Du hast das Konzept immer noch nicht?

Ich denke gerade immer wieder über meinen Gedanken nach. Darüber wie ich es am blödsten umsetzten könnte, davon zu überzeugen, dass die Landwirtschaft oder der Gartenbau ein wesentlicher Bestandteil in der Behindertenarbeit sein kann.

An der Idee scheitert es meinerseitens eigentlich gar nicht so wirklich. Es ist eher die Sache, wie ich die ganze Sache zu Papier bekomme. Will ein Betrieb natürlich ein Ausführliches Konzept darüber haben, wie man sich das Projekt vorstellt und wie man es umsetzen kann. Welche Entwicklungsmöglichkeiten da sind. Oder was für ein Ziel man damit verfolgt.

Nicht zu schweigen, will natürlich auch gesehen werden, dass man sich mit möglichen Problemen auseinandergesetzt hat. Aber auch mit den Kosten und wie man die Kosten bald möglichst wieder finanziert bekommt.

Allerdings muss ich wiederholt feststellen, dass ich es mit geschwollenen Formulierungen überhaupt nicht habe. Fällt mir das überaus schwer. Mal ganz zu schweigen davon, dass ich bei manchen Punkten gar nicht so recht weiß was ich da rein schreiben sollte.

Im Internet findet man haufenweise Vorschläge, wie man anscheinend das perfekte Konzept schreibt. Aber, für meinen persönlichen Fall, kann ich mit vielem garnicht so recht was anfangen. Und wenn es dann oft noch hieß, ganz leicht, war es meistens (für meinen Geschmack) viel zu unkonkret. Zu Beispielarm. Ich kann mich da noch an meine Ausbildung erinnern. Da hat man von uns damals verlangt, in den Berichten so konkret zu werden wie möglich. Ohne ewig drum rum zu labern. Sachlich, konkret, auf den Punkt gebracht. So das es jeder Versteht. So das auch außenstehende verstehen was ich mitteilen möchte.

Das Gefühl hatte ich bei den Meisten „Simplen“ Anleitungen zur Gestaltung eines Konzeptes, eindeutig nicht. Bis ich dann irgendwann, irgendwo, auf irgendeiner Internetseite etwas fand, was genau meinem Geschmack entsprach. Was mir sehr gut als Gedankenstütze half oder hilft. Ich kann aber nicht mal mehr sagen, was für Schlagwörter ich dafür benutzt habe, geschweige denn wie die Seite hieß. Zum Glück habe ich mir das ganze mal ausgedruckt.

Wie ich das meine nach meinem Geschmack? Naja, dass dann eben dabei Stand bei den Überschriften, was da genau rein gehört. Wie Hilfsmittel, Finanzielle umsetzung, Zeitlicher aufwand. Und so weiter. Stichpunktartig wurde mir sozusagen gesagt, was ich eigentlich zu tun habe. Was ich da reinschreiben muss.

Kaum das ich es gedruckt und gelesen hatte, hat es dann auch schon in meinem Hirn gearbeitet. Ich habe angefangen mir Notizen zu machen. Hatte ein echt gutes Gefühl dabei. Endlich ein passendes Konzept zu verfassen. Aber irgendwie ist es nie bis über die Notiz hinaus gegangen. Ich weiß auch nicht. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich erst mal ins schreiben rein kommen muss.

Wozu ich allerdings erst mal meinen alten Laptop wieder zum Laufen bringen sollte. Weil der neue ist ja eigentlich fürs Bloggen und Bilder da. Und Word hab ich auf dem auch nicht. Und ich arbeite bei der Konzepterstellung lieber mit Word. Wegen den verschiedenen und vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten. Mit denen ich meinen Text bearbeiten kann.

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Ich und mein Job. Wie manche Menschen auf Behinderung reagieren.

Ich bin ein absolut gewöhnlicher Mensch. Mit zwei Füßen, ner Nase und Ohren und Haaren auf dem Kopf. Abgesehen davon, dass ich alle paar Wochen meine Haare schneide und oder färbe, da ich mich weder für eine Länge oder eine Farbe wirklich langfristig entscheiden kann. Was mich vielleicht auch noch ein bisschen unterscheidet, ist die Tatsache, dass ich HEP bin.

Im Alltag werde ich dann oft mit großen Augen und einem fragenden Blick angesehen. Oft kommt dann die Frage „Ein was bist du?“. Ich beginne dann immer in Kurzform zu erklären. Heilerziehungspfleger. Jemand der eine Pädagogische, pflegerische und teils medizinische Ausbildung hinter sich hat und mit Menschen mit Behinderung arbeitet. Oft kommt auf diese Aussage dann „Wow, ich könnte das ja nicht.“ Frage ich daraufhin, ganz Dummchen mäßig, warum, bekommen ich meistens eine verdruckste Antwort: „Ich könnte es einfach nicht. Den ganzen Tag Leute herum schieben, die aus dem Rolli heben und so. Ist doch bestimmt anstrengend oder?“ Ja es ist schon anstrengend. Aber nur so am Rande, man wischt nicht nur den ganzen Tag den Leuten den Popo ab.

 „Ja aber die sind doch behindert?“ ja und weiter? Daraufhin muss ich oft weiter erklären, dass Behinderung nicht gleich Behinderung ist. Allerdings, scheint es bei vielen noch weit verbreitet zu sein, dass jeder der eine Behinderung hat im Rollstuhl sitzt, Inkontinenzversorgung benötigt, nicht sprechen kann, nur sabbert und nicht sprechen kann. Weitere Ausführungen über die unterscheidungen, wollen manche dann schon gar nicht mehr hören. Ist zwar nicht bei allen der Fall, aber doch bei ein paar.

Vor kurzem, war ich beispielsweise mit einem Bewohner unterwegs. Dieser tatsächlich Vollpflegefall und gibt das typische Bild eines Menschen mit Behinderung ab, dass so viele vor Augen haben. Oder zumindest viele. Dieser genießt jedoch sein Leben so wie es ist. Wie gesagt, mit diesem Bewohner war ich vor einiger Zeit draußen spazieren. Uns kamen zahlreiche Fußgänger entgegen. Manche lächelten uns an oder grüßten uns. Andere wiederum, starrten uns einfach nur an. Manchmal hatte man das Gefühl einen entsetzten Blick zu ernten. Bei manchen hätte man meinen können, ihnen Fallen vor lauter Starren gleich die Augen aus dem Kopf. (An einer Dame ging ich vorbei und meinte auf ihren Blick nur, „Vorsicht, dass kann übrigens so bleiben. Das verwächst sich nicht mehr.“ Daraufhin schaute sie verschämt weg) Auf unserem weiteren Spaziergang, kamen wir an zwei etwas älteren Damen vorbei, diese sahen uns erst entsetzt an. Eine der beiden meinte dann nur:“Der arme Junge!“

Ich frage mich bis heute was dieser Spruch sollte. Zum einen, woher weiß sie das er arm dran ist? Woher weiß sie denn vom nur anschauen, dass es ihm schlecht geht? Zum anderen, wie kommt sie bitte bei einem Erwachsenen, jungen Mann darauf, dass er ein Junge ist? Er ist ein erwachsener Kerl.

Wahnsinn. Mich versetzt das verhalten mancher Menschen wirklich in Faszination, Staunen und manchmal kommt einfach nur blanke Wut oder blanke Fassungslosigkeit auf. Wie kann es sein, dass in der heutigen Zeit, manch ein Mensch mit Behinderung in der Gesellschaft noch immer wie ein aussätziger behandelt wird? Ich kapier es einfach nicht.

Waren wir kürzlich beim Einkaufen. Ein Bewohner, der manche Sachen nicht richtig einschätzen kann und auch mal (ohne es böswillig zu tun) nach den umstehenden Menschen zu greifen. Dies ist seine Art Kontakt aufzunehmen.

So begab es sich, dass er beim Einkaufen, eine Dame die an einem Regal stand, mit der flachen Hand am Rücken streifte. Diese drehte sich schockiert um, wir entschuldigten uns und erklärten kurz das er so Kontakt aufnimmt. Von der Dame bekamen wir nur einen überheblichen und abschätzigen Blick. Diese stellte sich außerdem, grundsätzlich und sowieso, einer anderen Bewohnerin, die laufen kann und sich Zeitschriften ansah, in den weg. So dass diese nicht mehr an die Hefte kam. Auf die Frage, was dies soll, bekam ich ein schnippisches „zz“ zu hören.

Nun ja. Ich finde es nach wie vor wahnsinnig. Und ganz komisch. Wie steht ihr denn allgemein zu dem Thema Menschen mit Behinderung?

 


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GALERIA Kaufhof_Schmuck

Wenn man Fachkraft ist und nicht genervt sein sollte

Ich habe bereits einmal über Person xy berichtet. Person xy, hat eine mehrfach Behinderung. XY hat eine körperliche, geistige und sogar seelische Behinderung. Also volle Breitseite. Nun gut. Wobei manch ein Mensch mit Behinderung, dankbarer und zufriedener sein kann als manch einer von uns. Manche können aber auch bösartig sein. Nein nicht bösartig, frustriert oder so klingt evtl nicht ganz so negativ. Weiterlesen