Umbrüche

Die letzten Wochen und Monate waren für mich eine reine Achterbahnfahrt. Es gab so viele Höhen und Tiefen. Ich stand vor vielen Entscheidungen, die ich treffen musste. Was nicht immer ganz leicht war. Man fragt sich dann schon, gerade bei größeren Entscheidungen, was kommt da auf mich zu, ist das alles so gut, was ich da tue. Aber wir müssen letztlich irgendwie eine Entscheidung treffen um weiter zu kommen.

Ob die Entscheidung gut war, erfahren wir letztlich immer erst dann, wenn wir sie getroffen haben . Alles was davor passiert, was wir uns an Gedanken und vielleicht Sorgen machen, ist vielleicht punktuell gerechtfertigt. Bringt uns aber nicht wirklich weiter, da wir einfach nicht wissen, wie sich die Entscheidung entwickeln wird.

Mir haben viele Entscheidungen der letzten Monate Erkenntnisse gebracht. Und ich wurde mir einfach über so viele Dinge klar. Was wiederum dazu führt, dass ich mir bewusst machen muss, was ich eigentlich will, was ich möchte und wo es für mich weiterhin hingehen soll.

Was letztlich alles ein Stückweit mit der Entscheidung für den Jobwechsel zusammenhängt. Im Sommer musste ich mich beruflich umorientieren. Aus gesundheitlicher Sicht konnte ich den Bereich in dem ich war nicht mehr weiter machen. Aus Sicht sämtlicher Fachleute hätte ich mich damit nur in die Berufsunfähigkeit geschossen. Worauf ich eigentlich nicht so recht viel Lust hatte.

Mittlerweile sind fast 3 Monate vergangen, seit ich meinen neuen Job angefangen habe. Auf der einen Seite macht er mir schon irgendwie Spaß, auf der anderen Seite frage ich mich regelmäßig: Was zum Teufel treibe ich hier eigentlich? Was tust du da? Was ist deine genaue Intention dahinter? Klar verdiene ich gutes Geld, aber ist es das Geld wirklich wert?

Ist es das Geld, dass du eigentlich momentan gut gebrauchen kannst, wirklich wert, dass du das Gefühl nicht mehr los wirst nur noch beim Arbeiten zu sein? Ist es das ganze hier wirklich wert, dass du das Gefühl nicht los wirst, mit der Unterschrift auf dem Arbeitsvertrag dein Leben in die Mülltonne geschmissen zu haben?

Zunehmend merke ich, wie es mir wiederstrebt, immer nach Dienstplan springen zu müssen, der mir sagt, wann und wie lange ich zu Arbeiten habe. Der mir vorgibt, wie ich mein Privatleben, meine Freizeit, meinen Urlaub und alles andere zu planen. Was mir zunehmend das Gefühl gibt: Mir gefällt das nicht.

Was letztlich ein bisschen darauf beruht, dass ich durchaus weiß, wie es ist selbst entscheiden zu können, wann, wie viel und von wo aus ich arbeite. Ich genau weiß wie es ist, wenn man selbst über seine Arbeit entscheidet und einem kein Dienstplan vorgibt, um welche Uhrzeit man an einem Bestimmten Ort zu sein hat. Und ich glaube genau das ist der Knackpunkt, der mir gerade wieder ganz stark bewusst macht, shit, die ganze Schönrederei funktioniert langsam aber sicher nicht mehr.

Und dann stehst du wieder vor einem Haufen an Entscheidungen. Wie mache ich weiter? Wo geht es dieses mal hin? Wie schaffe ich es am besten, dass ich wieder das Gefühl habe, mein eigener Herr zu sein. Und nicht mehr das Gefühl zu haben, die Marionette von etwas oder jemand anderem zu sein.

Aber wie heißt es so schön, jammern hilft nichts. Beweg deinen Hintern und mach was. Wenn dir was nicht gefällt, änder was. Werde aktiv, komm vorwärts, mach einfach, geh vielleicht auch mal ein Risiko ein. Aber ganz wichtig, hör auf zu jammern und nimm dein Leben in die Hand. Denn nur wir alleine sind dafür verantwortlich. Oder?

2 Gedanken zu “Umbrüche

    • Ja das stimmt. Allerdings merke ich für mich zunehmend, dass es für mich so nicht das richtige ist. Und ich langfristig wohl andere Wege einschlagen werde, auch wenn das vielleicht ein gewisses Risiko bedeutet 😊

      Aber wie heisst es so schön, man muss selbst was ändern und sein Leben in die Hand nehmen.

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