Mein Warum?

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In den letzten Tagen ging mir sehr viel durch den Kopf. Vieles das mich beschäftigt hat, gleichzeitig aber auch unter Stress, teilweise unter Druck gesetzt hat. Was, unter anderem, an Aussagen oder am Verhalten anderer Menschen lag.

Genau das sind dann die Momenten, die mich innerlich  in den Wahnsinn und in meine höchst persönliche Gedankenspirale jagen. Liegt es an dir? Du machst deine Arbeit schlecht. Du bist ein schlechter Mensch. Wie kannst du nur. Du machst deinen Job nicht richtig. An der Tagesordnung: Vorwürfe und Selbstzweifel.

Genau das sind irgendwann aber die Momente/Erlebnisse, die mich hinterfragen lassen. Was tust du da? Was willst du eigentlich wirklich? Was soll das werden wenn es fertig ist? Warum lässt du dich vom Verhalten und der Meinung anderer so derartig runter ziehen? Meist mit dem Ergebnis: Ihr könnt mich mal, ich geh! Und die Kündigung fliegt auf den Tisch.

Alles nahm seinen Anfang letzten Sommer, mit der Entscheidung ich könnte vielleicht mal den Job wechseln. Anderer Bereich. Andere Schwerpunkte und so weiter und sofort. Wie das eben so ist, wenn man denkt, was neues wäre jetzt mal angebracht. Im Nachhinein betrachtet, nicht meine beste Idee. Aber hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer.

Gut. Jobwechsel durchgezogen, eigentlich nach ein paar wenigen Wochen schon Festgestellt: Das ist nicht das was ich will und auch nicht das was ich wollte. Die Arbeit an sich gefällt mir schon nicht sonderlich gut, da ich meinen Auftrag nicht so recht gesehen habe. Die Schichtmodelle, hatten mehr den Charakter von geregelten Arbeitszeiten. Von 6:15 bis 14:30, 12:30 bis 21 Uhr oder von 14:00 Uhr bis 22 Uhr.

Na herzlichsten, da hätte ich auch gleich irgendwo ins Büro sitzen können. Dieses Schichtmodell war mein persönlicher Untergang. Kompatibel mit meinem Alltag? Wo denkst du hin! Kein Alltag, kein Leben, keine Zeit. Dafür gestresst, genervt und gefühlt ständig drüber mit allem.

Aber nicht nur das. Dazu kam immer und ständig das Gefühl, ich gehöre hier nicht her. Ich gehöre nicht in dieses Team. Ich passe dort einfach nicht rein. Eigentlich hatte ich dauerhaft das Gefühl, nicht wirklich im Team anzukommen. Hatte ständig das Gefühl, man würde mir auch die Chance gar nicht dazu geben, wirklich anzukommen, mich zu integrieren oder wohl zu fühlen.

Irgendwann resignierst du. Irgendwann gibst du es einfach auf. Du gibst es auf, anzukommen. Du gibst auf, irgendwie zu versuchen dich zu integrieren. Du machst nur noch deinen Job. Kommst eigentlich nur noch, weil du eben im Plan stehst. Hörst irgendwann auf, den Kontakt mit den Kollegen zu suchen. Du hast irgendwann die Lust und Energie dazu nicht mehr.

Was aber viel damit mit dem Klima im Team an sich zusammen hing. Viel Unzufriedenheit, Gemecker und Geschimpfe. Negative Einstellungen. Teilweise ein recht rauer Umgangston, sowohl mit Klienten als auch untereinander. Viel hinten rum. Viel Geläster, anstatt das Problem offen und auf einer Ebene zu besprechen.

Vieles lief einfach Falsch. Und das von Grundauf. Und so kann und will ich nicht arbeiten. Immer das Gefühl zu haben, ich gehöre da nicht hin. Mich immer zu fragen oder zu denken „Ich will gar nicht wissen, was du über mich sagst, wenn ich dir den Rücken zudrehe“

Immer mit einer Gewissen priesen an Selbstzweifeln im Gepäck. Spätestens wenn du an dem Punkt bist, an dem du dich Fragst, ob du vielleicht doch den Job verfehlt hast, weil du das Gefühl nicht los wirst, alles falsch zu machen, was man nur falsch machen kann. Das Gefühl hast, du kannst es keinem Recht machen, egal wie dus machst. Spätestens hier ist der Punkt erreicht, an dem man sich fragen sollte…hat das alles noch einen Wert?

Für mich war es tatsächlich eine Aussage, von einem Kollegen mir gegenüber, die der Ausschlaggebende Punkt war, einen Punkt zu setzten. Vielleicht hätte ich es sonst noch eine ganze weile so über mich ergehen lassen.

Die Aussage, in der Zukunft soll ich doch auch einfach ein bisschen an meine Kollegen denken und Rücksicht auf sie nehmen, hat mich sehr getroffen, verletzt und auch wütend gemacht. Wer gibt dir denn bitte das Recht, so über mich zu Urteilen? Du weißt nichts über mich. Rein gar nichts. Und erlaubst dir nach 8 Wochen hier so ein Urteil über mich zu fällen? Läuft bei dir.

Es wird einem immer Gepredigt, schau auf dich. Pass auf dich auf. Achte auf einen guten Ausgleich zwischen Arbeite und Freizeit. Stress macht langfristig krank. Sag auch mal nein. Wir haben nur eine Gesundheit. Auf die müssen wir Aufpassen.

Wenn du nach Jahren endlich mal an dich denkst, aufhörst es immer allen recht machen zu wollen. Auch mal Nein sagst und für dich den Punkt setzt, wo es gerade anfängt zu viel zu werden. Aus reinem Selbstschutz. Dann ist es auch wieder nicht recht. Dann wird dir auch hier ein Strick gedreht. Egal wie du es machst, es passt nicht und ist blöde.

Und genau dieses Situationen sind genau diese, die mich dann zum nachdenken bewegen. Dazu bewegen, was will ich wirklich. Was ist mir wichtig. Wo solls mit mir hin gehen. Musst du dir das wirklich weiter antun? Nein. Nen Scheiß muss ich. Und dafür muss ich mich auch nicht rechtfertigen. Ich kann und ich werde. Ende der Geschichte.

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