Was wurde eigentlich aus dem Italienroadtrip?

Ja was ist eigentlich aus dem Road Trip durch Italien geworden, den ich eigentlich geplant hatte? Von dem ich immer so geschwärmt hatte und den ich unbedingt durchziehen wollte? 6 Wochen einfach durch Italien fahren. Orte erkunden aber gleichzeitig auch entspannen.

Nun gut, da muss ich etwas ausholen. Ich habe geplant, geplant, gerechnet, die Route gewählt, Orte raus gesucht. Über Unterkünfte nachgedacht. Ich war so richtig im Flow. Die Planung lief super. Und dann, ja dann kam Corona. Zuerst habe ich mich noch lustig gemacht. Nun ja, was dann im Frühjahr kam, wissen wir ja alle. Seither liegt ja so ziemlich alles lahm. Oder teilweise..

Reisen klar, geht im Sommer schon. Sonderlich gut vorausplanen kannst aber nicht wirklich. Weil alle paar Meter irgendwelche neuen Regeln, Maßnahmen oder sonst was folgten. Abgeschrieben ist der Road Trip deswegen nicht. Er ist aktuell eher verschoben. Auf nächstes Jahr. In der Hoffnung, dass es dann wirklich auch klappt.

Wie lautet der aktuelle Plan?

Nun gut, zum einen habe ich jetzt entschieden, den Road Trip auf 2022 zu verschieben. Bis dato erhoffe ich mir natürlich das sich die Lage mit Corona soweit entspannt hat, dass man etwas längerfristiger planen kann. Und der Trip steht definitiv noch auf meiner To do Liste.

Konkret sieht aber aktuell noch etwas anders aus. Heißt ich muss die Planung erst noch fortsetzten, denn die ist mit Corona vorerst einmal zum erliegen gekommen. Was mit vielen Dingen zusammen hing. Aber das ist aktuell eher unwichtig, was vor 6 Monaten war.

Allerdings hat Corona natürlich ein paar Fragen aufgeworfen. Mich nochmal zum Überlegen und Nachdenken angeregt.

  • Reichen 6 Wochen für so einen Trip wirklich aus? Besser reicht MIR das?
  • Länger geht aber beinahe nicht, wegen weil nur 30 Tage Urlaub und so
  • Eigentlich wolltest du Anfang 2022 ja auch noch nach 4 Wochen nach Thailand, eigentlich hast du dann nur noch 2 Wochen Resturlaub
  • Bekomme ich überhaupt so lange am Stück Urlaub?

Bei der ganzen drüber nachdenkerei, regt sich dann in mir so ein Gefühl. Wenn man das überhaupt als Gefühl bezeichnen kann. Deine Reiseplanung ist brutal von 30 Tagen Urlaub abhängig. 2022 kannst du nur hüh oder hott. Beides geht nicht. Außer du würdest beides auf je 3 Wochen kürzen. Was aus meiner Sicht gar keinen Sinn macht. Dann rennste da durch die Gegend. Und was hast du letztlich von deinem Urlaub? Stress. Ja herzlichen Dank, dass ist NICHT er Plan.

In solchen Momenten ärgere ich mich dann wieder darüber, dass ich mit 30 Tagen Urlaub pro Jahr über die Runden kommen muss. Das restliche Jahr, Rennst du zum Arbeiten, reißt dir den Arsch auf. Quer verstreut ein paar Tage frei, die aber nicht dafür ausreichen länger am Stück weg zu fahren. Und das ziehst du dann geschlagene 40 Jahre so durch. Applaus.

In solchen Momenten hätte ich dann nur zu große Lust alles hin zu werfen und zu sagen: Wisst ihr was. Macht euren scheiß alleine. Buckelt euch 40 Jahre einen ab, kommt mit 30 Tagen Urlaub aus. Wenn euch das reicht. Bitte. Ich mach da nicht mehr mit. Tschö, ich bin dann mal weg.

Dann meldet sich mein Kopf zu Wort, der mir die Bremse rein jagt.

  • Das kannst du nicht einfach machen! Das geht doch nicht! Bist du bescheuert?!
  • Du müsstest alles hinwerfen. Deine Mietwohnung kündigen, den Job direkt hinterher. Gehts noch?
  • Und was machst du mit der Wohnung die du gekauft hast, daran schon mal gedacht?
  • Und wenn wir schon beim gekündigten Job sind, wo willst du das Geld her bekommen um dich weiter zu finanzieren?
  • So nen mega Puffer hast du jetzt auch nicht auf deinem Konto.
  • Außerdem: Dein Network wirft aktuell wirklich noch nicht genügend ab um dich langfristig über Wasser zu halten

Naja, ganz so unrecht hat mein Hirn gar nicht. Stimmt ja irgendwie. Aber ehrlich mal, wie wäre es denn mit einem Gegenvorschlag? Oder ist das zu viel verlangte Denkleistung?

Aber heißt es nicht immer: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg? Mensch klemm doch einfach mal deinen Hintern jetzt zusammen! Gibts ja nischt. Du bist inzwischen in einem Hamsterrad unterwegs, in dem du nie sein wolltest. Kann es sein, dass ich irgendwann mal falsch abgebogen bin?

Du rennst und rennst. Fügst dich in die übliche Norm. Fehlt nur noch Haus, Hochzeit, Kind und der Golden Retriever. Dazu verbringst du 2 Wochen im Jahr, jedes Jahr aufs neue, in ein und der selben Hotelanlange, im Nachbarzimmer deine Schwiegereltern. Du hangelst dich von einem Urlaub zum nächsten und arbeitest nur noch darauf hin. Ich weiß ja auch nicht.

Fazit

Route nochmal neu durchdenken, fertig durchplanen. Mir einen Plan überlegen, wie was wo. Und wie ich das mit dem Urlaub umsetzten kann. Vielleicht doch noch umplanen. Mir schwirrt da zwar schon so eine Idee im Kopf rum, aber die ist noch nicht ganz ausgegoren.

2 Gedanken zu “Was wurde eigentlich aus dem Italienroadtrip?

    • Vielen lieben Dank für deine Rückmeldung. Normalerweise verfolge ich auch eher die Devise: einfach machen. Der Gardasee Urlaub ist auch schon seit November gebucht und das werde ich auf jeden Fall machen.

      Den Roadtripp über 6 Wochen, muss ich allerdings wohl wirklich auf nächstes Jahr legen. Was natürlich ein Stück mit der im Dezember/Januar abgeschlossenen Urlaubsplanung zusammen hängt. Und weil mir das zu der Zeit, mit der ganzen Coronamiesere, etwas zu unsicher war :). Nächstes Jahr sieht das schon wieder anders aus. :), denke ich

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