Ziel erreicht habe oder nicht.

Mit Zahlen setzten meine ich, wo will ich hin? Welche Zahl will ich erreichen? Wie viele Partner möchte ich im Monat x neu einschreiben? Wie viele Neukunden möchte ich auf meine Liste setzten und welchen Umsatz möchte ich damit erreichen?

Was die Arbeitsweise angeht, klar da musste ich etwas rumprobieren. Mich vielleicht auch ausprobieren. Bin da vermutlich immer noch dabei, meine Arbeitsweise zu verbessern und zu perfektionieren. Was aber gleichzeitig auch bedeutet die Einstellung zu ändern.

Was für mich bedeutet hat, meine Angst zu überwinden, Menschen anzusprechen. Nun ja, im Network eher anzuschreiben. Meine Angst zu überwinden, ein Nein zu bekommen. Denn woher soll ich es denn wissen, wenn ich die Leute nicht drauf anspreche? Wenn ich sie nicht frage? Egal wen du auf deine Liste gesetzt hast, schreib ihn an. Klar kommen einem dann bei manchen Menschen Gedanken wie „Ach, dass ist bestimmt nichts für diese Person.“ Aber sind wir mal ehrlich? Woher weiß ichs denn? Gar nicht.

Und ganz ehrlich, es ist doch egal, wenn jemand sagt „Nein“. Es wird immer Menschen geben, für die es nichts ist. Und es wird immer Menschen geben, die eben nicht Juhu schreien, mit dem was du machst. Es wird immer Menschen geben, die dem gegenüber sektpisch oder negativ eingestellt sind. Dafür auch nicht offen sind. Vielleicht sind sie genau deshalb nicht offen für das ganze, weil sie es gerne tun würden, sich aber nicht so recht trauen.

Aber sei mal ehrlich, ist doch egal oder? Dann sind da eben Menschen die negativ eingestellt sind, zum Thema Networking. Die Vorurteile haben oder was auch immer. Davon darf man sich schlicht nicht runterziehen, triggern oder beeinflussen lassen. Gerade das sollte einen dazu motivieren, weiter zu machen. Ich weiß, dass klingt immer einfacher als es ist.

Weitermachen lautet die deviese. Nicht weiter damit verkopfen, was negativ ist. Auch das positive sehen. Filtern und Leute finden, die offen dafür sind. Getreu dem Motto „Okay, dann eben nicht. Next please“ Gleichzeitig aber nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, nur weil jemand anfänglich skeptisch ist. Zeit nehmen, dass ganze zu erklären und wo möglich, Skepsis nehmen.

Die richtige Arbeitsweise suche ich auch ein halbes Jahr später noch. Versuche mich aktuell an einer Mischung aus Leute über die Story mitnehmen und den Menschen die Möglichkeit geben, von sich aus auf mich zu zu kommen. Aber ich gehe auch auf die Leute zu. Man kann sich nicht drauf verlassen, dass die Menschen selber kommen.

Nur ein kleiner Teil kommt von sich aus, auf einen zu. Die meisten Menschen muss man drauf ansprechen. Aus verschiedensten Gründen. Weil sie sich nicht trauen, die Story vielleicht auch nur überflogen haben. Und so weiter und sofort. Die aller wenigsten kommen von sich aus.

Klar es wird auch Menschen geben, die einen länger beobachten. Kucken, was macht die da. Und in folge dessen Kontakt mit einem aufnehmen. Aber auch hier gibt es die einen und die anderen. Die einen die beobachten und von sich aus kommen. Und die anderen, die beobachten und nicht von sich aus kommen.

Man muss einfach irgendwie einen Mittelweg aus allem finden. Welcher mein Mittelweg ist, weiß ich noch nicht so genau. Und wie heißt es in dem Buch, dass ich mir gekauft habe, so schön: Man muss sich auch im Network Fähigkeiten aneignen und lernen um zum Profi zu werden. Im Network braucht es bis zu 7 Jahre, bis man ein richtiger Profi ist.

3 Gedanken zu “Network 3: Wege finden, Ziele setzten

  1. Hat ein wenig was von „Þetta reddast“ – isländisch für „wird schon werden“ 😉
    Ich kenn das, networken ist mein Thema auch ned soooo wirklich – ich such auch noch den richtigen Weg. Bleib dran, teste aus, gib nicht auf, irgendwann hast du den Dreh raus 😉

    Gefällt 1 Person

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