Wohl doch Hufschuhe?

Zwei Tage nachdem der Hufschmied da war, habe ich dann doch mal beschlossen, dass ich wieder Reiten gehe. Zwei Tage Pause reichen dann schon. Zwischendurch wäre dann ein bisschen Bewegung doch angebracht. Meiner Meinung nach.

Entsprechend habe ich mir die Maus gepackt und wir sind ins Gelände abgerauscht. Ganz nach dem Motto, wird schon werden. Allerdings das blöde Gefühl im Hinterkopf, dass die Hufe ja anders geschnitten sind, als sie für Barhuf eigentlich sein sollten. Weil wir ja beide davon ausgegangen sind, dass Mausi ihre Duplos (nein immer noch nicht die längst Praline der welt :)) wieder drauf bekommt. Sie sich allerdings, als es ums beschlagen ging, so aufgeführt hat, dass ein Beschlag nicht machbar gewesen wäre.

Mir war eigentlich von vornherein klar, dass Mausi hauptsächlich ins Gras ausweichen würde. Weil sie mit der Vorderhand auf Kiesel sehr empfindlich reagiert und zu Humpeln anfängt. Sie läuft dann etwa so, wie jemand, der keine Hornhaut an den Füßen hat und das erste mal, nach Jahren, wieder Barfuß über Kiesel läuft.

Aber ich hätte nicht damit gerechnet, dass es so heftig wird. Ausreiten war so gut wie nicht möglich. Auf Teer sehr fühlig gelaufen, auf Kiesel hätte man fast meinen können das sie umfällt. Auf Gras war auch nicht gerade der Brüller. Irgendwann hätte uns wohl die Oma mit ihrem Rollator überholt. Auch wenn das böse klingt. Allerdings hatte mich der Hufschmied ja bereits vorgewarnt.

Es wird wohl doch drauf raus laufen, dass ich entweder den Hufschmied nochmal anrufe, ob wir es nochmal probieren können mit dem Beschlag. Oder ich kaufe mir doch Hufschuhe. Allerdings bräuchte ich diese nur so lange, bis sie sich wieder beschlagen lässt. Was bedeutet, dass es durchaus sein könnte, dass sie in 10 Wochen wieder Kooperativ ist.

Allerdings müsste ich für Hufschuhe locker 150 Euro rechnen, und ob sich das lohnt, dafür dass ich sie letztlich vielleicht doch nur ein paar Wochen benutze? Ich bin mir da selber echt nicht ganz schlüssig, ob ich das machen soll. Sind mir Eisen im Grunde, so ganz eigentlich, doch lieber.

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Hufschmied

Neulich war der Hufschmied da. Meine Beiden waren nämlich wieder fällig. Der 10 Wochen Intervall war erreicht. Manch einer würde mir nun wahrscheinlich Vorhaltungen machen, warum  der Hufschmied bei mir nur alle 10 Wochen kommt. Wären doch alle 6 bis 8 Wochen angebracht.

Von Vorhaltungen und Belehrungen dieser Art, bitte ich abstand zu nehmen. Möge es bei manch einem Pferd gerechtfertigt sein, alle 6 bis 8 Wochen den Huf zu bearbeiten. Bei meinen zwei beiden sind aber 10 Wochen angebracht. Aufgrund von Hufwachstum, Beanspruchung, Hufeisenhaltbarkeit etc. Dieser Intervall ist ausreichend und natürlich mit dem Hufschmied genauestens abgesprochen.

Nun begab es sich, dass aktuell Sommer ist. Soll so viel heißen wie, dass Mausi beschlagen wird. Mit ihren Sommerschuhen. Den Duplos. Nein ich meine damit nicht die längste Praline der Welt, sondern eine bestimmte Art bzw. Marke von Hufeisen. Die Schweine Teuer sind und nicht für jedes Pferd geeignet. Irgendwann habe ich da glaube ich schon mal drüber berichtet. Kurz um, es handelt sich um ca. 2 cm dicke Kunststoffhufeisen mit Stahlkern. Die hinten geschlossen sind und nur ein wenig vom Strahl frei lassen. Gut für Kiesempfindliche Tiere. Aufgrund von Erhöhung und Schutz vor diesem. Aber nicht nur das, Schläge werden mitunter etwas abgedämpft, zum Bleistift durch Kies.

Durchaus schon oft genug gehört, diese Teile seien angeblich voll doof etc. Nun ja, können ja nicht alle das selbe mögen. Ich find sie super und wenn man es nicht ausprobiert, weiß man auch nicht, obs wirklich so unnütze ist. Basta. Ich, das Fräulein, bestätige, dass ich diese Teile für sehr Sinnvoll und gut erachte. Durchaus sogar besser als Hufschuhe. Wobei ich bei diesem Thema, eventuell, nicht drum rum komme.

Eisen runter, alle viere ausgeschnitten und bearbeitet. Danach wäre eigentlich die Planung gewesen, die Eisen wieder drauf zu packen. Aber irgendwas ist an dem Tag dezent schief gegangen. Nicht das unser Schmied irgendwie die Eisen nicht anständig drauf gemacht hätte, seinen Job macht er nämlich sehr gut.

Mausi hatte das Problem. Von jetzt auf gleich. Warum, war uns beiden ein Rätsel. Mausi ließ sich nämlich nicht beschlagen. Man könnte beinahe sagen, dass sie am Rad gedreht hat. Sich nicht mehr hinstellen wollte, geschweige denn anständig den Fuß rausgerückt hätte. Und ganz übel wurde es, als es um den Bock ging.

Nach mehreren anlaufversuchen haben wir es dann aufgegeben. Beschlossen, dass Mausi Barhuf läuft. Blöd nur, dass der Huf so geschnitten wurde, dass eigentlich das Eisen drauf kommt. Eigentlich nicht passend für Barhuf. Allerdings konnten wir beide nichts ausrichten. Und erzwingen so oder so nicht. Nicht das Madam noch ein riesen Problem aus dem Hufschmied macht.

Mich lässt die ganze Sache gerade nicht ganz los. Irgendwas stimmt da nicht. Irgendwas zwickt oder tut weh. Normal ist sie nämlich nicht so drauf. Stellt sich hin und lässt machen. Irgendwas stimmt da nicht.

Bekomme dann immer gleich Kopfkino. Ist wieder was mit den Nieren? Hat sie wieder irgendeine Entzündung in den Beinen? Hufreheschub? Nein, der Hufschmied konnte nichts sehen.

Vielleicht hat sie auch eine Blockade in der Schulter. Schoss mir eine Erzählung einer Freundin durch den Kopf. Ähnliches Problem, alles gut, beim Aufbocken die Kriese bekommen, Diagnose des Pferdephysiotherapeuten = Blockade in der Schulter. Blockade gelöst, alles wieder gut.

Aktueller Plan, Tierarzt anrufen und nochmal Blutbild von den Nierenwerten machen lassen. Rein Vorsichtshalber. Zeitgleich mal die Füße und den Rücken abchecken lassen. Und wenn wir gerade dabei sind, könnte man noch nach den Zähnen schauen. Ich freue mich ja jetzt schon auf die Rechnung.

Osteophaten (sagt man das so?) organisieren, kontaktieren und Termin ausmachen zum Lage checken. Bitte von Oben bis Unten. Vielleicht hat sies auch irgendwo im Kreuz. Vorher die Pferdefreundin nochmal fragen, ob sie ihren mal auskundschaften kann, ob er noch jemanden nimmt. Der soll nämlich gut sein.

Testen wie sie sich auf Kies macht, wird wahrscheinlich Probleme geben. Bin ich mir zu 90 % sicher. Über Hufschuhe informieren und darüber nachdenken mir welche zuzulegen um die Hufeisenlosigkeit zu überbrücken. Ob auch Gebrauchte Hufschuhe was taugen würden?

Neulich beim Ausreiten..

Aktuell gestaltet sich das Training mit Mausi als nicht ganz einfach. Ende Oktober, ausgehend es würde im November irgendwann schneien, war der Hufschmied da und hat ihr die Eisen runter genommen. Schnee mäßig sah es dann ja ziemlich mau aus. Da es aber noch nicht wirklich arg kalt war und die Böden noch nicht so sehr gefroren, war das so eigentlich schon machbar. Wenn ich ins Feld ausweichen konnte zumindest.

Vor ein paar Wochen begann es aber dann immer kälter zu werden. Die Böden waren gefroren und sind es immer noch. Selbst Tagsüber tauten die Böden nicht mehr so richtig ab. Weshalb sie relativ hart sind. Und Mausi bekam zunehmend Schwierigkeiten auf den Harten und zum Teil unebenen Böden ohne Eisen zu laufen. Weshalb wir in letzter Zeit, meistens nicht über den Schritt hinaus gekommen sind. Hinzu kommt noch, dass der Sattel aktuell, wegen Muskelabbau, nicht ganz so zu liegen scheint wie er sollte.

Entsprechend habe ich jetzt Hufschmied und Sattler geordert um die Probleme zu beheben. Was sich allerdings noch insgesamt bis zu 4 Wochen hinziehen kann, bis alles soweit wieder passt, wie es soll. Entsprechend müssen wir eben im Moment das Beste draus machen. Habe ich im Moment außerdem den Verdacht, kaum das Mausi wieder beschlagen ist, der Schnee eintrudelt.

Aufgrund der nicht vorhandenen Eisen und dem Schnee der auf sich warten lässt, läuft Mausi situativ wie auf rohen Eiern. Was manchmal natürlich auch immer ein wenig auf ihre Tagesverfassung ankommt.  Was auf manch einen Spaziergänger vielleicht einen merkwürdigen Eindruck machen mag.

Hinzu kommt, ich weiß nicht ob ich davon schon erzählt habe, dass Mausi mit dem linken Hinterbein ein wenig steif läuft. Verdacht ist Spat. Eine Arthroseartige Erkrankung des Sprunggelenks (glaube ich), was eine Versteifung des Gelenkes verursacht. Was je nach Stadium keine Schmerzen verursacht. Allerdings sieht es oft so aus, als würde sie lahmen, da sie das Bein oft eben etwas steifer bewegt. Vor allem in der Lösungsphase.

Was aber nicht weiter dramatisch ist und sie in ihrem tun nicht weiter beeinträchtigt. Verläuft es sich in den meisten Fällen, wenn sie eine weile gelaufen ist. Spätestens nach Trab und/oder Galopp läuft sie meist relativ normal.

Allerdings gibt es auch Tage, was schätze ich mal Wetterabhängig ist, an denen sie sich nicht einläuft. Was allerdings der Seltenheit entspricht, so meine Erfahrung. Bei einem von 4 Ausritten dürfte das vielleicht der Fall sein.

Entsprechend waren wir nun kürzlich ausreiten. Ich ritt aus dem Hof hinaus, was wie gesagt etwas befremdlich auf Spaziergänger gewirkt haben dürfte, da Mausi ziemlich fühlig gelaufen ist.  Habe ich auch schon gemerkt, dass sie an dem Tag etwas steifer läuft als sonst.

Was durchaus mit der Kälte zusammen gehangen haben könnte und das sie die zwei Tage zuvor nicht geritten wurde. An der Ausfahrt sah ich bereits zwei Spaziergänger stehen, die miteinander getuschelt hatten. Was mich vorerst nicht weiter gewundert hat.

Ein Stück hielten sie sich hinter mir. Störte mich nicht weiter dran, bis mir irgendwann aufgefallen ist, dass immer wieder abschätzige Blicke auf mich vielen und kurz darauf wieder das Getuschel los ging. Was zum Henker….

Kurze Zeit später, hatte ich dann die Spaziergänger auf meiner Höhe und die Dame setzt an. „Du weißt schon das dein Pferd lahmt oder?“ (Ich wusste gar nicht, dass ich mit Fremden Leuten per du bin?) „Ja?“ „Also, dass finde ich ja unverantwortlich von dir, dass du dein Pferd reitest, obwohl du weißt das es lahm geht!“ „Bitte was?“ „Du hast mich schon richtig verstanden! Du verhälst dich unverantwortlich und denkst nur an dein Vergnügen! Hauptsache im Sattel sitzen und Reiten. Obwohl dein Pferd Schmerzen hat!“

Schien ich in diesem Moment erst einmal aus allen Wolken zu fallen. Ich musste mich erst mal sortieren. Zumal mich die Dame nicht mal zu Wort kommen ließ, mit ihrer Unverschämten Art. Entsprechend lief auch das Gespräch weiter…von wegen, sie müsste da eingreifen und das sähe man doch schon weitem.

Ich sollte doch mal gefälligst überlegen, ob ich das so geil fände, mit Schmerzen spazieren zu gehen oder sogar zu joggen. Und dann auch noch Gewicht tragen zu müssen. Das wäre Tierquälerei, was ich da betreiben würde.(Gedanklich hörte man in meinem Gehirn ein lautes HÄÄÄÄÄÄ)

Als sie mich dann doch mal zu Wort kommen ließ, konnte ich dann doch recht gut Kontern „Er einmal, wüsste ich nicht, dass ich Ihnen jemals das Du angeboten hätte. Kennen wir uns ja nicht mal. Zum anderen, frage ich mich, wie SIE es sich anmaßen können ein Urteil über den Gesundheitszustand meines Pferdes abliefern zu können. Und wenn sie von etwas nichts wissen, dann würde ich mich da an IHRER Stelle eher raus halten.“

Argumentativ war die Dame nicht gerade sehr stark. Lediglich im Reden und andere nicht zu Wort kommen lassen, schien sie drauf zu kommen. Genau so wie mit dem Vorwürfe machen. Und fehlerhafte Mutmaßungen an den Tag legen. Das konnte sie.

Würde man es dem Pferd doch ansehen, dass es schmerzen hätte. Und das sähe man doch schon als Leihe und von weitem sowieso. Dazu müsste man nicht gerade Tierarzt sein. Studiert haben müssen man auch nicht um so was zu sehen.

Wiederholt ließ sie mich nicht zu Wort kommen, aufgrund ihrer schwachsinnigen Ausführungen. Bis ich dezent säuerlich einfach hinaus schoss „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal klappe halten“ und sie solle mir jetzt mal zuhören. Fragte sie zum einen ob sie denn fachlich ausgebildet wäre und die Kompetenzen besitzen würde um ein solches Urteil zu fällen. Schweigen. Was mich zu der Annahme kommen ließ, dass sie keine Ahnung hatte. Ob sie denn auch eine Diagnose hätte und sehen würde, was es für ein Krankheitsbild wäre. Schweigen

Fragte sie daraufhin, was ihrer Meinung nach denn die bessere Lösung wäre. Schweigen. Und ob sie sich, nur weil sie, mal angenommen, Arthrose hat (aber keine Schmerzen dabei), ins Bett legt und sich nicht mehr rührt, weil sie ja etwas steif läuft und es Verantwortungslos wäre, sich mit Arthrose nur ansatzweise zu bewegen. Auch wenn sie durch die Bewegung nicht mehr so steif laufen würde. Schweigen

Wies sie dann noch, etwas ruhiger, darauf hin, sich nicht in Angelegen anderer derartig einzumischen. Sie lieber nachfragen sollte, warum jemand oder ein Tier so läuft, bevor sie als nicht Fachfrau ein Urteil fällt. Und was das Stellen einer Diagnose angeht, dass doch bitte meinem Tierarzt überlassen soll. Es meinem Pferd gut geht und ihr etwas steifes Bein, längst Tierärztlich untersucht wurde. Sie keine Einschränkung und Schmerzen hat. Sowie die Bewegung braucht, damit sie nicht mehr so steif läuft.

Woraufhin ich mir ein rüpelhaftes „Wie sprichst du  überhaupt mit anderen Leuten!“ einhandelte, bevor sie inklusive ihrem Begleiter, wutentbrannt die Flucht ergriff. Mich fassungslos stehen lies. Was habe ich denn falsch gemacht? Hab ich ihr nur meinen Standpunkt von mir gegeben. Sie dezent darauf hingewiesen keine Urteile zu fällen, wozu sie nicht in der Lage zu sein scheint.

Muss man sich seit neuestem schon als verantwortungsloser Tierquäler hinstellen lassen, obwohl alles bereits geklärt wurde? Ein Tierarzt da war? Erfahrungswerte da sind? Nun ja. Fand es schon ziemlich dreist, solche Aussagen zu fällen.

Ist euch auch schon mal so was passiert? Zur Zeit habe ich nämlich langsam das Gefühl, dass einige Leute irgendwie durchzudrehen scheinen. Sich als die Weltretter sehen. Aber keine Ahnung haben. Oder etwas falsch interpretieren.

Die Alterswehwehchen und der Reitverzicht

Ich bin begeisterte Reiterin. Allerdings muss ich offen und ehrlich zugeben, dass ich selbst mit zunehmendem Alter immer wieder der Faulheit verfalle. Ich selbst, aufgrund von fehlender Halle oder Reitplatz, Wetterbedingt darauf verzichte ausreiten zu gehen.

Aber meistens motiviere ich mich doch immer wieder dazu, auch mal bei nicht so dollem Wetter ausreiten zu gehen. Allerdings kommt mir da doch immer wieder das Alter meiner Maus in die Quere.

Diesen Sommer hatten wir kurzzeitig eine nicht so tolle Phase. Mausi wollte nicht fressen und nahm immer mehr ab. Gerade aufs Alter nicht gerade sonderlich gut. Aber auch in jungen Jahren nicht sehr toll, wenn das Pferd nichts mehr frisst. Meistens dann doch ein Zeichen dafür, dass etwas weh tut oder nicht stimmt. Gesundheitlich nicht stimmt. Zu Anfang war der Verdacht ja auf den Zähnen gelegen. Die Tatsache bearbeitet werden mussten. Allerdings wollte Mausi daraufhin immer noch nicht so recht fressen. Die ersten zwei bis drei Tage ist dies ja nicht besorgnisserregent sondern tendenziell Normal. Können leichte Verletzungen der Mundschleimhäute Ursache dafür sein. Allerdings war die Zeit dann doch ziemlich weit vorrangeschritten.

Und ich bekam kurz darauf die Diagnose: chronische Nierenerkrankung. Funktion der Nieren auf etwas mehr als eine Niere herabgesetzt. Therapie gäbe es nicht wirklich. Bis auf ein Natürliches Medikament, was dem Körper bei der Entgiftung hilft. Fütterung geändert, Medikament verabreicht (über das Futter) und es schien aufwärts zu gehen.

Allerdings musste ich mich immer wieder damit abfinden, dass Mausi aufgrund der Hitze und nicht immer so gut funktionierenden Nieren, hin und wieder schlapp und müde in der Box stand. Reiten somit hinfällig war. Ich es auf putzen und spazieren beschränkte. Teilweise gab es Wochen wo ich sie nur 1 bis 2 mal wirklich effektiv reiten konnte. Wenn überhaupt. Da ihr die Nieren immer wieder zu schaffen machten.

Auf den Herbst hin, wurde es schlagartig noch besser. Konnte ich somit mein Vorhaben 1 Tag Arbeit 1 Tag frei recht gut umsetzten. Schien ihr das etwas Kühlere Wetter regelrecht gut zu tun. Ich sah das es wieder aufwärts zu gehen schien.

Dann wieder der Rückschlag vor ca 2 Wochen. Das Wetter wurde immer kälter, teilweise sogar auch nass. Und bekanntlich mögen es Nieren weder nass noch kalt. Was zur Folge hatte, dass ich an manchen Tagen von Mausi richtig angezickt wurde. Bis sie ihre Decke hatte und es am Rücken warm war. Hatte sie wieder die Plage mit den Nieren.

Inzwischen finde ich mich immer wieder und mehr damit ab, dass sie langsam in einem Alter ist, in dem man nicht mehr jeden Tag zum reiten geht. Nicht mehr jeden Tag reiten kann und immer mehr die kleinen Dinge zählen. Und wenn es nur drum geht sie zu putzen und mit ihr spazieren zu gehen. Ist sie inzwischen kein junger Hupfer mehr, der zu viel Energie hat. Persönlich muss ich sagen, ist es richtig schwer sich damit abzufinden. Damit abzufinden, dass nicht immer jeder Tag gleich ist und es auch trotz den besten Vorsätzen nicht immer geht, zu arbeiten. Aber es ist nicht unmachbar und unvorstellbar. Auch wenn einen sehr häufig genau dieses Gefühl beschleicht. Aber nicht nur dies beschleicht einen. Sondern auch hin und wieder das schlechte Gewissen. Von wegen, jetzt haben wir heute wieder nicht gearbeitet. Ich habe sie nun fast eine Woche nicht richtig bewegt.

Aber im Grunde darf man sich solche Gedanken gar nicht machen. Irgendwann ist man selbst auch in einem Alter, in dem man Krankheitsbedingt oder aufgrund des vortgeschrittenen Alters nicht mehr so viel machen kann. Man keinen Hochleistungssport mehr betreiben wird und es lieber beim Spazieren gehen belässt.

Manchmal frage ich mich, warum man eigentlich dem Pferd gegenüber dann so ein schlechtes Gewissen hat. Ist es nicht für ein Pferd auch mal schön oder nett, einfach mal Pferd sein zu dürfen? Oder das der Mensch einfach nur mal auf besuch kommt und man mal einfach ein wenig verhätschelt wird, ohne dass der Hintergedanke da ist „Man muss jetzt aber noch was arbeiten und sich bewegen.“ ?

Das Leben mit einem Pferd mit einer chronischen Nierenerkrankung [die Bewegung]

In dem heutigen Bericht möchte ich euch nun mitteilen wie es Bewegungstechnisch aussieht. Da es für mich und auch für den Tierarzt keine Option darstellt, Mausi blöd gesagt schon in Rente zu schicken, kann ich Mausi bedenkenlos weiter bewegen und auch reiten.

Allerdings werden wir nicht mehr zum Reitunterricht gehen. Zum einen, weil sie die Strecke und die Stunde nicht mehr packt. Hänger fahren ist auch keine Option, denn dies stresst sie zu seher und Mausi steigt auch nicht mehr freiwillig in der Hänger. Dies möchte ich ihr dann auf ihre alten Tage einfach ersparen.

Ich bewege sie regelmäßig. Zwei bis dreimal die Woche gehe ich mit ihr ganz gemütlich ausreiten. Ganz gemütlich. Meistens sind wir dann ca 30 bis 60 Minuten pro Ausritt unterwegs. Dies genißt sie sehr. An guten Tagen ist sogar etwas Trab und sogar ein kurze Galopp mit drin.

An Tagen, an denen ihr die Nieren wieder mehr zu schaffen machen, belassen wir es meistens eigentlich beim schritt reiten und die Gegend anguggen. Mausi liebt es einfach sich zu bewegen und ihr Körper, also Gelenke und co. machen auch noch mit. Lediglich die Nieren machen es ihr manchmal etwas schwer.

An manchen Tagen arbeiten wir auch ein wenig auf dem Platz. Etwas gymnastizieren. Biegung stellung und ein paar leichte Lektionen. Dies machen wir meistens ca auch 20 bis 30 Minuten. Manchmal gehen wir auch einfach nur spazieren oder machen Bodenarbeit. Je nach dem wie es meiner Mausi einfach geht.

An Tagen an denen ich sie nicht bewege, kümmere ich mich anderweitig um sie. Putzen knuddeln, Hufe machen, Mähne neu machen. Manchmal auch mal einfach unter den Wassersschlauch stehen und waschen.

Trotz ihrer Erkrankung, scheint Mausi zur Zeit sehr ausgeglichen und zufrieden zu sein. Obwohl sie nicht mehr jeden Tag geritten wird. Ich sage immer liebevoll, dass sie in Teilzeitrente ist. Natürlich hat sie manchmal Tage an denen sie eher müde und schlapp wirkt. Aber eher selten. Meist merkt man es gerade erst beim Reiten, wenn sie sich anstrengen muss, dass es ein nicht so guter Tag ist.

Ich selbst beginne auch langsam mich damit abzufinden. Auch wenn es mir nicht wirklich leicht fällt und ich manchmal das Gefühl habe, ich würde mich nicht ausreichend kümmern. Ich habe regelrecht ein schlechtes Gewissen. Wobei dies hauptsächlich am Anfang war. Jetzt geht es. Gerade seit ich eine Reitbeteiligung habe, die ich selbst zwei mal die Woche reite und mit ihr Dressur mache.

Ich habe festgestellt, dass ich eigentlich garnichts über das Krankheitsbild erzählt habe und über die Entstehung. Entstehen kann so eine Erkrankung z.B. durch eine falsche Fütterung oder auch durch Nierenenztündungen, die beim Pferd sehr schwer festzustellen sind. Auch so eine Nierenerkrankung, ist meist schwer erkennbar und wird meist erst durch ein Blutbild klar. Die Erkrankung geht schleichend voran. Meist haben die betroffenen Tiere noch lange keine Probleme, bis es dann Sympthome zeigt. Ziemlich kurz oder? Naja, ich kann das recht schlecht erklären. Und von wikipedia möchte ich es eigentlich nicht unbedingt kopieren, denn ich denke, da könnte jeder dann auch selbst vorbei schauen 🙂

 

Das Leben mit einem Pferd mit chronischer Nierenerkrankung [Fütterung]

Nun, als der erste Schrek überwunden war, war ich auch wieder im Stande weiter zu denken. Was tun. Wie geht es weiter? Wie sollte ich füttern? Ich überrante den Tierarzt regelrecht mit Fragen. Er konnte mir dabei aber sehr gut behilflich sein.

Bezüglich der Erznährung, soll ich nun weiterhin darauf achten, dass Mausi wenig Salz als auch Eiweiß zu sich nimmt. Kohlehydrate sind vollkommen in Ordnung. Zu Anfang bekam Mausi über eine Woche dreimal täglich eine Portion Heucobs oder Zuckerrübenschnitzel, damit sie zunimmt. Nun bekommt sie Morgens Cobs und abens Zuckerrübenschnitzel. Tagsüber energiearmes, langes Raufutter. Sie hat inzwischen wieder normale Formen angenommen.

Heißt also, wir müssen das Gras auf kleinere Mengen reduzieren. Heu gibt es hauptsächlich nur noch das lange energiearme. Was aber eigentlich sowieso selbstverständlich sein sollte. Ab und zu eine Abwechslung ist in Ordnung.

Zusätzlich bekommt sie Abends noch zwei Becker Luzernmüslie. Luzern sind eine etwas hochwertigeres Heu, dass sich beruhigend und auch positiv auf den Magen auswirkt.

Einige Tage später, hatten wir dann auch endlich, die Medizin für Mausi. Es entpuppte sich als ein leicht zäher Saft, der nicht gerade sehr prikelnd riecht. Täglich bekommt sie einmal 20 ml über ihr Futter geschüttet und untergemischt, dass sie zugefüttert bekommt. Sie findet es zwar nicht ganz so toll. Aber sie nimmt es ganz gut an, wenn es in den Cobs vermischt ist.

Von dieser Medizin benötigen wir aktuell 1 1/2 Flaschen mit 250 ml Inhalt. Beim Tierarzt haben wir dafür 20 Euro pro Flasche bezahlt. Und sie mussten sie erst bestellen. Nun habe ich mich im Internet etwas schlau gemacht. Dort fand ich sie bei Shop-Apotheke für 16 € für 250 ml, weshalb ich mich entschied sie dort zu bestellen. Denn im Grunde macht es keinen Unterschied, ob ich sie über den Tierarzt bestellen muss oder gerade selber bestelle. Lediglich Geldmäßig macht es auf das gesamte Jahr beinahe 100 € auf meinem Tierkonto aus. Und 100 € haben oder nicht haben. Und es handelt sich um das selbe Medikament, vom selben Hersteller, mit selber aufschrift usw. Lediglich 4 € machen den Unterschied.

Außerdem muss ich es inzwischen wohl akzeptieren, dass Mausi inzwischen tatsächlich eine etwas ältere Dame ist. So feierte sie kürzlich erst, ganz entspannt auf der Koppel, ihren 20ten Geburtstag. Also müsste sie umgerechnet etwar 60 Menschenjahre alt sein. Ich muss mich damit abfinden, dass Mausi Tage hat an denen es ihr richtig gut geht und Tage an denen sie eher etwas schlapp und müde auf dem Padock steht.

Aber wir bekommen es aktuell ganz gut in den Griff. Sie wirkt im Moment sehr zufrieden und ausgeglichen. Was auch mit der Futterumstellung zusammen hängen könnte. Momentan haben sie beinahe ganztägig Heu auf dem Padock, an dem sie herumknabbern kann. Sie frisst auch wesentlich langsamer und gemütlicher. Auf die Koppel darf sie natürlich auch. Allerdings aktuell nur ein bis zwei Stunden am Tag je nach Wetterlage.

Nun komt aber bestimmt die Frage zum Thema Reiten auf, darüber werde ich aber noch in meinem nächsten Beitrag berichten.

 

Das Leben mit einem Pferd mit chronischer Nierenerkrankung [Die Diagnose]

Ich habe nun eine Weile gebraucht um mich dazu zu überwinden, diesen Text zu schreiben. Hin und her überlegt ob ich darüber überhaupt berichten soll oder es einfach lasse. Allerdings denke ich, handelt es sich eher um einen Erfahrungsaustausch.

Allerdings sollte ich dazu ein wenig ausholen und werde den Text in mehrer Etappen aufteilen, da er sonst einfach zu lange wird. Und wer ließt schon gerne lange Texte, die zum Teil auch noch von Theorie gespickt sind.

Alles begann Mitte Juni. Mitte Juni begab es sich das Mausi nicht mehr richtig gefressen hat. Sie begann sogar, irgendwann, ihr Heu zu verschmähen. Sie rührte es nicht mehr an und zum Teil ließ sie es komplett in ihrem Heunetz. Was sie aß, war Gras, Mören und ihr Seniorenmüsli. Ich begann mir Sorgen zu machen. Beinahe Zeitgleich, verschmähte auch Bubi das Heu. Derweil, hatten wir DAS Heu unter den Heuen. Omaden, der zweite oder erste Schnitt. Der Sonntagsbraten unter dem Heu. Der erste Verdacht war demnach, sie mögen einfach das Energiereiche Zeug nicht mehr. Ist sowieso nicht gut.

Allerdings rief ich dann vorsichtshalber doch beim Tierarzt an, da dich den Verdacht hatte, dass Mausi wieder Probleme mit den Zähnen hat. Was sich kurze Zeit später auch bestätigte. Durch ihre Kaubewegungen, hatte sie sich einige Scharfe Kanten und Hacken geschliffen, die ihr beim Fressen schmerzen bereiteten. Nach der Prozedur inklusive Sedierung, gab ich ihr gute drei Tag. Da die Schleimheute durch die Behandlung durchaus verletzt sein können und sich das Pferd erst mal gewöhnen muss, dass alles wieder normal ist.

Es schien sich jedoch nichts zu bessern sondern tendenziell zu verschlechtern. Mausi fraß weitere 5 Tage nichts bzw. nur kaum. Stand dann eines Tages auch auf der Wiese und verschmähte das Gras. Weshalb ich wieder den Tierarzt orderte, da Mausi immer mehr abbaute und ich mich aufgrund dessen auch nicht mehr traute sie zu reiten. Glücklicherweise, dass muss man sagen, trank Mausi sehr viel. Was mich sehr Stuzig machte.

Einen Tag bevor der Tierarzt kam, hatten wir auch langes sehr energiearmes, extrem trockenes Heu fertig. Witzigerweise schlang sie dies Hinunter als gäbe es kein Morgen mehr. Trotztdem wollte ich den Tierarzt nicht absagen. Wer weiß was da noch dahinter steckt. Und lieber kommt der TA einmal zu oft, als einmal zu wenige und es ist zu spät.

Der Tierarzt nahm eine Blutprobe und empfahl mir Zuckerrübenschnitzel und Heucobs zuzufüttern. Beides muss jedoch eingeweicht werden, da beides aufgeht wie ein Hefeklops und durch nicht vorher einweichen, böse Koliken hervorrufen kann. Beides fraß Mausi mit Vergnügen.

Zwei Tage nach dem zweiten TA Besuch, hatte ich gegen späten Vormittag noch nichts von der Tierarztpraxis gehört und dachte mir, dass bei den Laborergenissen nichts heraus kam. Etwar 20 Minuten später Stand der TA bei uns zuhause. Mir schwante böses. Er teilte mir mit, das Mausi an einer chronischen Nierenerkrankung leiden würde. Dies wohl schon länger und es nun wohl durch Stress oder andere Faktoren erst wirklich zum Vorschein kam. Er teilte außerdem mit, dass laut den Werten eine Schädigung von 70 % da wäre. Also pro Niere 35 prozent die nicht mehr funktionieren. Aber, dies bedeutet, dass sie noch über 1 Niere hat die normal arbeitet. Mir wurde ganz anderst. Mir war schlecht, schwindelig und zum heulen zu mute.

ICh dachte, jetzt ist es vorbei. Alles vorbei und zu Ende. Allerdings gab es Hoffnung. Der Tierarzt erklärte uns, dass es ein Medikament, ein Natürliches, gibt dass den Nieren und dem Körper beim Entgiften hilft und was ihr helfen kann, die aktuellen Werte zu halten oder vielleicht sogar zu verbessern. Mir viel ein Stein vom Herzen. Dennoch blieb eine restliche beklemmung zurück.

Über das weitere Vorgehen erzähle ich euch im zweiten Teil.

 

Der vergessene Titel oder der Hufschmied

Der Einstieg

Bin ich doch gestern ernsthaft auf dem Sofa eingeschlafen, obwohl ich doch noch was loswerden wollt. War ich wohl doch mehr im Eimer als ich dacht. Irgendwie habe ich es allerdings immer noch nicht so ganz, mit den einleitenden Worten. Sollte ich vielleicht doch nochmal üben :). Egal, ist jetzt auch schon rum ums Eck!

Der Hufschmiedtermin

Hatte ich gestern ja den Besagten Termin beim Hufschied. Ich musste mich doch ein bisschen beeilen, mit Geld holen und hü und hott. Nachdem ich knapp 45 Minuten gewartet hatte, wunderte ich mich schon leicht, weshalb der Hufschmied denn immer noch nicht da ist. Hätte ich mich garnicht so beeilen brauchen. Aber das vorher zu wissen ist immer so eine Sache für sich. Kurz darauf bekam ich allerdings den Anruf, dass er sich leider verpsätet, da noch ein Notfall zwischenrein gerutscht sei. Alles klar, wichtig war mir allerdings, dass er kommt.

Ja, Mausi hat auf jeden Fall jetzt neue Schuhe. Naja neu, was heißt neu. Wir haben nochmal die alten Eisen drauf machen lassen, weil die noch gut sind. Oder halt waren. Joap. Mausi war auch absolut anständig. Hat nur wenige mal ein bisschen gekrampft bzw. nur 3 oder 4 mal beim beschlagen, die Füße weggezogen. Habe ich ja erwähnt, dass sie vorne immer ein bisschen empfindlich ist. Auch der Bubi, war die Ruhe selbst und hat es ziemlich genossen, dass man sich um ihn kümmert.

Was beim Hufschmied raus kam

Jaja, das erzähle ich auch noch kurz. Weil ich so eine Labertasche bin. Bei der Mausi ist soweit alles blendent. Lediglich ihr Riss wurde wieder bearbeitet, den sie in den Vorderhufen hat. Er wird aber definitiv schon besser. Ich freu mich total gerade. Beim Bubi, war sich der Schmied erst nicht sicher, ob er ihn überhaupt ausschneiden soll, da seine Hufe eigentlich (zumindest vorne) noch garnicht so einen langen Eindruck gemacht hatten. Daraufhin meinte ich, er solle doch einfach schauen und ihn vielleicht doch mitmachen, wenn er eh schon da ist. Im Endeffekt war es ganz gut, denn die Hinterhufe, waren einen ticken länger als vorne. Was vielleicht noch 3 Wochen gut gegangen wäre, dann aber die Hufe zu lange gewesen wären und Fehlstellungen so wie eine Fehlbelastung hervorgerufen hätten. Außerdem hatte er sich an ein paar Stellen, Kiesel eingetreten, die kleine Löcher in der Hufwand verursacht hatten und bei zu längerem Warten eine Freistehende Hufwand verursacht hätten. Oder so ähnlich.

Außerdem würde da sich der Dreck sammmeln und Bakterien würden dort ein leichtes haben sich zu vermehren und somit eine Eintzündung hervorrufen könenn. Also doch ausschneiden und der Schmied hat ihn etwas anderst geschnitten. So ist der Huf an ein paar Stellen in der Schwebe und Bubi hat die Belastung auf den Hinterbeinen auf vier Punkten gesetzt. Er darf jetzt zwar schon arbeiten, aber nicht zu sehr und zu viel und wenn möglich soll er nicht all zu viel über Kieswege laufen. Das sollten wir hinbekommen, wackeln wir unsere Ründlein durch Gras ^^.

Irgendwie kamen wir dann auch darauf zu sprechen, dass der Bubi etwas zu dick ist. Darauf meinte der Schmied nur „ich finde es garnicht so wild“ „ja aber für einen Esel ist er einfach zu dick.“ „Jetzt reg dich doch nicht auf, es sind 90 % der Bevölkrung übergewichtig und dann würde man sich an nem Esel aufregen, der ne kleine Wampe schiebt.“ „Ja, ist okay, er frisst halt so gerene. Und das Gras erst, das ist immer so lecker, da wird man schon vom anschauen dick.“ Ja auf jeden Fall, mach ich mir jetzt nicht so den Kopf mehr, dass er etwas zu mollig ist. Allerdings, werden wir schon versuch ein bisschen am Gewicht zu arbeiten. Dazu muss ich mir aber erst ne Runde Stroh zum strecken organisieren.

Und noch die Sache mit den geklebten Hufeisen

Ja, wie ich so bin, habe ich dann doch den Hufschmied noch kurz gefragt, wegen Hufeise aufkleben. Daraufhin sah er mich an und verdrehte spaßeshalber die Augen. Er erklärte mir, dass er nicht klebt. Denn geklebte Eisen, sind eine ziemliche Belastung für den Huf. Es würde da ja nicht nur drum gehen, mal einmal welche drauf zu kleben, sondern dauerhaft die Eisen drauf zu behalten. Und diese Dauerbehandlung, würde den Huf mit der Zeit ziemlich in Mitleidenschaft ziehen. Allein das Nageln in den Huf, wäre schon nicht so prickelnd dafür, allerdings nicht ganz so, extrem belastend wie das Kleben. Und er würde im Grunde nur das machen, was dem Pferd gut tut bzw. was notwendig ist. Bräuchte meine Maus jetzt spezielle Orthopädische beschläge, aufgrund von irgend einer Krankheit im Huf, dann würde er schon kleben. Allerdings sind die Hufe von ihr ja gut und sie braucht keinen orthopädischen Beschlag.

Hufpfleger oder auch diese Hufporthopäden, würden beispielsweise ganz gerne Eisen kleben. Allerdings nur aus dem Grund heraus, weil diese nicht Nageln dürfen bzw. nicht so viel, wie es ein Hufschmied kann oder darf. Aber wenn ich gerne geklebte Eisen hätte, müsste ich mir leide einen anderen Schmied suchen, denn er macht es bei meiner definitiv nicht.

Jetzt bin ich auf jeden Fall schon wieder schlauer :).

Also dann, leibe Pferdeleute, ich bin dann mal weg. So zwischendurch. Vielleicht fällt mir im Laufe des Tages doch noch was ein, was ich dringlichst berichten muss oder soll.

 

Wat für ein Tag und der Hufschmied

Was schreibe ich bloß? Theoretisch könnte ich ironischerweise wieder mal eine Anleitung verfassen, wie man bestimmte Dinge nicht tut. Hab ich allerdings überhaupt keine Ahnung über was. Ich könnte auch schreiben, wie angenervt ich gerade bin und wie bitter nötig ich eigentlich schon wieder Urlaub hätte. Und das nach zwei Wochen arbeiten, oder so. Jaja.

Aber ganz ehrlich? So ne 7 Tagewoche, mit einem Tag frei danach und dann gleich weiter in eine zweitägige Fortbildung, ist echt hart. Ich habe am Ende dieser Woche, gut über 50 Stunden gearbeitet. Und eigentlich hätte ich nur eine 30,4 Stundenwoche. Krass oder? Geschlafen habe ich die letzten Tage, demnach auch nicht so wahnsinnig genial.

Und weil mir das Schicksal auch keine Ruhi zu gönnen scheint, kommt heute auch noch der Hufschmied gegen halb 5. Also, Spiedigonzalesmäßig aus der Arbeit raus, nach Hause, davor noch schnell zur Bank, dann Mausi und Bubi rein, Halfter anziehen und drauf warten, dass er Schmied kommt. Wahrscheinlich kommt dieser, wie bei irgendwie der gesamten Hufschmiedmaffia üblich, erst mal gut eine halbe Stunde bis Stunde zu spät. Irgendwie haben die Hufschmiede hier, nämlich so die blöde Angewohnheit, grundsätzlich verspätet zu kommen. Ist bei den Tierärzten aber irgendwie auch nicht anders. Apropos Tierarzt, denn sollte ich wegen weil Zahnkontrolle auch noch ordern. Allerdings werde ich das, so vermute ich, auf nächste Woche legen. Am besten am Montag, da hätte ich nämlich frei. Möchte es diese Woche nicht machen, da es ggf. sonst zu viel wird. Eigentlich bleibt mir echt nur noch der  Montag. Denn anders funktioniert es Zeitlich ja gar nicht.

Zurück zum Schmied. Ist dieser dann da, wird es wieder eine halbe Ewigkeit dauern, bis meine zwei fertig sind. Der Bubi ist meist innerhalb von 10 bis max. 15 Minuten ausgeschnitten. Die Maus braucht meistens fast 1 Stunde. Ja, wird man nicht glauben ist aber so. Unser neuer Schmied ist nämlich noch nicht ganz so flott, wie einer der bereits seit 10 Jahren geübt hat. Die Duploeisen sind dann auch nicht ganz so sein Spezialgebiet und Mausi hat letztes Mal schon ihre super Seite gezeigt. Sie kann es nämlich gar nicht ab, wenn der Schmied vorne zu lange zum beschlagen braucht. Sie ist nämlich ziemlich empfindlich was die Vorderfüße angeht. Das mag sie gar nicht. Und der neue Hufschmied, ist eben noch nicht der Schnellste. Da hat sie dann irgendwann keinen Bock mehr gehabt und hat zu  hampeln angefangen und die Füße weggezogen. Naja….und ich sag noch, er muss sich vorne ein bisschen beeilen. Irgendwie würde ich doch dann lieber, in der Hinsicht, wieder den alten Schmied anrufen. Allerdings ist er charaktermäßig eindeutig im Moment auf dem falschen Dampfer, leider. Außerdem habe ich inzwischen ein schlechtes Gewissen. Lass erst den neuen kommen, wenn er mir nimmer taugt, ruf ich den alten wieder. Absoluter Schwachsinn. Der neue macht ja gute Arbeit.

Naja, letztes mal meinte der Hufschmied an und für sich, man müsste sich wegen den Eisen mal was überlegen. Gerade wenn sie da beim Nageln so empfindlich ist. Mir ist dabei ein „Kleben wir sie halt nächstes mal drauf“, rausgerutscht. Ich weiß das es Eisen gibt die man kleben kann und die auch bombe sind. Hab ich mich mal drüber aufklären lassen. Allerdings habe ich keine Antwort drauf bekommen. Aber vielleicht muss ich den heute mal fragen, wenn er kommt, wie die Möglichkeiten da so sind. Eigentlich wäre es ja nicht doof. Würde man ihr den Stress nehmen. Fraglich ist nur, ob ich die Eisen die ich schon habe, draufkleben lassen kann. Habe an und für sich eh das Gefühl, das wir dieses mal nen neuen Satz Schuhe brauchen.

Hab ich dann den Ganzen Spaß hinter mir, verkrümel ich mich eindeutig noch in die Sauna. Danach bin ich nicht mehr ansprechbar, möchte ein Sofa haben und will nichts mehr wissen. Zum Glück kann ich morgen halbwegs ausschlafen.

Die Schafgarbe (Anwendung Pferd)

Tjaja, ich weiß auch nicht. Eigentlich war ich noch nie ne kleine Kräuterhexe, aber mit zunehmendem Alter, registriert man doch irgendwann, dass unsere Wiesen doch mehr hergeben, als man glaubt und es nicht immer die volle Chemiekeule sein muss. Nachdem ich festgestellt habe, das unser Unkraut, die Brennnessel, hilfreich sein kann, bei Mausis humpelfuß, und sie gerade so geil auf Schafgarbe ist, dachte ich mir, guggste mal was Schafgarbe so kann. Und tadaaaa…..positive Wirkung hat se die liebe. Alles was irgendwie mit Verdauung zu tun hat. Blähungen, Kohlik, Durchfall, Verstopfung und und und…..ich habe dann folgendes Gefunden:

Es gibt zahlreiche Tiere, bei denen die Schafgarbe ihre Anwendung findet. Beispiele hierfür sind Pferde und Schildkröten, Chinchillas, Hunde, Kaninchen und Meerschweinchen. Darüber hinaus gibt es in der Nahrungskette von Insekten diese Pflanze. Dies liegt einerseits an der positiven Wirkung der Schafgarbe und andererseits an ihren vielen Einsatzmöglichkeiten. Die geringe Intoleranz gegenüber zahlreichen Systemen sorgt dafür, dass sie bei so vielen verschiedenen Säugetiere und darüber hinaus bei Insekten eingesetzt werden kann.

Die Schafgarbe für Pferde

Pferde lassen die Schafgarbe aufgrund ihres relativ eigenartigen Geschmacks häufig auf der Weide stehen. Sie gehört nicht zu den Delikatessen des Tieres. Jedoch weist sie eine sehr positive Wirkung für diese auf. Sie hilft, Blutungen zu stoppen und die Durchblutung zu fördern, aber auch bei Durchfall und Problemen mit den Magen- und Darmschleimhäuten. Es gibt die Möglichkeit, in Kombination mit Wasser oder Tee sowie im Trockenfutter Schafgarbe in die Nahrungsaufnahme der Pferde zu integrieren. Folgende Aspekte sind hierbei zu beachten:

  • Warmblüter erhalten pro Tag 20 Gramm
  • Vollblüter erhalten pro Tag 10 bis 15 Gramm
  • Ponys erhalten pro Tag 5 Gramm
  • Die maximale Fütterungszeit sollte 6 Wochen betragen

Genauer Nachzulesen ist es Hier, dort sind auch andere Tiere zu finden 🙂

Ich war dann noch auf einer anderen Seite, die noch viel mehr Aspekte aufgeführt hat, gegen was Schafgarbe ist. Dort wird sie auch ganz gut erklärt und beschrieben und wann man sie am besten erntet und auch welche Arten es überhaupt gibt. Gefunden habe ich es auf einer Heilkräuter-Seite