Krankenstand

Es ist 10:15. Ich greife zum Telefon und wähle die Nummer von der Arbeit. Ich muss meinen Krankenstand verlängern. Der Rücken tut immer noch nicht was er soll

Ich bin nervös. Mein schlechtes Gewissen meldet sich. Andere müssen jetzt meine Dienste machen. Aber was bringt es mir und den anderen. Habe mir das ganze Problem auch nicht ausgesucht.

Selbiges sagt mir auch kollegin am Telefon „hör auf mit dem Blödsinn. Wir machen das schon. Schau du erst mal das du wieder auf die Beine kommst , dass ist wichtiger“

13 Uhr. WhatsApp einer Bewohner „wann kommst du wieder?“ Ich antworte nicht möchte eigentlich meine Ruhe haben. In Gedanke Antworte ich „weiß ich nicht, dann wenn ich wieder gesund bin. Wenn ich Pech habe erst mal gar nicht“

Frage mich zwei Dinge, hat sie mich das ganze nur aus Empathie gefragt? Oder ging es schon wieder von Angehörigen aus, die ein Problem haben das eigentlich nicht existiert?

7 Gedanken zu “Krankenstand

  1. Ich kann Dich gut verstehen. Ich habe mir vor Wochen auf dem Weg zur Arbeit auf dem Weg zur Arbeit einen Bänderanriss zugezogen. Obwohl ich kaum vernünftig laufen kann, fühle ich mich gelegentlich wie ein Deserteur – gerade jetzt, wo mich die Firma so dringend brauchen würde! Aber es hilft nicht.

    Aber mal anders herum betrachtet: Deine Kollegin hat recht. Deine Gesundheit geht vor. Wenn jetzt andere Zusatzdienste übernehmen müssen, dann ist das nicht Deine Schuld, sondern ein Fehler im System. Denn ein System, dass dann ins Schleudern kommt, wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter ausfällt, was ja nun kein Naturereignis ist, kann auf Dauer nicht funktionieren. Oder nur auf Kosten der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Also: werde gesund! Das ist das beste, was Du für Deinen Betrieb tun kannst. Und wenn sich das hinzieht, dann ist das nicht Deine Schuld, sondern der natürlich Ablauf der Dinge. Klingt komisch, ist aber so. Dir jetzt erstmal gute Besserung!

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    • Halli Hallo,

      ja leider bin ich da tatsächlich in einem ziemlichen zwiespalt. Muss mich da auch prinzipiell immer selber am Riemen reißen und mir sagen: Halt! Bis hier hin und nicht weiter. Jetzt denk auch mal an dich und nicht immer an alle anderen.

      Nun gut, dass ding ist, dass ich in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung arbeite. Heißt es gibt bestimmte Dienste die abgedeckt zu sein haben. Geht zwar schon mal alleine, aber cool ist halt was anderes.

      Aber, wie gesagt, jetzt ist einfach der Punkt erreicht, an dem ich an mich denken muss. Ist halt jetzt so. Ausgesucht hab ichs mir ja nicht. Und ich würde auch sagen: Höhere Gewalt 🙂

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  2. Es ist keinem geholfen, krank zur Arbeit zu gehen. So wird die Arbeit nur halb gemacht und schlussendlich gibt es mehr aufzuarbeiten, als wenn die Erholung erlaubt wird.

    Mein Mann beispielsweise steht kurz vor dem Burnout und geht (glücklicherweise) jetzt endlich mal in Krankenstand deswegen, er hat lange gewartet, weil es keine Vertretung gibt, keine Springer da sind. So hat er seine Gesundheit mehr ruiniert, als nötig wäre. Manchmal ist die eigene Gesundheit viel wichtiger, denn hinterher kannst du wieder mehr Gas geben.

    Du bist nämlich keine Maschine 😉 und selbst die brauchen eine Ruhepause.

    Gute Besserung!

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    • Da hast du recht. Es ist keinem Geholfen. Ich sag mal so, ich bin jetzt niemand der sich wegen Kopfschmerzen oder n bisschen schnupfen zu Hause bleibt.

      Aber bei manchen Dingen, bleibste besser zu Hause. weil es so keinem was bringt. Nicht nur das viel liegen bleibt aber auch, das gesundheitliche Problem damit noch schlimmer gemacht wird/werden kann.

      Und da hast du auch recht, wir sind immer noch Menschen und keine Maschinen. Und auch Maschinen usw. müssen manchmal ihren Akku aufladen oder brauchen eine neue Patrone.

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      • Genau.
        Mein Mann ist nach einer knappen Wochen Krankenstand wieder soweit zu lächeln, ein riesiger Fortschritt für ihn.

        Mach es wie er, wenn es nötig ist. Gönn dir eine Pause, dann hast du im Endeffekt wieder viel mehr Kraft.

        Kleinigkeiten sind nicht so schlimm, nur wenn die Batterie mal alle ist, dann braucht es sehr lange um wieder nach oben zu gelangen.

        LG

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      • Mittlerweile bin ich tatsächlich zu der Erkenntnis gekommen: Es ist so wichtig auf sich selbst aufzupassen. Und es ist auch mal wichtig, aufzuhören drüber nachzudenken, was andere von einem Denken könnten, nur um nicht unangenehm aufzufallen.

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