Therapie mit Pferden für autistische Kinder

Neulich mal wieder im Netz gesurft und nach diversen Beiträgen zu meinem Lieblingsthema gesucht. Reittherapie. Lässt mich nach wie vor überhaupt nicht los. Neulich stieß ich dann, als ich mal wieder sinnierend vor dem Computer saß, auf einen zweiteiligen Beitrag, von Spiegel online. Über ein Autistisches Kind, dass Reittherapie in Anspruch nimmt.

Diesen Beitrag fand ich so rührend und auch toll, dass ich ihn euch nicht vorenthalten möchte.

Hamburg – Die Sekunden, in denen Rupert Isaacson um das Leben seines Sohnes fürchtet, fühlen sich an wie Stunden. Während Rupert starr ist vor Angst, amüsiert sich Rowan königlich. Der Zweieinhalbjährige grunzt vor Freude, strampelt vor Vergnügen. Rowan liegt rücklings im Gras, rudert mit den Armen. Ein wenig sieht er aus wie ein Käfer, dem es nicht gelingt, zurück auf die Beine zu finden. Ihn beglückt der Anblick von Betsy, der Stute, die groß und gewaltig über ihm steht. Wenige Zentimeter trennen die Hufe des Hunderte Kilo schweren Tieres vom Körper des Kindes.

Ein lauter Knall, eine abrupte Bewegung und Rowan wäre zerquetscht. Doch Rowan ist selig, denn er kennt keine Gefahr. Rowan ist Autist.

„Wenn ich mich damals auch nur minimal bewegt hätte, wäre das sein Ende gewesen“, sagt Rupert Isaacson SPIEGEL ONLINE. Doch Isaacson, 42 Jahre alt, Brite, gelernter Journalist und passionierter Menschenrechtler, kennt sich mit Pferden aus.

Betsy, die Stute, unterwirft sich in jenem Moment dem kleinen Bündel Mensch, das sich zu ihren Füßen gelegt hat. Das Tier, Anführerin der Herde, die um sie herumsteht, senkt den Kopf und stupst den Jungen mit der Nase. Isaacson kann nicht glauben, was er sieht, aber er kann es deuten. Betsy will seinen Sohn schützen.

Für Rowan ist es die Wende in seinem Leben.

Der Junge ist eineinhalb Jahre alt, als Isaacson und seine Frau Kristin Neff, eine Psychologieprofessorin, realisieren, was sie bis dahin nur befürchtet hatten. Rowan ist nicht nur anders als andere Kinder, er ist krank. Der Junge kann nicht sprechen, keine Wörter wiederholen, nur brabbeln. Unverständlich murmelt er vor sich hin, wo andere schon „Mama“, „Papa“, „Ja“ oder „Nein“ sagen können. Zu seiner Umwelt verhält Rowan sich wie ein Fremdkörper. Er nimmt kaum Kontakt zu seinem Umfeld auf. Andere zeigen in seinem Alter auf Gegenstände, präsentieren ihr Spielzeug, reagieren auf den eigenen Namen. Rowan tut nichts von all dem. Isaacson und seine Frau sind ihrem Sohn nah, doch sie trennen Welten.

Rowans Welt ist zu laut, zu grell, zu schwer

„Kaiserschnittkinder sind oft etwas langsamer in der Entwicklung“, versuchen Freunde Isaacson und seine Frau zu beruhigen. Doch das Paar weiß es längst besser. Rowan ist nicht nur langsamer als andere Kinder, sein Gehirn funktioniert anders als das Gleichaltriger.

Forscher gehen davon aus, dass lediglich ein kleiner Bereich des menschlichen Gehirns für die Symptome der Autistic Spectrum Disorder (ASD) verantwortlich sind. Nur wenige Autisten weisen eine geistige Behinderung auf – die meisten hingegen haben ganz besondere intellektuelle Fähigkeiten. Die Zahl autistischer Kinder ist in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch gestiegen. Das hat zwei Gründe: Zum einen ist das Diagnosespektrum erweitert worden, zum anderen ist das Bewusstsein für die Krankheit gewachsen. Studien gehen davon aus, dass eines von 150 Kindern betroffen ist.

Eine Untersuchung von Rowans DNA ergibt, dass ihm ein Gen fehlt, das ein Enzym namens Glutathion produziert und dem Körper hilft, Toxine zu verarbeiten. Rowans Nervensystem ist überaktiv. Autistische Gehirne enthalten viel mehr Nervenzellen als andere. Für Rowan bedeutet das: Er sieht, fühlt und spürt mehr als andere Kinder. Alltägliche Dinge stellen für ihn eine sensorische Überlastung dar. Das Licht eines Supermarktes wirkt auf ihn wie ein Stroboskop, Pullover, Hosen und Bettdecken fühlen sich für ihn an wie Bleigewichte. Das Surren der Klimaanlage ist ein Höllenlärm in seinen Ohren. Rowans Welt ist zu laut, zu grell, zu schwer. Alle Sinneseindrücke strömen in ungebremster Intensität auf ihn ein. Die Welt surrt, blinkt, pfeift, drückt, sie ist übervoll mit Farben, Klängen, Sinnesreizen. Doch Rowan kann nicht aus seiner Haut – und nicht aus seiner Welt.

Er kann das, was er erlebt, nicht artikulieren. Ihm fehlen die Worte. Rowan teilt sich mit, indem er schreit. Er schreit wie von Sinnen, stundenlang und überall, halb vor Wut, halb vor Qual. Auf der Straße passiert es, dass Bauarbeiter ihre Presslufthämmer beiseite legen und den Knirps anstarren, der sich in Rage brüllt, bis er schließlich in hohem Bogen erbricht.

Das Leben ist geprägt durch Lärm, Selbstzerstörung, emotionalen Zwang

Rowan ist unberechenbar. Er schmeißt sich auf den Boden, schlägt mit Kopf und Fersen auf den Beton, macht sich zugleich in die Hose. Er verzerrt den kleinen Körper stakkatoartig in bizarre Verrenkungen.

Passanten beschimpfen die Eltern, der Junge sei schlecht erzogen, habe zu viele Freiheiten. Oder sie wollen den Notarzt rufen. Hat er einen Anfall, dann scheint Rowan nicht von dieser Welt zu sein. Eine Kontaktaufnahme ist für die Eltern unmöglich. Rowan ist da – und auch nicht. Das Leben der Familie auf dem Land in Texas ist geprägt durch Lärm, Selbstzerstörung, emotionalen Zwang.

Rupert und seine Frau kutschieren den Jungen von einem Therapie- zum nächsten Begutachtungstermin, sprechen mit Versicherungen, Sozialpädagogen, Medizinern. Sie versuchen verschiedene Ansätze, der Arzneischrank ist voller Medikamente. Nur besser wird die Situation nicht. Rowan kämpft mit seiner Umwelt und gegen sich selbst.

Gefunden auf der Seite von Spiegel Online, wo übrigens auch der zweite Teil des Beitrages zu lesen ist, wenn man das denn gerne möchte.

Hier der genaue Link dort hin:  http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/pferdetherapie-bei-autismus-ausritt-ins-leben-a-654717.html

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Erfahrungsbericht Hippotherapie [Ein Bericht von Stallwerk e.V.]

Hallo zusammen!

Ich konnte es mal wieder nicht unterlassen nach Erfahrungsberichten zu suchen. Natürlich zum Thema Reittherapie und Co. Ich gebe es zu. Es ist wirklich nicht leicht Beiträge dazu zu finden. Entweder hatte ich diese schon mal entdeckt, gelesen und vielleicht sogar hier veröffentlich. Oder sie waren eher eine Beschreibung zum Thema an sich.

Habe ich euch ja zwischenzeitlich auch mal erzählt, dass ich eigentlich nach jemandem gesucht hatte, der mir vielleicht einen Erfahrungsbericht liefern kann, der noch nicht im Internet zu finden ist. Eine Erweiterung und so weiter sozusagen. Habe mich bei Facebook gemeldet und habe in verschiedenen Gruppen angefragt. Das Ende vom Lied war meistens, dass mich Leute angeschrieben haben, ganz nach dem Motto „Ja klar!“ Danach aber nie wieder was gehört, als es ums eingemachte ging.

Zwischenzeitlich habe ich mir sogar eine Art Vorlage vorbereitet, die ich als Leitfaden abgegeben hätte, um einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Mit diversen Punkten, die mich persönlich interessieren und für mich persönlich für einen solchen Bericht wichtig sind. Allerdings kam es meistens erst gar nicht so weit. Was ich total schade finde. Wirklich. Denn ich glaube, dass Interesse ist durchaus vorhanden.

Aber ich habe dann doch nochmal einen Beitrag entdeckt, der einen Erfahrungsbericht zum Thema Hippotherapie umfasst. Den ich auch ganz nett und schön geschrieben fand.

Gefunden habe ich ihn auf http://stallwerk-ev.de/bericht-pferde-nein-danke/

Dort könnt ihr auch den gesamten Bericht lesen.

Erfahrungsbericht Hippotherapie: Pferde? Nein Danke!

Birgit Groth kommt seit zwei Jahren zur Hippotherapie bei Stallwerk e.V. Sie ist an TM – Transverse Myelitis – erkrankt und berichtet, welchen Einfluss die Reittherapie auf ihre Lebensqualität hat. Die Therapie auf dem Pferd unterstützt sie dabei, ihre Beweglichkeit zu verbessern, Verkrampfungen zu lösen und Kontrolle über ihren Körper wieder zu erlangen.

Pferde? Nein, Danke!

Das war über 50 Jahre so. Ich mochte sie nicht, diese großen, merkwürdig riechenden Lebewesen ohne „Kuschelfaktor“. Aber was heißt nicht mögen, ich hatte Angst und hielt immer mehr als ausreichend Abstand zu ihnen. Wenn überhaupt, sah ich sie durch das Fernglas oder im Fernseher. Tja, Ursache hierfür war ein traumatisches Erlebnis mit meinem reitbegeisterten Papa, einem knatternden Moped, einem Pferd ohne Sattel und einem unfreiwilligen Abstieg!

Aber das Leben schreibt ja sein eigenes Drehbuch.

Morgens aufwachen, merken, dass die Kontrolle über den Körper über Nacht verloren gegangen ist – viele Wochen Krankenhaus mit viel Cortison und anschließender Reha mit jeder Menge Physiotherapie. Der Erfolg, ich konnte stehen, nicht sehr sicher, aber ohne Hilfe, Zähneputzen ohne Festhalten schon schlechter. Und ich konnte mich wieder vorwärts bewegen. Na ja, nicht „artgerecht“ und nicht Hüft-freundlich, aber vorwärts!

Und eines Tages, nichtsahnend und Kaffee-trinkend im Reha-Café, riecht es nach Pferd.
Es kommt vom Sitznachbarn. Stichwort Hippotherapie.
Ja, nichts für mich, denke ich noch so, während dieser übel riechende und haarende Mensch mir vorschwärmt, wie toll dieses Pferd ihm helfe, sein Gleichgewicht wiederzufinden, die verkrampften Muskeln zu entspannen und überhaupt dieses Gefühl von Bewegung und FREIHEIT!

Ja, ja, denke ich weiter, mir sind eben Hunde, Katzen und Tiere bis maximal Knie- oder Hüfthöhe nun einmal lieber.
Ein paar Tage später begegnen wir uns wieder, und dieser Mensch hat ein breites Grinsen im Gesicht und ist gut drauf, wie man so sagt. Er hatte wieder Hippotherapie.

Vielleicht ist es eine vertane Chance denke ich, wenn ich diese Therapie nicht versuche. Wenn ich die Chance verpasse, wieder richtig oder zumindest besser laufen zu lernen, dem Windeldealer den Vertrag kündigen zu können und beim Freihand-Zähneputzen nicht mehr umzufallen. Und der Versuch kostet keinen € – nur die Überwindung meiner Angst.

Nun, sagt die betreuende Reha-Ärztin, diese Therapie ist nur für Patienten, die wieder für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden sollen, und ich wäre ja schon aus dem Berufsleben raus.

Ja, Frau Doktor, ich bin behindert, kann kaum laufen, aber ich bin nicht blöd im Kopf. Ich habe ebenso wie alle Patienten ein Recht auf verbesserte Lebensqualität! Unterstützung bekam ich von meiner Neurologin, einer engagierten Mitarbeiterin meiner Krankenkasse und gemeinsam erreichten wir das Ziel – Hippotherapie.

Ich erzählte den zwei Therapeutinnen, welchen Ursprung meine Angst vor Pferden hatte, und sie schafften es in kürzester Zeit, dass ich nach über 50 Jahren wieder auf einem Pferd saß!

Nicht gerade entspannt, und nach 15 Minuten wollte mein Körper auch nicht mehr aufrecht sitzen bleiben. Also runter vom Pferd, ich fiel praktisch vom Pferd und – all das mühsam wieder Erlernte war verschwunden, nichts ging mehr, kein Schritt! Alles schlechter als vorher!

Gottseidank hatten die Therapeutinnen mir vorher gesagt, dass diese Wirkung eintreten kann, erfahrungsgemäß ein bis drei Stunden anhalten kann und es danach besser geht.

Wer es glaubt!

Und tatsächlich, nach drei Stunden war insbesondere mein Faul Pelz linkes Bein bereit, sich krampflos bewegen zu lassen. Ich fühlte mich gut, jede Bewegung war leichter und lockerer. Ein Gefühl von Freiheit! Auch auf dem Boden.
Nach vier Reiteinheiten war die Reha vorbei, und ich machte mich zu Hause auf die Suche nach Hippotherapie-Plätzen. Ich fand Stallwerk e.V., einen der wenigen Reitställe die Hippotherapie für Erwachsene anbieten.

Jetzt nach gut zwei Jahren auf „Sofa-Pferden“, sie sind sehr bequem und Festhalten war nur selten nötig, und den eher zierlich, schmalen Eleganten, hier war Festhalten angesagt, schaffe ich 30 Minuten auf ihnen. Danach geht noch immer für drei Stunden nichts mehr, besser fast nichts mehr.
Aber dann geht’s: Laufen auf ebener Fläche ohne Rollator, Krücken oder helfenden Händen! Und 18 cm hohe Stufen? Kein Problem! […]

http://stallwerk-ev.de/bericht-pferde-nein-danke/

 

Neues über die Kostenübernahme und Erfahrungsberichte, Fehlanzeige. Na dann Prost…

Die Sache mit der Kostenübernahme

Ich sehe immer wieder, dass gerade die Kostenübernahme der Reittherapie, ein recht beliebtes Thema auf meinem Blog ist. Oder sollte ich eher sagen, ein viel gesuchtes Thema?

Mich fasziniert es. Mich fasziniert vor allem, dass doch so viele nach einer Kostenübernahme suchen. Sich nicht zu helfen wissen. Hoffen, dass sie in einem meiner Beiträge etwas Brauchbares finde. Etwas das sie doch ein bisschen aufmuntert. Den Suchern das Gefühl gibt, es gibt vielleicht doch irgendwie eine Lösung für ihr Problem.

Allerdings muss ich enttäuschen. Nach wie vor liest man irgendwie überall im Netz, dass Reittherapie nur bedingt bis gar nicht von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird. Da ihre gesundheitliche Wirkung, wissenschaftlich nicht bewiesen ist. Es benötigt hierfür immer wieder diverse Urteile über das Gericht, damit überhaupt bezahlt wird. Und selbst dann, ist es meist für einen bestimmten Zeitraum beschränkt. In den meisten Fällen muss man tatsächlich in die eigene Tasche greifen.

Ich bin mir aktuell nicht immer ganz sicher, ob ich vielleicht mit den falschen Suchbegriffen starte. Aber es rumpeln immer wieder die selben Beiträge herbei, die ich gefühlt schon 100 mal gelesen habe. An denen sich auf Teufel komm raus nichts verändert hat.

Es lässt mich situativ einfach verzweifeln, dass ich einfach nichts Neues dazu berichten kann. Werde mich in nächster Zeit wohl mal näher mit der Sache privat Versicher befassen. Vielleicht findet man da noch was Brauchbares. Man wird sehen.

Die Sache mit den Erfahrungsberichten

Mit den Erfahrungsberichten, sieht es ehrlich gesagt auch nicht sonderlich viel besser aus. Entweder handelt es sich um Berichte, die ich auch schon mehrfach gelesen habe oder um Berichte, die total kurz sind und denen ich nicht viel abgewinnen kann. Die sich irgendwie, nun ja, wie soll ich sagen, total hingerotzt anhören. Keinerlei Persönlichkeit haben. Und da habe ich eigentlich auch nicht so die Motivation dafür, solch einen Beitrag zu teilen.

Habe nun nochmal in zwei Gruppen von Facebook, die sich mit Reittherapie befassen, ein Anliegen gepostet. Nämlich, dass ich verzweifelt auf der Suche nach Erfahrungsberichten bin, die ich als Gastbeitrag bei mir auf dem Blog posten kann und darf. Ich bin ja mal gespannt ob überhaupt irgendeine Rückmeldung drauf kommt. Allerdings bezweifle ich dies ganz stark. Aber man soll ja bekanntlich nichts unversucht lassen.

Ich bin gespannt, was kommt oder auch nicht. Und ob ich mir erst wieder Hoffnungen mache um dann ohne weitere Rückmeldung im Regen stehen gelassen zu werden. Man wird sehen was sich so ergibt.

Noch am Rande. Einen doch etwas interessanten Bericht habe ich dann doch gefunden. Es handelt zwar nicht gerade von einer Erfahrung, allerdings über Reiten mit MS Patienten. Ganz ehrlich? Darüber habe ich persönlich noch gar nicht so nachgedacht.

Hippotherapie bei Multiple Sklerose

Reiten mit MS – Gut für Körper und Seele

.“>Hippotherapie bei Multiple Sklerose – Reiten mit MS – Gut für Körper und Seele

Menschen mit MS sind in ihren Bewegungsabläufen oft eingeschränkt, was auch mit einem Kraftverlust einhergehen kann. Die Physiotherapie bietet verschiedene Ansätze, die Multiple Sklerose Betroffenen helfen können ihre motorischen Beeinträchtigungen zu verbessern und auch mit MS ein aktives Leben zu führen. Als Ergänzung zu den herkömmlichen Behandlungsmaßnahmen können zusätzlich auch tiergestützte Therapien angewendet werden. Diese haben den Vorteil, dass sie neben der körperlichen auch zur seelischen Gesundheit beitragen. Zu den tiergestützten Therapien gehört beispielsweise die sogenannte Reit- oder Hippotherapie, bei der mit Hilfe eines Pferdes die Beweglichkeit des Torsos, des Beckens sowie der Hüften trainiert wird.

Hippotherapie als zusätzliche Therapiemöglichkeit bei MS

Die Hippotherapie ist eine physiotherapeutische Maßnahme aus dem Bereich der Neurologie. Sie eignet sich besonders für Menschen mit Multipler Sklerose und Spasmen, da mit dieser Therapiemethode die unterschiedlichsten neurologischen Bewegungsstörungen behandelt werden. Bei dieser pferdegestützten Therapie findet das Reiten nicht aktiv, sondern passiv statt und grenzt sich somit vom heilpädagogischen Reiten oder Behindertenreiten ab.

Das passive Reiten hilft in erster Linie den Behandlungserfolg anderer krankengymnastischer Maßnahmen zu sichern und zu stabilisieren. Eine therapeutische Überlegenheit der Hippotherapie bei MS gegenüber herkömmlichen Therapien ist aber noch nicht nachgewiesen. Laut des Gemeinsamen Bundesausschusses für Ärzte und Krankenkassen ist diese Therapieform ein „nichtverordnungsfähiges Heilmittel“ und fällt nicht zu Lasten der Krankenkassen. Somit werden die Kosten für diese therapeutische Maßnahme nicht übernommen.

Reittherapie bei MS sollte dennoch von einem Arzt verordnet werden, schon allein um medizinische Bedenken auszuschließen. Wenn aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht, kann ein Privatrezept „Hippotherapie – Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis“ ausgestellt werden. Eine Behandlung dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Die Kosten orientieren sich am VdaK-Satz (Verband der Angestellten Krankenkassen e. V.) und liegen derzeit bei ca. 35 Euro pro Behandlungseinheit. Die Hippotherapie wird ein bis zwei Mal wöchentlich durchgeführt. […]

Weiter lesen könnt ihr übrigens hier -) https://www.aktiv-mit-ms.de/multiple-sklerose/ms-therapie/detail/artikel/reiten-bei-multiple-sklerose-gut-fuer-koerper-und-seele/

Ich wünsch euch was 🙂

Suche nach Erfahrungsberichten, wiederholt fehlgeschlagen

Scheinbar ist das Thema therapeutisches Reiten, doch ein Thema, dass irgendwo Interesse zu wecken scheint. Eben habe ich entdeckt, dass vor allem nach Erfahrungsberichten gesucht wird. Oder nach Berichten zur Kostenübernahme. So irgendwie. Das sind die beiden Standard Dinger, die zu dem Thema gesucht werden.

Kurz und gut, bei der Kostenübernahme bin ich selber noch nicht wirklich schlauer und ich habe nicht gerade den Drang dazu, schon wieder zu erzählen, dass es nicht über Kassen finanziert wird und so weiter. Habe ich ja schon ausführlich darüber geredet. So irgendwie. Glaube ich. Ich glaube nicht, ich weiß es einfach, dass ich es getan habe.

Erfahrungsberichtmäßig bin ich auch nicht wirklich weiter. Ich Fräulein ich, 24 Jahre, von Beruf Heilerziehungspflegerin und Hobbyreiter, kann über keinerlei Erfahrungen berichten. Außer über Berichte, die ich im Internet gefunden habe und darüber erzähle. Beziehungsweise darauf verweise, dass es diese gibt und welche ich für gut befunden habe.

Um selber an Erfahrungsberichte zu kommen, die noch nicht existieren, also im Internet, habe ich ja auch schon mal angefangen, Leute die dies tun anzuschreiben. Um genau von den Betroffenen einen Bericht zu erhaschen. Allerdings scheinen manche da dann doch den Schwanz einzuziehen. Erst helle Begeisterung, dann öm, ja lass mal stecken. Wenn überhaupt eine Reaktion zustande kommt. Was in den wenigsten Fällen der Fall ist. Man könnte gerade meinen, ich würde jemanden fressen.

Ich mag vielleicht in mancher Hinsicht, ein bisschen verrückt und schrill sein, aber gefressen habe ich bis heute noch niemanden. Geschweigedenn irgendeinen Schmu von mir gegeben.

Wisst ihr was mich an dieser ganzen Geschichte eigentlich am meisten nervt? Also an der Geschichte, dass man Leute fragt, ob sie mitmachen, diese dann aber doch den Schweif einziehen? Am meisten nervt mich einfach daran, dass man sich die Arbeit macht. Drauf hofft, endlich mal jemanden zu finden, der seine Erfahrungen mit mir teilt. Dann der Rückschlag. Keine einzige Rückreaktion mehr. Erst, ich überlege es mir, dann keine Meldung mehr. Ganz nach dem Motto, die wird es schon vergessen. Ich habe es nicht vergessen, lediglich aufgegeben, bei denjenigen nochmal nachzufragen. Hätte es wahrscheinlich keinen Sinn gemacht.

Außerdem nervt es mich einfach, dass andere die vielleicht auch Betroffene Kinder oder Angehörige haben, verzweifelt nach Erfahrungsberichten suchen. Weil sie meinetwegen, keinen Ahnung haben, wie das ganze so ist. Sich erhoffen im Netz etwas zu finden, weil sie niemanden kennen der was berichten könnte und dann auf gähnende Leere zu stoßen scheinen.

Was ich für Erfahrungen habe? Im Moment keine. Nur das ich Reiten super finde. Und ich vermute, dass es anderen auch gut tut. Aber wie will Frau auch ansatzweise etwas zustande bringen, wenn man keinen findet der seine Erfahrungen teilen möchte?

 

Ich habe mir ein Fachbuch gekauft!

Mir lässt ein bestimmtes Thema keine Ruhe! Meine treue Leserschaft, weiß höchstwahrscheinlich welches Thema es ist. Es handelt sich, wie sollte es auch anders sein, um therpeutisches Reiten.

Nach und nach, wurmt es mich immer wieder, dass ich bei meiner Facharbeit ein bisschen verkackt habe. Ich dachte immer, jaja, das mach ich so locker flockig aus dem Handgelenk, habe mir immer wieder Ideen zusammengeschustert, um dann gegen Abgabe festzustellen, dass ich es nicht wirklich schaffe, es so zusammen zu pulen, wie ich es gerne hätte und es nicht für ne 1 reichen wird.

Im nachhinein, denke ich mir, hätte ich mir mal lieber im Vorraus schon mehrere Fachbücher über Amazon oder bücher.de gekauft. Aber wie will man sich solche Fachbücher als Azubi leisten? Ich habe immer wieder gestöbert und geschaut. Im Großen und ganzen, kosten die meisten anständigen Fachbücher, um die 40 – 80 €. Wo ich mich selbst auch immer wieder frage, verdammt wie soll ich das Zahlen, gibt es das Buch auch gebraucht? Allerdings irgendwie nicht so ganz.

Das erste Buch was ich meinte, es sei ein Fachbuch, entpuppte sich als Diplomarbeit, die ich eigentlich nicht haben wollte. Tja…..für ein Minibuch um die 12 Euro liegen lassen und los werde ich es nicht mehr. So wie es aussieht.

Ich habe mir jetzt ein Buch gegönnt, zum Thema therapeutisches Reiten mit ASS Kindern (Autistisches Spektrum Störung). Ich bin ja mal gespannt….Kostet nämlich 25 €. Ich bin da total heiß drauf, gerade weil mich sowohl Autismus als auch therapeutisches Reiten sehr interessiert. Daher sind es eigentlich zwei Themen die da aufeinander Treffen und zu einem werden. Sehr praktisch gell?

Ich bin wie gesagt, sehr gespannt was in dem Buch drin steht. Dennoch weiß ich immer noch nicht, wie ich mir meinen Therapeuten finanzieren soll. Ich finde niemanden der mit mir zusammen arbeiten würde oder mich Sponsoren würde. Ganz toll. Wie soll man das ganze denn dann umsetzten?

Man wird es nicht glaube, aber ich war vor kurzem schon wieder kurz davor, zur Bank zu wackeln und mich über einen Kredit zu informieren. Fördermöglichkeiten via Staat über Barfög oder Existensgründungsdings, kannste kicken. Reittherapie fällt da eindeutig nicht mit rein. Einen Hof fand ich jedoch, der Bildungsgutschein fähig gewesen wäre. Allerdings hat der mir überhaupt nicht zugesagt. Außerdem war das da iwie sehr lange Fahrzeit und damit verbunden, dass ich mein Pferd hätte mitnehmen können.

Der Hof, auf den ich mich inzwischen eingeschossen habe, ist für mich besser erreichbar. Nach einem Schulungstag könnte ich wieder nach Hause fahren (gut 1 Stunde Fahrzeit einfach) und ich müsste oder könnte nicht mal mein Pferd mitnehmen. Pferde bekommt man dort vom Hof gestellt und arbeitet mit den Hofeigenen Pferden. Lediglich zu Hause, wenn es um das Eigenstudium geht. Muss man Leistungen mit Klienten erbringen. Heißt eine bestimmte Anzahl an Übungsstunden mit dem Klienten vollführen. Ich weiß nur nicht wie ich das umsetzen soll.

Um nochmal aufs Geld zurück zu kommen, würde ich dort eine Art Ratenzahlung vollführen (was wohl durchaus möglich wäre) hätte ich sozusagen gut 3 % Zinsen und müsste immer noch 400 € im Monat berappen um diese abzudrücken. Deshalb war ich kurzzeitig am überlegen, ob ich nicht Stundenmäßig erhöhen soll. Nach meinen Recherchen via Gehaltsrechner, müsste ich aber auf 100 % hoch gehen, damit ich ohne Zuschläge, zusätzliche 200 € zum sparen oder abzahlen hätte. Dann gehe ich aber nur noch arbeiten und werde irre. Dennoch sehe ich im Moment keine andere Möglichkeit. Ein zweiter Job kommt nicht in Frage. Ist für mich, um ehrlich zu sein, auch im Moment nicht machbar. Dann bleibt mir wohl wirklich nur noch die Möglichkeit, Stundentechnisch aufzustocken, damit ich von haus aus mehr Grundlohn bekomme. Aber ob ich das genehmigt bekomme, ist die andere Frage. Reduzieren kein Thema, aufstocken wird dann schon haariger.

Wie ich es aber anstellen soll, mich teils selbstständig zu machen, weiß ich immer noch nicht. Wie ich das meine? Naja, halbe halbe halt. Halb irgendwo in einem Betrieb auf 40 oder 50 %, damit sicher ein Einkommen da ist und ich mich nicht selbst versichern muss und den Rest den ich dann an Zeit zur Verfügung habe, mache ich dann mein Pferdedings. Ja, auch wenn ich nur 5 Klienten die Woche hätte….mir egal….nebenher möchte ich es trotzdem machen. So als kleines Leckerlie irgendwie.

Am besten wäre wirklich, ich könnte eine Art Landwirtschaftsgruppe aufziehen, die zu einer WfbM dazu gehört, die auch Eigenprodukte produziert z.B. Butter oder Brot oder so was oder Gemüse anbaut. Ja nochmal zurück, eine Gruppe für Menschen mit Behinderung in der Landwirtschaft, die vielleicht zu einer WfbM dazu gehört, sich allerdings nicht in diesem Gebäude sondern auf einem Hof befindet. Das wäre eine gute Idee, dazu dann noch zwei drei Pferd zu Therapiezwecken und gut wär. Aber dazu erst mal wen finden, der da mit macht. Zum einen eine Werkstatt, die da Interesse hat, zum anderen einen Landwirt, der mitziehen würde, Menschen mit Behinderung auf seinem Hof beschäftigt und dann auch noch die Möglichkeit hat Pferde mit unter zu stellen oder einen Stall nur für Pferde einzurichten den man vielleicht noch vermieten könnte….Dann ist nicht zu vergessen, dass man auch entsprechend einen Gruppenraum benötigt. In dem man Pause machen kann und vielleicht auch fürs Mittagessen was kochen kann. Außerdem braucht man ja irgendwo einen Raum in dem man die Eigenprodukte her oder fertig stellt. Alles gar nicht so leicht. Am besten machen ich einfach ne Gruppe via Verein auf. Ach is auch schon wieder so ne komische Idee….aber vielleicht muss ich von meinem Ursprünglichen Plan einfach ein bisschen abweichen.

Soll ich euch was sagen? Ich bin absolut planlos im Moment. Wenn nicht sogar ratlos. Ich habe schon öfters gehört, dass einige auf die Nase gefallen sind, mit so was. Aber wie geht es denn mit mir jetzt weiter? Ich stehe auf dem Schlauch. Ich hab keine Ahnung….kurz gesagt, ich hänge in der Luft. Ernsthaft…..

Reittherapeutische Gedanken

Die ganze Therapeuten Kiste.

Die Pferdefrau, mit dem Decknamen Sylli, ist ja jetzt so ganz in echt HEP. So ganz in wirklich ja! HEP HEP Hurra!! Naja, aber die Pferdefrau, also ich hatte, nein hat nicht vor jetzt schon die Beine hoch zu legen und den rest ihres Lebens so weiter zu machen. Nicht das es scheisse oder doof wäre, nä, HEP sein ist toll. Aber de Sylli will ja noch weiter machen. Mhm.
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