Instagram und Ich

Instagram und ich waren neulich, nun ja wie soll ich sagen, ein wenig sehr auf Kriegsfuß. Das kann man so glaube ich ganz gut definieren und beschreiben. Warum wir auf Kriegsfuß waren, erzähle ich euch jetzt einfach mal hier in diesem Beitrag.

Aufgrund diverser Umstände, hat sich über die letzten Monate meine Aktivität auf Instagram erhöht gehabt. Was letztlich dazu führte, dass natürlich auch die Reichweite und die Abos in die Höhe gingen. Dafür hatte ich aber auch ein wenig was getan, dass es soweit kommt und das ganze diesen Lauf genommen hatte.

Die Intention hinter der ganzen Instagrameritis war eigentlich immer schon, den Leuten meine Fotos zu zeigen. Die Menschen mit zu nehmen. Mitzunehmen auf meine Reisen. Ihnen meine Entwicklung beim Fotografieren zu zeigen. Sie vielleicht auch ein bisschen in meinem Alltag zu Hause mit zu nehmen. Der Schwerpunkt lag aber schon immer mehr auf der Landschaftsfotografie. Gehöre ich weniger zu den Selfikönigen. Die ausschließlich Bilder von sich selbst hoch laden. Ist einfach nicht so meins.

Insgesamt habe ich mit der Zeit vieles umgestellt. Habe mir Videos und Beiträge zum Thema Instagram zu Gemüte geführt. Was ich übrigens jedem empfehlen würde, der Instagram nicht nur just for Fun sondern halbwegs vernünftig betreiben und Menschen wirklich erreichen möchte. Just for Fun gibt es nämlich verdammt viel.

Mittlerweile reicht es natürlich auch nicht mehr, nur gute Fotos zu machen. Das kann mittlerweile jeder, der ein Handy mit einer halbwegs passablem Kamera hat. Heißt man muss zum Bild auch noch ein bisschen Kontent liefern. Sich vernünftig was ausdenken, was dazu schreiben.

Letztlich habe ich selber also angefangen….

  • Meine Fotos besser zu vertagen, Hashtags sind nämlich richtig gute Dingerchen
  • Filter und Co, was mir Instagram eh schon anbietet zu nutzen
  • Mir vernünftigen Kontent zu meinen Bildern zu überlegen und mehr zu schreiben als nur „Sommer 2010“
  • Aktiv zu werden, in dem ich andere Bilder Like und Kommentiere
  • Nachrichten Zeitnah beantwortet habe
  • Meinen Feed aufgeräumt und ihm Struktur gegeben habe
  • In den Storys Icons genutzt habe, die mir Instagram schon anbietet

Insgesamt habe ich einfach angefangen mir den Algorithmus von Insta zu eigenen zu machen und damit ein bisschen zu spielen. Denn im Grunde ist der Algorithmus von Insta was gutes. Der Algorithmus geht im Prinzip von Aktivität und Zeit aus. Wie aktiv bist du selbst? Wie viel Zeit verbringen die Menschen auf deinen Beiträgen? Denn, Instagram ist ein „soziales“ Netzwerk. Heißt Kontakt mit anderen haben. Interaktion herbeiführen. Soziale Kontakte haben, sozusagen.

Dazu kommt natürlich, dass Instagram gerne hätte, dass man sich dort wohl fühlt und natürlich viel Zeit dort verbringt. Im Umkehrschluss heißt das letztlich, der Algorthmus tscheckt, wie beliebt dein Beitrag ist. Im Sinne von….

Wie viel Zeit verbringen die Leute auf deinem Beitrag?

Heißt, wenn ich etwas mehr Content, also Text dazu schreibe, als nur ein, zwei Worte, verbringen die Leute schon mehr Zeit damit, auf deinem Beitrag zu bleiben, ihn sich anzusehen. Sich den Text durch zu lesen usw. Das merkt sich der Rythmus und geht davon aus „der Beitrag wird gemocht“ „der Beitrag scheint die Leute zu interessieren“

Wie viele Likes bekommt der Beitrag?

Auch die Likes zeigen im Prinzip dem Rythmus, der Beitrag scheint Interaktion herbei zu führen, die Leute scheinen ihn zu mögen, scheint interessant zu sein. Und spielt den Beitrag an mehr Menschen aus.

Wie viele Kommentare hat der Beitrag?

Auch Kommentare können sehr hilfreich sein. Denn auch hier ist es wie bei allem anderen auch, um so mehr Kommentare du bekommst, desto eher geht der Algorithmus davon aus, dass dein Beitrag gemocht wird. Das dein Beitrag interessant zu sein scheint und spielt auch hier, deinen Beitrag an mehr Personen aus. Weshalb es auch unglaublich wichtig ist, auf Kommentare zu reagieren also darauf zu Antworten. Damit kann man nämlich ganz leicht, die Menge der Kommentare erhöhen, was wiederum dazu führt, dass dein Beitrag mehr ausgespielt bzw. ausgeliefert wird.

Darum ist es eigentlich auch immer sehr gut, im Beitrag selbst Fragen zu stellen und die eigene Community aktiv mit einzubinden. Und die Menschen so dazu zu bekommen, auf deinen Beitrag zu reagieren.

Instagram belohnt uns sozusagen für aktivität und dafür, dass wir eine aktive Community haben, in dem Beiträge mehr ausgeliefert werden. Kostenlose Reichweite und Kostenlose Follower sozusagen. Wie man sieht, ist der Algorithmus eigentlich was gutes. Der uns für unsere Arbeit eigentlich belohnt.

Solange man es nicht übertreibt mit der Aktivität und das tut was der Algorithmus mag und was diesem gefällt. Dem Algorithmus gefällt es, wenn man…

  • sich an die Instagram Regeln hält
  • Beiträge eine gewisse Interaktion herbeiführen
  • Die Menschen, aufgrund deines Beitrages mehr Zeit auf Instagram verbringen
  • Du Icons usw. nutzt die dir Instagram selbst anbietet.

Warum aber sind Insta und Ich jetzt auf Kriegsfuß?

Nun gut, dass ist eine etwas längere Geschichte. Wobei, eigentlich ist sie recht kurz erzählt. Und eigentlich hasse ich den Algorithmus dafür. Es ist kurzum so, dass ich für mich einfach einen gewissen Weg gesucht habe, wie ich mit Instagram am besten umgehe. Wie ich vernünftige Inhalte kreieren kann. Und wie ich aus meinem Profil ein aktives und ansprechendes machen kann.

Was letztlich dazu führte, dass mir mein Feed nicht mehr in den Kram gepasst hat, ich also haufenweise Bilder gelöscht und überarbeitet hatte, damit die ganze Sache einfach eine Einheitliche Sache wird. Weil seid mal ehrlich, welche Form von „Galerie“ spricht euch denn mehr an

? Ein Durcheinander aus zig verschiedenen Themen, weil der Profilinhaber sich nicht auf ein Thema einschießen kann und alles postet was ihm vor die Linse kommt? Oder doch eher der Einheitliche, schön gestaltete Feed, bei dem klar erkennbar ist, welches Thema der Betreiber verfolgt?

Also mir sind die ordnetlichen, Themenbezogenen Profile ja tatsächlich lieber. Wo klar erkennbar ist, das ist Thema. Und wo nicht alles irgendwie reingeschmissen wurde, was man irgendwie toll fand. Dieses durcheinander von Themen, naja, spricht mich einfach nicht an. Und lößt bei mir einfach ein bisschen das Gefühl von Unordnung und vor allem extremer Unruhe aus.

Aber nicht nur an meinem Feed habe ich mich extrem gestört. Es ging einfach auch damit weiter, dass ich eine derartige Menge an Abos vergeben hatte, dass ich völlig den Überblick verloren hatte, welche Profile mir jetzt eigentlich gefallen und welche nicht. Was auch ein bisschen damit zusammen hängt, dass ich zu meinen Anfangszeiten auf Insta, einfach mal jedem Profil gefolgt bin, dass mir gefolgt ist.

Wie also die ganzen „Überflüssigen“ Abos los werden? Die sich insgesamt auf fast 7000 Stück summiert haben? Da den Überblick zu behalten, ist beinahe unmöglich. Wie werde ich jetzt also diejenigen los, die mir nicht zurück folgen? Die einfachste Lösung war daher für mich, mir eine externe App zu zulegen, die meine Abos „ausliest“ und mir sagt, dass sind deine Unfollower.

Die App hatte ich jetzt eine ganze Weile genutzt. Einige Monate sozusagen. Und mit dieser App begann eigentlich der ganze Klimbimbs. Zum einen basiert Isnta eigentlich auf einer gewissen Aktivität. Zu viel davon, mag Instagram aber auch nicht (etwas wiedersprüchlich, aber okay) heißt, zu viel liken, folgen, entfolgen, kommentieren und zu viel Beiträge hochladen, wirkt sich negativ auf dein Profil aus.

Was die Interaktion über Folgen, Liken und Kommentieren angeht, hast du ein gewisses Tageslimit. Sobald du das Limit erreicht hast, kannst du an diesem Tag nicht mehr weiter machen. Da wird dir der Riegel geschoben. Um die Community sozusagen vor „Spam“ zu schützen. Und Insta hält dich bei einer zu hohen Aktivität recht schnell für einen Roboter (Heißt im Umkehrschluss auch, kommentiere nicht zu viele Beiträge immer mit den gleichen Sätzen wie „tolles Bild“ oder „schaut gut aus“ überleg dir da unterschiedliche Sachen, die du zum Bild zu sagen hast)

Bei zu vielen Beiträgen pro Tag, sinkt übrigens deine Reichweite (so meine Erfahrung). Das erste Bild bekommt meistens noch recht viele likes, beim zweiten gehts auch noch, ab dem dritten Bild sinkt die interaktion der Leute auf Instagram massiv. So mein persönlicher Eindruck.

Die oben beschriebenen Dinge, waren im prinziep alles so Sachen, die ich für mich einfach ein wenig ausprobieren musste um mich bei Instagram ein bisschen reinzufuchsen. Wie gesagt, wurde mir aber mit der Zeit zunehmend ein Strick aus dieser Enfolgungsapp gedreht.

Angefangen davon, dass ich eingeschränkt wurde. Ich konnte dann meistens etwas 24 Stunden keine Beiträge mehr liken oder kommentieren. Auch hochladen von neuem Content war mir in der Zeit nicht möglich. Das einzige was ich noch machen konnte waren Storys und Nachrichten beantworten. Das passierte mir in der Anfangszeit so etwa alle 3 Wochen, dass mein Profil für etwa 24 h gesperrt wurde.

Vor einigen Wochen hatte ich dann tatsächlich das Phänomen, dass mein Profil für geschlagene 5 Tage gesperrt wurde. Mit der Begründung, ich hätte künstlich likes und Follower generiert, beziehungsweise meine Daten an einen weiteren Dienstleister weiter gegeben um meine Reichweite zu erhöhen. Was höchst wahrscheinlich mit zwei Dingen zusammen hing.

Zum einen mit meiner App, die ich zum entfolgen nutze um mir das Leben etwas leichter zu machen. Zum anderen aber auch, weil ich innerhalb von ein paar Tagen mehr neue Abonenten dazu gewonnen hatte, als es eigentlich für mein Profil üblich war. Bumms als Roboter eingestuft bzw. Bumm eingestuft als Auftraggeber für externe Anbieter. Danke auch.

Dann nahm alles wieder seinen Gewohnten lauf. Für etwa zwei Wochen. Das einzige was mir etwas spanisch vor kam war, dass mich der Algorithmus wohl reichweitentechnisch extrem runtergeschraubt hatte. Und ich über gut zwei Woche um ein wesentliches weniger Likes auf meine Bilder bekam, als ich es eigentlich gewohnt war. Habe mir dazu aber keine großen Gedanken gemacht.

Dann kam der Schock

Etwa zwei Wochen später, fing meine App wieder an zu spinnen. Ich dachte mir nichts böse. War einfach etwas genervt, nach dem Motto, ach komm schon, nicht schon wieder ne sperre. Das kanns doch jetzt echt nicht sein. Ihr verhonepiepelt mich doch schon wieder vollgas.

Also abmelden. Neu anmelden. Es folgte die Gesichtszugentgleisung der Extraklasse. Instagram hatte ernsthaft mein Profil komplett lahm gelegt und deaktiviert. Mit der simplen Begründung „du hast gegen die Gemeinschaftsrichtlinien verstoßen“ Bitte was? Und was genau habe ich jetzt falsch gemacht? Das ist nämlich das witzige oder auch etwas dubiose an Instagram. Ich hatte es total oft, dass ich eingeschränkt wurde. Mir aber nie ein wirklicher Grunde genannt worden ist, warum eigentlich.

Heißt, ich konnte mir da immer fröhlich selbst was zusammenreimen, anstatt wirklich drauf ein zu gehen und es wirklich anders und besser zu machen. Was ich persönlich echt immer etwas nervig fand. Wie will ich denn etwas ändern wenn mir kein Konkreter Grund genannt wird? Aber gut, dass lassen wir jetzt mal so stehen.

Ich habe also gut 24 Stunden abgewartet. Um Instagram mein Profil prüfen zu lassen. Auch nach 24 Stunden keine Chance. Also habe ich nochmal abgewartet. Aber auch 48 Stunden später, keine Chance mein Profil wieder zum laufen zu bekommen. Eigentlich hätte ich da ein Formular ausfüllen können, um mein Profil wieder frei zu schalten. Allerdings wurden mir ständig irgendwelche Fehlermeldungen angezeigt.

Letztlich habe ich aufgegeben. Entweder war ich zu doof das ganze richtig zu machen oder ich wurde wirklich nicht gelassen. Der Schock saß tief. Was tu ich denn jetzt? Mich hat es auch auf Brachiale weise richtig krass genervt. Alles weg. Storys weg. Highlights weg. Bilder weg. Reichweite von 3500 weg. Einfach futsch. Auf und davon. Danke.

Also doch ein neues Profil her. Was mich aber noch wütender werden hat lassen. Weil einfach alles futsch war. Heißt, ich musst das, was ich mir im letzten dreiviertel Jahr bis Jahr erarbeitet hatte, wieder neu erarbeiten. Also alles auf 0. Alles auf Anfang. Ist nicht schon genug arbeit drin gesteckt, die jetzt einfach weg ist?

Mittlerweile sehe ich es positiv

Inzwischen habe ich da ein bisschen den Blickwinkel verändert. Eigentlich ist es gar nicht so schlecht, dass ich jetzt nochmal bei 0 anfange. Was zum einen einfach mit so vielen Dingen zusammen hängt. Zum einen mit meinem Feed selber, der mir ja alle paar Wochen nicht mehr in den Kram gepasst hat. Den ich alle paar Wochen komplett über den Haufen geworfen habe. Weil mir immer wieder was neues eingefallen ist. Mir alle paar Wochen der Eindruck kam, dass ist alles so unruhig und nicht ordentlich genug.

Weiter ging es einfach auch damit, dass ich selbst einfach so viele Abos vergeben hatte, über dich ich völlig den Überblick verloren hatte. Viel zu viele Profile die mich nicht interessieren oder nicht mehr. Zu viele Profile denen ich nur gefolgt bin, weil sie mir auch gefolgt waren, mich Thematisch aber eigentlich überhaupt nicht ansprechen.

Auch was meine eigene Reichweite angeht, kann ich eigentlich nur noch dir Augen verdrehen. Ich hatte zwar 3500 Abonmenten, aber was bringt mir dies Menge wenn etwas mehr als die Hälfte davon nicht aktiv ist? Was bringt mir eine inaktive eigentlich tote Community? Rein gar nichts. Das sieht zwar nett aus, aber wenn da lauter Gurken dabei sind, die im Grunde nur Geisterhaft eben da sind, naja, macht einfach keinen Sinn.

Entsprechend sehe ich es inzwischen als neue Chance. Als neue Möglichkeit, da nochmal bei 0 anzufangen. Auch wenn ein Auge immer noch am weinen ist. Dennoch, so habe ich einfach die Möglichkeit, von Anfang an alles einfach ganz anders umzusetzen. Von vernünftigem Content, bis hin zu einem Feed wie er mir wirklich gefällt, bis hin zu einer wirklich aktiven Community und Abos, über die ich nicht die Übersicht verliere.

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