Von schwarzen Löchern und dunklen Kisten

Mittlerweile ist doch schon ne ganze Weile vergangen, seit ich den neuen Job angefangen habe. Es gibt immer noch Situationen in denen ich mir denke „Was zum Teufel geht eigentlich gerade im Kopf des anderen ab“. Gerade so Dinge wie Stimmen hören oder Menschen sehen, die nicht da sind, sind für mich so überhaupt nicht greifbar. Klarer Fall von Schwarzer Kiste. Du siehst wie etwas in die Kiste rein geht und irgendwas dabei Raus kommt. Was in der Kiste aber passiert, dass siehst du nicht.

Und ich glaube genau das ist es was ich nicht verstehe. Was für mich so überhaupt nicht greifbar ist. Was geht in den Situationen, in denen die Leute plötzlich so aus dem Nichts heraus ausflippen, in deren Kopf ab? Welchen Schalter legt es denn in dieser Situation, dass man gleich so Harakiri mäßig durch die Welt rennt? Aber das wird immer ein Punkt sein, den ich nie verstehen werde.

Die meiste Zeit komme ich mir tatsächlich eher vor wie im Kindergarten. Umzingelt von Kleinkindern im Köpern von Erwachsenen, die sich wegen Nichtigkeiten an die Gurgel gehen. Oder wegen Kleinigkeiten an die Decke hüpfen und regelrecht explodieren. Tickende Zeitbomben und das jeden Tag. Und wenn es zum 100ten mal der MP3 Player ist, der nicht funktioniert. Der Laptop, der den MP3 Player, das Handy oder sonst was nicht erkennt. Neulich wieder so eine Situation gehabt.

Diese Situation hat sich angefühlt wie „Täglich grüßt das Murmeltier“ oder wie ein CD Spieler der nur noch ein Lied abspielt. Wie oft ich in den letzten Wochen schon versucht habe, zu erklären, dass man auf den Ipod nur Lieder aus Itunes laden kann. Der Ipod sich nicht mit der Mediathek von Windows Koppeln lässt.

Weiter geht es mit unzähligen Handys, Speicherkarten und Kopfhörern. Der Standartsatz dazu „Doch, das Handy kann aber Musik.“ Hinweise wie „Das Teil ist aber ein ziemlich alter Schinken und eher aus den Anfänger der 2000er und kann das noch nicht.“ werden abgewiegelt mit „Nein, dass hab ich erst neulich bekommen! Das ist noch gar nicht so alt! Und xy hat gesagt das geht“ Bei weiteren Erklärungsversuchen werde ich abgewimmelt, der Unterton wird aggressiver. Entscheide mich in solchen Momenten dazu, einfach die Klappe zu halten.

Das nervige an diesen Situationen ist zum einen, dass es immer und immer wieder das selbe ist. Man immer und immer wieder das selbe sagt, das selbe versucht zu erklären und es immer das selbe Theater ist. Aber noch anstrengender empfinde ich dieses Hilfe einfordern, sich aber nicht helfen lassen und alles besser wissen.

Jedes mal läuft es genau darauf hinaus. Darauf, dass man etwas erklären oder zeigen möchte. Einem dann aber so Dinge um den Kopf geschossen werden wie „Ich weiß schon wie das geht.“ „Ich hab das schon mal gemacht.“ „Hör auf da rum zu fummeln, du machst das falsch“ „Nein das geht so nicht, dass geht anders.“

Jedes mal ploppt dann die Frage in mir auf, Person x weiß doch eh alles besser, warum wird dennoch Hilfe eingefordert? Warum setzt ich mich immer wieder gefühlt 1 Stunde mit dieser Person hin, wenn sich Person x nicht helfen lässt und alles besser weiß? Auch wenn das, was diese Person meint zu wissen, bereits in der Vergangenheit mehrfach gescheitert ist?

Manchmal hat man einfach Tage, an denen man sich in einer Schleife von Wiederholungen und wiederkehrenden Dingen gefangen fühlt. Egal wie oft man bestimmte Dinge sagt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s