Warum ich dafür bin?

Warum ich dafür bin, den Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung zu erweitern? Warum ich dafür bin, ein großes Angebot an Arbeitsbereichen in der Werkstatt anzubieten? Reichen die Bereiche nicht aus die es schon gibt? Muss das sein?

Fragen über Fragen, die mir manchmal durch den Kopf surren. Zu denen ich meine persönliche Meinung habe. Persönlich bin ich nämlich der Annahme, dass auch Menschen mit Behinderung eine Wahl haben sollen. Natürlich haben sie auf gewisse weise eine Wahl. Sie können zwischen den Bereichen wählen, die es schon gibt. Aber was ist wenn da kein Bereich dabei ist? Der ihnen zusagt? Oder wenn ihnen in 10 Jahren genau diese Arbeit nicht  mehr gefällt? Aber etwas anderes genau so wenig passt?

Denke ich da mal selber drüber nach, fällt mir auf, dass der Normalo ziemlich viel Auswahl hat. Haste Abi, geht’s zum Studieren. Haste aber keinen Bock auf Studium, machst du eben eine Ausbildung. Aber welche? Bist du eher Handwerklich begabt, geht’s eher Richtung Handwerk. Und so weiter und sofort. Weißt du nicht was du machen sollst, gehst du zum Arbeitsamt und lässt dich beraten. Dort hilft man dir dann, aufgrund deiner Fähigkeiten weiter.

Hast du keinen Bock mehr bei Arbeitgeber xy zu arbeiten, wechselst du die Stelle. Macht dir der Job keinen Spaß mehr, machst du eine neue Ausbildung oder eine Umschulung. Oder gehst später nochmal studieren. Und so weiter. Aber was ist mit den Menschen mit Behinderung? Natürlich ist nicht jeder Mensch der eine Behinderung hat, gleich ein Fall für die Werkstatt. Aber was ist mit denjenigen die in der Werkstatt arbeiten? Was ist da? Die Auswahl recht schmal. Ohne jemanden schlecht machen zu wollen. Ist es natürlich auch eine Sache die ein gewisses Maß der Überforderung nicht erreichen sollte.

Dennoch bin ich der Auffassung das ein bestimmtes Spektrum geboten sein sollte. Auch wenn es im ersten Moment schon recht groß erscheint.

Aber warum bin ich gerade pro Landwirtschaft? Pro mit Tieren? Pro draußen? Weil ich darin potential sehe. Potential für diejenigen, die vielleicht als „schwierig“ oder „auffällig“ gelten. Die vielleicht andere Anforderungen benötigen.

Mal ganz zu schweigen, was die Arbeit mit Tieren alles bewirken kann. Wäre das schon beinahe Therapie. Naja im übertragenen sinne. Ist es ja inzwischen kein Geheimnis mehr, dass Tiere auf Menschen eine bestimmte Wirkung haben. Für manch einen Menschen mit Behinderung oder psychischen Problemen, positive Erfahrungen und somit Linderung oder vielleicht (übertrieben) Heilung oder Besserung bringt.

Auch andere Aspekte spielen eine Rolle. Meiner Meinung nach, werden verschiedene Kompetenzen gefördert. Geschult. Beigebracht. Verantwortung übernehmen zum Beispiel. Einen Beitrag leisten. Sich kümmern. Positive Entwicklung des Selbstvertrauens und des Selbstbewusstseins. Sozialkompetenz. Und und und. Oder so ähnlich 🙂

Aber leider muss ich hin und wieder feststellen, dass die Idee an und für sich gut ist. Allerdings scheitert es häufig daran, Geld in die Hand nehmen zu müssen. Daran, dass ein solches Unterfangen recht Kostspielig ist. Was leider oft mal ein Hindernis ist, so eine Idee umzusetzen. So irgendwie. Schade eigentlich. Finde ich. So irgendwie.

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Landwirtschaft als Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderung. Ein Bericht

Hallöchen ihr Lieben Leser!

Ich melde mich mal wieder zu Wort. Und das zwischendurch mal mit meinem Lieblingsthema, an dem ich mich gerne etwas längerfristig aufhänge. Aus welchem Grund auch immer. Nein ich hänge mich da nicht dran auf, ich bin voll motiviert darüber Infos zu bekommen und sauge diese regelrecht in mich auf. Schon eine Idee? Für meine bereits länger vorhandene Leserschaft dürfte es eigentlich ein sehr leichtes sein, zu wissen, von was ich spreche. Nämlich davon, wie ich die Landwirtschaft als Arbeitsfeld für Menschen mit Behinderung nutzen könnte und wie man es umsetzten kann. Wie ich diversen Betrieben, die sich bereits der Behindertenarbeit hingegeben haben, davon überzeugen kann, dass man genau das als Erweitertes Arbeitsfeld benötigt. Die Landwirtschaft in diesem Sinne ein positiver Aspekt ist, den man sich näher ansehen sollte.

Entsprechend meiner eigenen Motivation, setzte ich mich heute wieder mal an den PC. Eigentlich mit dem Hintergedanken, zu recherchieren wie ich mich als HEP irgendwie selbstständig machen könnte. Allerdings hat mir mein Lieblingsthema keine Ruhe gelassen. Weshalb ich anfing nochmal zu suchen ob es nicht doch irgendwie und irgendwo einen Sinnvollen Beitrag zum Thema gibt, den ich vielleicht noch nicht gelesen habe. Zuvor durchforstete ich aber nochmal das Internet nach diversen Leitfäden für ein Konzept, um mir Stichpunkthaltig schon mal aufzuschreiben, was ich denn in mein Konzept einbringen möchte. Darauf aufbauend dann nach Beiträgen gesucht, die ich noch nicht las. Also Beiträge zum Thema Menschen mit Behinderung in der Landwirtschaft. Wo ich nicht zu Letzt sogar über den ein oder anderen Beitrag von mir selbst stolperte, von dem ich gar nicht mehr wusste, dass ich den überhaupt mal geschrieben hatte. Wahnsinn oder? Faszinierend.

Zu erst muss ich jedoch sagen, entdeckte ich dann irgendwo die Werkstättenverordnung, die man sich via PDF Datei im Netz anschauen konnte. Ich konnte nicht widerstehen, mir die mal durchzulesen. Wusste ich eigentlich bis heute zwar, dass es diese Verordnung gibt, was da genau aber drin steht, wusste ich bis vorhin noch nicht. Entsprechend habe ich mir dann, für mein Konzept, den §5 Absatz 1 – 4 raus gelassen. Denn der spiegelt einiges sehr gut wieder, was eigentlich genau für eine Umsetzung eines landwirtschaftlichen Projektes spricht. So rein theoretisch gesehen. In der Praxis schaut es dann so oder so ständig anders aus, wenn ich mich nicht irre.

Gut, alles soweit zusammen gesammelt, stichpunktartig aufgeschrieben, was ich eigentlich in mein Konzept reinpacken will. Stellte fest, ich habe bei manchen Sachen überhaupt keine Ahnung wie ich das Stichpunkthaltig aufschreiben soll. Wenn es dann bei den Stichpunkten schon anfängt, frage ich mich, wie ich das dann bitte in ganze Sätze verpacken soll. Vielleicht sollte ich mir auch die Option offen halten, von den Starren Strukturen eines Üblichen Konzeptes oder meinetwegen Buissinesplanes etwas abzuweichen, die Überschriften etwas anders zu formulieren. Vielleicht würde ich mir dann etwas leichter tun. Andererseits benötige ich dann wiederum doch ein paar Vorgaben um einen Ansatz zu finden, mit dem ich arbeiten kann.

Aber ich sehe schon ich rede zu viel um den heißen Brei herum und kommen nicht zum eigentlichen Thema, dass ich euch eigentlich mit diesem Beitrag mitteilen wollte. Ich habe aufgrund meiner, sagen wir mal, Vision, ein bisschen herumgegooglet. In der Hoffnung tatsächlich mal wieder was zu finden, Beitrags bzw. Berichtmäßig, was ich noch nicht kenne, Sinnvoll und Inhaltlich gut ist sowie es kein Beitrag von mir ist von dem ich nicht mehr weiß, dass ich diesen vor gefühlt hunderten von Jahren verfasst habe.

Beim ersten Versuch, ich hätte es ja beinahe nicht glauben können, habe ich dann direkt einen Beitrag gefunden, der zwar lang aber dennoch sehr aufschlussreich so wie sinnvoll ist. Inhaltlich sehr detailliert zu sein scheint und es auch spaß macht diesen zu lesen, wenn man sich ernsthaft mit diesem Thema befasst oder befassen will.

Genau diesen möchte ich euch nun mal vorstellen oder auch zeigen. Allerdings habe ich nicht den Kompletten Beitrag als Zitat eingebaut, da es einfach sonst viel zu lange wird, was der Beitrag ja jetzt ohne das Zitat schon ist. Gefunden habe ich den Beitrag übrigens auf socialnet.de unter dem Link: https://www.socialnet.de/materialien/60.php

Dort könnt ihr den Beitrag komplett lesen ohne mein Gesummsel vorne weg.

Landwirtschaft als Beschäftigungsfeld für Menschen mit Behinderung

Martina Carl

Veröffentlicht am 01.03.2005.

socialnet Materialien. Reihe 2: Akademische Abschlussarbeiten

Der Aufsatz beruht auf der gleichlautenden Diplomarbeit vom Februar 2005, Universität Kassel, Fachbereich 04 Sozialwesen. Die Arbeit wurde unter Betreuung von Prof. Dr. Ewald Rumpf erstellt und mit 1 benotet.
Die vollständige Diplomarbeit (121 Seiten) kann gegen 10,00 EUR per E-Mail bestellt werden.

Im Rahmen einer Diplomarbeit am Fachbereich Sozialwesen der Universität Kassel wurden die Bedeutung und die Funktionen von landwirtschaftlicher Arbeit für Menschen mit geistiger und seelischer Behinderung untersucht. Besondere Beachtung wurde hierbei sowohl den therapeutischen Wirkungsweisen und Potentialen als auch den Schwierigkeiten und Grenzen von sogenannten „grünen“ Beschäftigungsbereichen wie Land- und Gartenbau geschenkt.

Die Diplomarbeit will aufzeigen, wo die Chancen und wo die Potenziale der landwirtschaftlichen Arbeit mit Behinderten liegen. Es stehen dabei vor allem folgende Fragen im Mittelpunkt:

  • Wie wirkt die landwirtschaftliche und gartenbauliche Arbeit auf den Menschen, insbesondere auf den geistig und seelisch behinderten Menschen?
  • Wo liegen die Grenzen der landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Arbeit mit geistig und seelisch Behinderten; welche Schwierigkeiten und Problemsituationen können auftreten und mit welchen Maßnahmen kann man ihnen entgegentreten?

Grundbegriffe

Als geistig behindert gelten Personen, deren Lernverhalten wesentlich hinter der auf das Lebensalter bezogenen Erwartung zurückbleibt und durch ein andauerndes Vorherrschen des anschauend-vollziehenden Auflehnens, Verarbeitens und Speicherns von Lerninhalten und eine Konzentration des Lernfeldes auf direkte Bedürfnisbefriedigung gekennzeichnet ist.

Die Ursachen einer geistigen Behinderung sind organischer Natur. Vorrangig sind dies Schädigungen des Gehirns sowie Chromosomenaberrationen (Abweichungen der Chromosomenanzahl) sowie Infekte oder Vergiftungen der Mutter während der Schwangerschaft. Außerdem kann eine geistige Behinderung auch im Zusammenhang mit psychischen Störungen wie frühkindliche Schizophrenie oder Autismus gesehen werden sowie durch Einflüsse der Umwelt verursacht sein (HENSLE 2000, S. 131 ff.).

Kennzeichnend für eine psychische Behinderung ist ein breites Spektrum von Einschränkungen im sozioemotionalen sowie kognitiven Funktionsbereich. Dies können insbesondere Funktionseinbußen in Antrieb, Motivation, Interesse, Ausdauer, Belastbarkeit, Selbsthilfepotential, Selbstvertrauen, Kritikfähigkeit, Entscheidungskraft sowie auch in Wahrnehmung, Konzentration und Merkfähigkeit sein. Nicht eingeschränkt ist in der Regel das intellektuelle Leistungspotential des psychisch Behinderten. Kennzeichnend für eine psychische Erkrankung ist außerdem, dass diese in Phasen verläuft und nur schwer vorhersehbaren Schwankungen unterliegt. Die Fähigkeit des Betroffenen, Einsicht in seine Krankheitssituation zu haben und diese beurteilen zu können, ist oftmals erheblich eingeschränkt und die erforderlichen therapeutischen Maßnahmen erfordern meist mehr Zeit als bei anderen Behinderungsarten (Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V. 2002).

Die Bedeutung von Arbeit für den Menschen wird von verschiedenen theoretischen Positionen ähnlich groß eingeschätzt. JAHODA beschreibt bei seinen Ausführungen fünf Strukturmerkmale von Arbeit. Demnach hat organisierte Arbeit eine Zeitstruktur, der sich der Beschäftigte nicht entziehen kann und die sein Zeiterleben strukturiert. Arbeit erweitert den sozialen Horizont des Arbeitenden und lässt ihn seine soziale Existenz erleben, da am Arbeitsplatz viele Kontakte geknüpft werden können. Außerdem bestimmt Arbeit den gesellschaftlichen Status sowie die Identität eines Menschen und verschafft ein Gefühl von persönlichem Erfolg und Sicherheit durch die gelungene Bewältigung von äußeren Anforderungen und die Erfüllung der Erwartungen anderer (SONNENTAG 1991).

Diese Funktionen und Wirkungsweisen von Arbeit gelten auch für Menschen mit Behinderung. Das Verrichten einer Arbeit oder Beschäftigung kann wesentlich dazu beitragen, dass Menschen mit einer Behinderung ein Leben führen können, welches so normal wie möglich verläuft. Durch eine den persönlichen Neigungen entsprechende Tätigkeit wird dem Beschäftigten Normalität vermittelt, indem ihm Akzeptanz und Anerkennung zuteil wird.

Arbeit bringt dem Menschen mit Behinderung einen täglichen Lebensrhythmus und bietet die Möglichkeit, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln und immer wieder neu auszubauen. Durch das Wahrnehmen eigenständiger Aufgabenbereiche kann ein Leistungsfähigkeits- und Selbstwertgefühl aufgebaut werden und eine emotionale Ausgeglichenheit und Zufriedenheit bei dem Beschäftigten erreicht werden.

Durch die ständige Zusammenarbeit mit anderen Beschäftigten sowie Betreuern können am Arbeitsplatz wichtige Kontakte geknüpft werden und ein Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl erlebt werden (AERNOUT 1992).

In Abhängigkeit von der Behinderungsart und Behinderungsschwere sowie auch der Krankheitsgeschichte und den beruflichen Vorerfahrungen des Betreuten kommen für Menschen mit geistiger und seelischer Behinderung verschiedene Möglichkeiten in Betracht, einer regelmäßigen Beschäftigung nachzugehen. Dies sind vor allem die Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), Firmen für psychisch Kranke, Arbeitsbereiche in Dorf- und Lebensgemeinschaften sowie auch vereinzelt Betriebe auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Anforderungen an Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in der Landwirtschaft

Um dem Menschen mit Behinderung bei seiner Beschäftigung in der Landwirtschaft nicht zu schaden, sondern zur Weiterentwicklung seiner Fähigkeiten beizutragen, müssen bestimmte Anforderungen an den jeweiligen Arbeitsplatz erfüllt sein:

Grundsätzlich sollte der Arbeitsplatz von dem Betreuten auch gewollt sein. Der gewählte Arbeitsplatz sollte Gelegenheit geben, während des gemeinsamen Arbeitens mit anderen in Kontakt zu kommen. Das Eingehen einer persönlichen Beziehung zu anderen Mitarbeitern kann für den geistig oder seelisch Behinderten eine wichtige Möglichkeit sein, die Persönlichkeit positiv entfalten zu können. Durch die Anpassung des Arbeitsplatzes an die Fähigkeiten des Betreuten sowie die Interaktion mit anderen Menschen hat die Arbeit eine entwickelnde und stabilisierende Funktion. Unter der Beachtung von Prinzipien der Anschaulichkeit und des Sinnzusammenhangs sollten die verschiedenen Arbeitsvorgänge miteinander verknüpft werden und dem arbeitenden Menschen auf diese Weise das eigene Können sowie der Weg zum Endprodukt kognitiv erfahrbar gemacht werden. Gerade in der Landwirtschaft wird dies äußerst erfolgreich praktiziert, indem es den Betreuten ständig möglich ist, das Gedeihen von Pflanzen, das Reifen von Früchten und das Wachsen von Kälbern oder anderen Nutztieren zu verfolgen. Wichtig ist außerdem die Wertschätzung, die Menschen mit geistiger oder seelischer Behinderung durch ihre Arbeit erfahren. Dies kann geschehen, indem der Beschäftigte in die Vermarktungsmöglichkeiten der Produkte einbezogen wird und bei der Arbeit im betriebsinternen Hofladen Kontakt zu Kunden pflegen und Lob an der Qualität der erzeugten Produkte erfahren kann (AGÖL 1994).

Damit Arbeit für den geistig und seelisch Behinderten einen rehabilitativen und persönlichkeitsfördernden Charakter hat, sollten folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Es müssen Entscheidungsspielräume bei der Arbeit gegeben sein, die jedoch nicht zu groß sein dürfen.
  • Die Arbeit muss eine gewisse Variabilität aufweisen.
  • Die Arbeitsaufgaben müssen mindestens Handlungsniveau haben.
  • Die Arbeitsanforderungen müssen klar und überschaubar sein.
  • Generell müssen die Anforderungen den individuellen Voraussetzungen angepasst sein.

Um Überforderungen entgegen zu wirken, sollten bei der Arbeitsgestaltung die individuellen Bewältigungsmöglichkeiten des Betreuten berücksichtigt werden und belastende Faktoren wie Zeitdruck, mangelnde emotionale Unterstützung, fehlende Rückzugsmöglichkeiten, Arbeitsumgebungsbelastungen und unangemessene Arbeitszeiten vermieden werden (SONNENTAG 1991).

Therapeutische Aspekte des Land- und Gartenbaus

Arbeiten in Land- und Gartenbau eignen sich in besonderer Weise für die Förderung geistig und seelisch Behinderter und unterscheiden sich in verschiedener Hinsicht von der in geschlossenen Räumen stattfindenden Industriearbeit. In Land- und Gartenbau sind die Sinnzusammenhänge für den Beschäftigten meist einfacher zu erkennen. Dem behinderten Mitarbeiter fällt es leicht, einen unmittelbaren Bezug zu seiner Arbeit herzustellen und sich damit zu identifizieren.

Dem ausgeprägten Bewegungsbedürfnis vieler Beschäftigter kommt die Auslastung durch körperliche Arbeiten entgegen. Vereinzelt gelten Betreute als besonders aggressiv und sind für einen industriellen Arbeitsbereich nicht tragbar. Nach einem Wechsel in einen der sogenannten „grünen Arbeitsbereiche“ werden solche Beschäftigte oftmals zu wichtigen Leistungsträgern.

Besonders wichtig für den Menschen mit Behinderung sind die natürlichen Regelmäßigkeiten, die bei der Arbeit im Land- und Gartenbau erlebt werden. Sowohl die Tierhaltung als auch der Anbau und die Ernte von Pflanzen erfordern regelmäßige und immer wiederkehrende Arbeiten. Der überwiegende Aufenthalt im Freien lässt den Wechsel von Tages- und Jahreszeiten als etwas Elementares erleben und die Zeit wird für den Beschäftigten begreifbar als Wachstums-, Reife- und Erntezeit.

Feld- und Gartenarbeit

Unter Feldarbeit ist die landwirtschaftliche Pflanzenproduktion auf Grünland oder Acker zu verstehen (Gras, Futterrüben, Getreide etc.). Der Begriff Gartenarbeit umfasst die gartenbauliche Produktion wie den Anbau von Schnittblumen, Stauden, Gemüse, Kräutern, Pilzen, Obst und Beeren sowie die gartenbaulichen Dienstleistungen (Landschaftspflege, Floristik und Friedhofsgärtnerei).

Bei der Förderung des behinderten Mitarbeiters kann mit den entsprechend anfallenden Arbeiten auf die vorhandenen Eignungen und Neigungen eingegangen werden. So bieten der Zierpflanzen- und Gemüsebau die Möglichkeit, soziale, kognitive, methodische und psychomotorische Kompetenzen der unterschiedlichsten Intensität zu fördern. (AGÖL 2000).

Die bei der Arbeit in der Natur gewonnenen Erfahrungen können genutzt werden, um sich selbst näher zu kommen und sich der eigenen Natur vertraut zu machen. Die Arbeit auf dem Feld und im Garten bringt den Klienten durch die lebendige Auseinandersetzung mit den Pflanzen in Kontakt mit seinen eigenen Fähigkeiten zu Wachstum und Veränderung. Vor allem Menschen mit seelischer Behinderung haben Probleme mit Beziehungen. Therapeutisch angewandte Feld- und Gartenarbeit geht davon aus, dass ein beziehungsgestörter Mensch in gewisser Weise „entwurzelt“ ist. Durch Orientierung an und Arbeit in der Natur können Ruhe, Zufriedenheit und Motivation gefördert und die Beschäftigung mit den eigenen Unzulänglichkeiten verringert werden. Gartenarbeit ermöglicht es dem Betreuten, sich auf etwas anderes als nur sich selbst zu konzentrieren. Bei den vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten können die bestehenden gesunden „Anteile“ und Fähigkeiten bestens beobachtet werden. Es werden persönliche Entwicklungen angeregt. Entwicklungsdefizite werden nachgeholt und das Neugelernte wird langsam in die Persönlichkeit integriert.

Die Feld- und Gartenarbeit ist eingebettet in ein eindeutiges, in der Natur vorgegebenes Handlungsschema. Dass Pflanzen regelmäßig gegossen werden müssen und aufmerksamer Pflege bedürfen, ist für den Betreuten leicht einsehbar und nachzuvollziehen. Solche Erlebnisse machen den Aufforderungscharakter von Feld- und Gartenarbeit deutlich und dienen als Motivationshilfe.

Arbeit mit Nutztieren

Genauso wie die Arbeit mit Pflanzen und Erde kann auch die Beschäftigung mit Tieren einen heilenden Einfluss auf den Menschen haben. Der Anblick eines Tieres oder der Hautkontakt beim Streicheln kann beim Menschen Reaktionen und Gefühle der Zuneigung auslösen.

Bei der Beschäftigung Behinderter kann der Tierkontakt als wichtige Grundlage für die therapeutische Arbeit genutzt werden. Der Umgang mit Tieren macht es dem Betreuten möglich, verschiedene Verhaltensweisen zu erproben. Durch Versorgung und Pflege eines Tieres wird das Selbstvertrauen gestärkt, Verantwortung sowie Rollenverständnis bezüglich des eigenen Arbeitsbereiches erprobt. Die Arbeit mit Nutztieren dient dem Menschen mit Behinderung dazu, Zusammenhänge in der Nahrungskette besser begreifen und eine reale Vorstellung über die Herkunft von Lebensmitteln gewinnen zu können (AGÖL 1994).

Hinsichtlich der therapeutischen Aspekte von Tieren können die psychologischen, physischen und sozialen Wirkungen auf den Menschen unterschieden werden. Zu den psychologischen Wirkungen gehört die Förderung eines positiven Selbstbildes. Die Versorgung eines Tieres kann dazu beitragen, das eigene Leben zu strukturieren und den Aufbau eines festen Tagesablaufes zu ermöglichen. Der Betreute erfährt im Umgang mit dem Tier Ermutigung und Begeisterung für das eigene Handeln und wird außerdem zu Pünktlichkeit, Ordnung und Selbstdisziplin erzogen.

Die Sensibilisierung für die eigenen Ressourcen sowie die Kontrolle über sich selbst und die Umwelt werden gefördert. Beim Tierkontakt wird das emotionale Wohlbefinden des Betreuten positiv beeinflusst. Er erfährt Zuwendung, Bestätigung, Trost und spontane Zuneigung. So ermöglicht es ein Nutztier dem Behinderten, Körperkontakt zu erleben, Distanzen abzubauen und Nähe herzustellen. Die vielfältigen Lernerfahrungen im Zusammenhang mit Tieren und Tierhaltung tragen zu kognitiver Anregung und Aktivierung bei.

Anhand von physiologischen Reaktionen beim Menschen kann nachgewiesen werden, dass Tiere dem Menschen ein Gefühl von Geborgenheit und Vertrautheit vermitteln. Schon die reine Präsenz eines Tieres kann beruhigend auf den Menschen wirken. Bei regelmäßigem Umgang mit einem Tier werden Herzfrequenz und Blutdruck gesenkt sowie der Kreislauf stabilisiert.

Eine wichtige soziale Wirkung von Tieren auf den Menschen ist die Aufhebung von Einsamkeit und Isolation. Durch die Nähe eines Tieres wirkt ein Mensch offenbar zugänglicher und in diesem Zusammenhang fördern Tiere auch den sozialen Kontakt zu anderen Menschen. Dabei dient das Tier als Kommunikationshilfe, als eine Art Vermittler beim Aufbau von sozialen Kontakten (GREIFFENHAGEN 1991, OTTERSTEDT 2001).

Probleme und Grenzen der Beschäftigung von Behinderten in der Landwirtschaft

Trotz aller positiven und therapeutisch sinnvollen Aspekte des Land- und Gartenbaus mit geistig und seelisch Behinderten, können bei der praktischen Arbeit in einem solchen Beschäftigungsbereich auch diverse Schwierigkeiten auftreten.

Bei der Arbeit mit Behinderten in Land- und Gartenbau sollen einerseits die Beschäftigten individuell betreut und deren Persönlichkeit gefördert werden, andererseits existieren gewisse betriebswirtschaftliche Zwänge, die beachtet werden müssen. Der Konflikt zwischen Produktion und Pädagogik wird hier deutlich. Eine völlige Rationalisierung und Mechanisierung der Betriebe wird nicht angestrebt, da gerade manuelle Arbeit diverse Beschäftigungsmöglichkeiten für die unterschiedlich qualifizierten Mitarbeiter bietet. Allerdings gilt es, betriebswirtschaftliche Standards zu beachten und termingerechte Auftragsarbeiten fertig zu stellen. Das wirtschaftliche Ergebnis und die leistbare pädagogische Arbeit werden in hohem Masse durch Art und Schwere der vorhandenen Behinderungen bestimmt. Aufgrund des wirtschaftlichen Drucks sehen sich viele Gruppenleiter gezwungen, die besonders leistungsfähigen Menschen mit Behinderung in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich zu halten, was die betriebsinterne Konkurrenz verstärkt und zu Konflikten unter den Betreuten führt. Um einer heilpädagogischen Betreuung gerecht zu werden und gleichzeitig wirtschaftlich arbeiten zu können, wäre die Zusammensetzung der Arbeitsgruppen gemäß der Leistungsfähigkeit und dem sozialen Verhalten der Betreuten wünschenswert. Für besonders komplexe Arbeiten (z. B. Melken) sollte überlegt werden, Fachkräfte anzustellen. Monotone und bei den Behinderten weniger beliebte Arbeiten könnten vollständig mechanisiert werden, damit die Arbeitsmotivation bei den Betreuten gesteigert werden kann. Die Gegensätze zwischen Pädagogik und arbeitswirtschaftlichen Erfordernissen können vor allem dann überwunden werden, wenn der Betreuer von dem Sinn und Wert der verrichteten Arbeiten überzeugt ist und dies den behinderten Mitarbeitern auch vermitteln kann. Die Wertschätzung der geleisteten Arbeit sowie die damit verbundenen Hochgefühle über den eigenen Erfolg sind wichtige Erfahrungen für den Betreuten, die eine konstante und zufriedenstellende Beschäftigung gewährleisten (AGÖL 1994).

Geregelte Arbeitszeiten sind in Betrieben des Land- und Gartenbaus kaum zu realisieren. Die Versorgung und Pflege der landwirtschaftlichen Nutztiere ist auch am Wochenende und in Ferienzeiten unabdingbar, was zu Überbeanspruchungen des behinderten Mitarbeiters führen kann. Wetterabhängige Saisonarbeiten mit „Arbeitsspitzen“ können vor allem im Hochsommer nicht vermieden werden. Um einerseits einen optimalen Betriebsablauf zu gewährleisten, jedoch auch den Bedürfnissen der Betreuten gerecht zu werden, kann in einem sogenannten Schichtdienstverfahren gearbeitet werden. Dabei arbeiten zwei Gruppen im Wechsel an Vormittagen bzw. Nachmittagen. Auf diese Weise wird eine Wochenarbeitszeit von 36 Stunden nicht überschritten und den Behinderten ist weiterhin die Teilnahme an Freizeitaktivitäten in Wohnbereich und sozialem Umfeld möglich. Sonder- und Mehrarbeit am Wochenende wird mit einer zusätzlichen Vergütung oder alternativ durch Freizeitausgleich entlohnt.

Relativ unbeliebte Beschäftigungsbereiche wie Melken -und das damit verbundene frühe Aufstehen- können zu ausgesprochen verantwortungsvollen Positionen erklärt werden, indem dem Betreuten die Wichtigkeit und Notwendigkeit der verrichteten Arbeit vermittelt wird (AGÖL 1994).

Viele pädagogische Mitarbeiter nennen den als zu eng empfundenen Betreuungsschlüssel von 1:12 als große Schwierigkeit bei der Arbeit mit Behinderten in Landwirtschaft und Gartenbau. Die Weitläufigkeit der zu bewirtschaftenden Fläche lässt kaum zu, auf jeden Betreuten individuell einzugehen. Eine Veränderungsmöglichkeit diesbezüglich wäre die individuelle Festlegung des Betreuungsschlüssels für den jeweiligen Werkstattbereich. Somit würde sich der Betreuungsschlüssel in einem Bereich mit geringerem Betreuungsbedarf (z.B. Montage) verschlechtern zugunsten des landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Arbeitsbereiches. Solche Änderungen des Betreuungsschlüssels sind mit dem Träger der Einrichtung auszuhandeln (AGÖL 1994).

Viele Einrichtungen mit landwirtschaftlichem und gartenbaulichem Arbeitsbereich für behinderte Menschen stehen vor dem Problem, qualifiziertes Betreuungspersonal zu finden, welches den unterschiedlichen Anforderungen eines solchen Beschäftigungsfeldes entspricht. Gruppen- oder Betriebsleiter sollten u.a. Führungsqualitäten, pädagogische Fähigkeiten, Fähigkeit zur Teamarbeit, soziales Engagement, gute Produktkenntnisse und betriebswirtschaftliches Wissen vorweisen können. Die Diskrepanz zwischen diesen Anforderungen an die Position des Betriebsleiters einerseits und dessen finanzieller Entlohnung andererseits wird auch als „Betriebsleiterproblem“ bezeichnet (HERMANOWSKI 1992).

Ein weiteres Problem aus dem Bereich des pädagogischen Personals ist die mangelnde Kommunikation mit anderen Arbeitsbereichen der Einrichtung. Organisatorische Absprachen zwischen dem Sozialen Dienst oder Wohnbereich mit dem Werkstattbereich finden oftmals entweder gar nicht oder nur unzureichend statt. Als Lösungsansätze für dieses Problem könnten regelmäßige Zusammenkünfte für das gesamte Personal sowie gegenseitige Hospitationen in den verschiedenen Arbeitsbereichen sein (AGÖL 1994).

Die Art und der Aufwand der Betreuung kann bei psychisch Behinderten anders sein als bei geistig Behinderten. So erfordern psychisch Behinderte einen erhöhteren Betreuungsaufwand und fühlen sich schneller überfordert als geistig Behinderte. Psychisch Behinderte lehnen eine Zusammenarbeit mit geistig Behinderten häufig ab, weisen höhere Fehlzeiten auf und zeigen schlechtere bzw. schwankendere Arbeitsleistungen als geistig Behinderte. Ein erster Lösungsansatz für diese Problemsituation besteht im Aufbau einer eigenen Werkstatt für psychisch Behinderte bzw. einer separaten Abteilung innerhalb der Werkstatt (SONNENTAG 1991).

Der Umgang mit landwirtschaftlichen Nutztieren birgt einige Gefahren und das Risiko einer Krankheitsübertragung oder einer Verletzung. Verletzungen wie Kratzen, Beißen, Treten oder Umrennen von Menschen durch Tiere können durch nicht artgerecht gehaltene und folglich aggressiv und unberechenbar gewordene Tiere verursacht werden. Über die Ausdrucksformen und die Ansteckungsgefahr von Tollwut sollten alle Beschäftigte ausreichend aufgeklärt werden. Um Wurmparasiten zu verhindern, ist es wichtig, ausreichende hygienische Maßnahmen zu treffen. Unzureichend gereinigte Futternäpfe und Tierbehausungen beeinträchtigen die Gesundheit des Tieres wie des Menschen gleichermaßen (AGÖL 1994).

Durch die Abhängigkeit von Wetter und Jahreszeiten kann es schwierig sein, den Beschäftigten in Land- und Gartenbau ganzjährig eine sinnvolle Arbeit zu bieten. Bei der Gestaltung der Produktionsbereiche ist darauf zu achten, dass genügend Schwerpunkte vorhanden sind, die auch im Winter konstante Arbeiten ermöglichen. Eine Konstanz an Beschäftigung zu jeder Jahreszeit kann erreicht werden durch Viehhaltung (tägliches Füttern und Misten), Kartoffelschälbetriebe sowie Verpackungsbereiche (HERMANOWSKI 1992). […]

Nachdem mein Beitrag jetzt doch ziemlich lang wurde, bin ich jetzt schon mal begeistert, wenn irgendwer das ganze gelesen hat und hier unten wieder angekommen ist.

Aber wie gesagt, es ist nicht der gesamte Beitrag, und ich wollte unbedingt diesen mit euch Teilen, weil ich ihn so Toll fand. Und auch aufschlussreich. Ganz oben findet ihr wie gewohnt den Link, über den ihr dann zur entsprechenden Seite kommt, auf der der komplette Bericht zu finden und zu lesen ist. Kurz um, der Text kommt nicht von mir, sondern von jemand anderem.

Adios bis später.

Das/Der/Die Projektidee

Projektidee 2.0. oder so ähnlich. Fragt sich nun manch einer um was für eine Projektidee es sich handelt? Könnte ich mir durchaus vorstellen. Habe ich darüber bereits schon ausgiebig gesprochen in folgenden Beiträgen:

Projektbearbeitung

https://pferdigunterweg.com/2016/10/13/projektbearbeitung-oder-neuer-arbeitsbereich-fuer-menschen-mit-behinderung/

und

Projekterklärung für Leser

https://pferdigunterweg.com/2016/10/15/die-projektsache-aufklaerung-fuer-leser/

Musste gerade feststellen, also für mich, dass ich definitiv und soweiso mal mein Menü überarbeiten muss. Und das ganz dringend. So wies gerade aufgebaut ist, passt das gerade ganz und garnicht. Gerade dann nicht, wenn ich sogar selber schon überlegen musste unter welcher Kathegorie ich eigentlich jetzt die Beiträge suchen muss. Wahnsinn oder? Ein wenige.

Aber kommen wir mal zum eigentlichen Thema zurück. Liegt es inzwischen einige Wochen zurück, als ich meine Projektidee in den Briefkasten einwarf. Ich machte dies auch noch selber um sicher zu gehen, dass der Umschlag wirklich da ankommt wo er hin soll. So irgendwie und überhaupt.

Ich wartetet und wartete. Um ehrlich zu sein warte ich eigentlich immer noch. Nichts. Noch keine Antwort oder Reaktion. Ich zweifle inzwischen an mir selbst. Zweifle daran, nicht überzeugend genug gewesen zu sein. War das, was ich geschrieben habe, vielleicht zu wenig? Zu wenig überzeugend und aussagekräftig? Um ehrlich zu sein, habe ich gerade keine passende Antwort darauf. Vielleicht sollte ich einfach nochmal ein bisschen warten. Vielleicht hat man dort gerade viel zu tun oder sowas und für solche Ideen im Moment keine Zeit. Ich glaube ich rede es mir gerade mehr als schön. Verstehe mich gerade selber nicht so ganz. Verstehe nicht, was ich mir eigentlich davon erwartet hatte.

War heute sogar schon wieder dran und drauf, nochmal zu überlegen, wie ich so was schreiben könnte. Und zwar so, dass ich Vollgas überzeuge. Was mich aber eigentlich so verrückt macht an der Sache, ist nicht, dass gerade keine Reaktion kommt sondern eher, dass nichts zu passieren scheint. Derweil bin ich nach wie vor der absoluten Überzeugung, dass sich auf dem Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung etwas tun sollte. Also für diejenigen, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung in einer sogenannten Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten.

Allerdings scheinen meine Gedanken gerade im Kreis zu laufen. Man könnte auch sagen, sie rennen durch ein Labyrinth und finden den Ausgang nicht, da sie in einer Sackgasse nach der anderen landen und nochmal von Vorne anfangen müssen. Aber sobald ich genau an diesem Punkt angekommen bin, wie es schon des Öfteren gewesen ist, muss ich eigentlich aus der Erfahrung aufhören mir darüber Gedanken zu machen. Also nicht für immer, sondern genau für diesen Moment. Es auf später vertagen. Ich frage mich gerade ob ich mich da nicht vielleicht gerade in etwas verrenne oder verrannt habe. Bin mir da noch nicht ganz sicher. Aber eigentlich, so ganz theoretisch….aufgeben? Nie! Zumindest noch nicht jetzt in diesem Moment!

In diesem Sinne, gehe ich jetzt Wurstsalat mixen.

Servuuus.

Die Projektsache: Aufklärung für Leser

Ich warte immer noch auf eine Reaktion. Auf eine Reaktion oder zumindest auf eine Rückmeldung auf  meine Projektidee. Das Warten macht mich Wahnsinnig! Wirklich!

Ich müsste dazu allerding glaube mal, eine kurze Aufklärung abliefern, damit man einfach als Leser hier, mitkommt, von was ich eigentlich spreche. Weil ich glaube zu meinen, mich nicht immer ganz klar ausgedrückt zu haben.

Vorwort

Was nehme nich denn als Vorwort? Ich, irgendwas um die 20 Jahre alt, Heilerziehungspflegerin. Heilerziehungspflegerin mit einer Mission. Zumindest meine ich dies als Mission betieteln zu können. Die Mission den Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung zu erweitern. Das Angebot größer zu machen.

Überlegt man kurz, fällt auf, dass der Mensch mit Behinderung im Grunde gerne in folgende Schiene geschossen wird: Behindert = Werkstatt. Wobei man durchaus sagen muss, dass Ausnahen definitiv bestehen. Und es manch einem Menschen mit Behinderung durchaus gelingt, auf dem 1 Arbeitsmarkt zu bestehen. Allerdings ist dies nur ein recht kleiner Teil. Der andere Teil und somit der größte, arbeitet in einer WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen). Ein weiterer kleiner Teil der Menschen mit Behinderung, versucht sein Glück zwar auf dem ersten Arbeitsmarkt, erleben allerdings dann einen Rückschlag und landen daraufhin dann auch in der WfbM.

In der WfbM haben sie dann zwar einen behütenden Rahmen und auch verschiedene Arbeitsbereiche. Der Arbeitsbereich, ist jedoch relativ schmal gehalten. Vereinzelte Mitarbeiter mit Behinderung, arbeiten in/auf/bei einem Außenarbeitsplatz. Aber was ist mit denjenigen, die es weder auf dem 1. AM noch auf einem Aussenarbeitsplatz schaffen würden? Was ist mit denjenigen, denen das Angebot der WfbM nicht zusagt? Die weder in der Hauswirtschaft oder in der Montage arbeiten wollen? Haben nicht behinderte Menschen nicht eine riesen Auswahl an Ausbildungs und Arbeitsplätzen? Der nicht Behinderte Mensch kann Studieren gehen. Kann eine Ausbildung machen. Gefällt ihm seine Arbeit nicht mehr, wechselt er den Arbeitsplatz oder sogar die Branche. Aber das habe ich glaube ich schon mal irgendwie erzählt. So in einem Beitrag von vor ein paar Tagen, fällt mir gerade so ganz am Rande auf.

Dementsprechend habe ich mir schon während der Ausbildung die Haare gerauft. Was kann man machen? Ich selber bin ja ein absoluter Tiernarr. Total vernarrt in Pferde. Warum also nicht mit Reitterapie ankommen? Allerdings kam ich während meiner Überlegungen zu dem Schluss, dass die WfbM wahrscheinlich auch den Aspekt sehen wird, dass ein Projekt sich irgendwie finanzieren muss. Was mich auf die Idee bringen ließ, das ganze mit einer Landwirtschaftlichen Gruppe zu kombinieren. Also Reittherapie als Therapeutisches Maßnahme und neben zu noch die Landwirtschaft. Reittherapie eigentlich eher für diejenigen unter den Menschen mit Behinderung, die vielleicht gerne in der Landwirtschaft arbeiten würden, es aufgrund der schwere ihrer Behinderung allerdings nicht können. Deshalb sollten die ja auch eine Möglichkeit bekommen, irgendwie an einem solchen Projekt mitmachen zu können.

Ich schrieb also drauf los.

Die Idee

Ich schrieb also eine Projektidee und ein Konzept darüber, dass man eine Arbeitsgruppe im Landwirtschaftlichen Bereich entstehen lassen könnte. Integriert mit Reittherapie. Ich Tippte wie eine Irre. Allerdings muss ich dazu sagen, ich bin eher der Macher und nicht der Schreiber, weshalb es mir teilweise richtig schwer viel, meine Idee zu Papier zu bringen. Oder aufs Papier, wie auch immer. Damit es nicht nach Gedankensprung klingt, sondern voll Professionell und so. Ihr wisst schon was ich meine. Hoffe ich zumindest.

Ich hatte daraufhin die ersten Gespräche. Allerdings oblag die Entscheidung bei zwei Personen. Wo leider Person a nicht wusste was Person b tat. Zumindest ganz am Anfang. Erst nach einem gemeinsamen Gespräch, stellte sich heraus, dass vorerst nichts draus werden würde. Also aus der Sache mit dem Landwirtschaft und so.

Wobei natürlich, dass muss man dazu sagen, mehrere Ideen im Raum standen. Wie z.B. ein Begleitendes Angebot, das man erst mal Stundenweise schaut was man tut. Oder es als Außenarbeitsplatz oder Praktikum macht. Sich bezüglich der Reittherapie vielleicht erst mal mit einem bereits bestehenden Reitbetrieb in der Nähe zusammen tut usw.

Nachdem ich dann aber die Arbeitsstelle wechselte, ließ ich es erst einmal auf sich beruhen. Weil ich einfach auch total Ideenfrei war. Nicht ganz wusste, wie und wo und was und warum. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass ich viel zu sehr damit beschäftigt zu sein schien, mich in meine neue Arbeit einzubringen. Dort rein zu kommen. Einen Plan davon zu haben, was eigentlich abgeht. Teilweise einfach nicht die Zeit oder Lust hatte, groß was zu tippen oder so. Allerdings hielt dies nicht lange. Dies auf sich beruhen lassen.

Ich habe den Laptop wieder mal in die Hand genommen. Habe alles nochmal überarbeitet. Überdacht und es etwas anders geschrieben. Ich bin ja wirklich mal gespannt. Ich hoffe wirklich das es klappt. Das eine Zusammenarbeit zustande kommt. Das irgendwie doch was draus wird.

Kann doch die Arbeit in der Landwirtschaft so vieles aus- und bewirken. Aber das Hauptproblem scheint tatsächlich das Geld darzustellen. Es wäre irgendwie gut, doch ein paar Firmen noch zu finden, die mitmachen würden. Und sei es nur in Form einer Spende. Oder in Form von Arbeitsplätzen die sie zur Verfügung stellen.

Ich frage mich situativ tatsächlich, wo das Probelm ist, den Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderung zu erweitern. Ich frage mich dann immer wieder, ist dass dann auch schon weider Tunneldenken? Das machen wir schon seit 20 Jahren so, es hat geklappt, und deshalb wird auch nichts geändert.

Wie sage ich immer so gerne? Wenn man es nicht zumindest mal versucht, weiß man auch nicht ob es funktioniert.

Persönlich muss ich glaube ich erst mal aufpassen, dass ich nicht wieder frustiert die Flinte ins Korn werfe. Zumal ich nicht mehr in direktem Kontak mit dem Betrieb stehe, dem ich den Vorschlag, überarbeitet, wiederholt vorgelegt habe.

Ein Beitrag der Integrationsämter: Menschen mit Behinderung und Landwirtschaft

Ich scheine grade wieder einen Motivationsschub. Ich suche gerade immer wieder nach Beiträgen im Internet, die eine Landwirtschaft als Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderung, befürworten.

Dementsprechend landete ich also bei einem Beitrag der Integrationsämter, den ich überaus grandios fand. Ich ärgere mich gerade, dass ich dies nicht als Zitat mit in meine Projektidee aufgenommen habe. Okay, bei der neuen Erstellung meines Konzeptes werde ich wohl dann doch noch mal etwas ausholen und ein paar Beispiele aus dem Internet heraus ziehen. Um zu überzeugen. Aber ich will euch mal nicht auf die Folter spannen.

ZB 4/2007

Arbeitsplätze in der Landwirtschaft

Bundesweites Beratungsnetz geplant

Arbeiten auf dem Bauernhof – kommt das für behinderte Menschen überhaupt in Frage? Es spricht einiges dafür, gerade bäuerlich geprägte Betriebe als potenzielle Arbeitgeber stärker in den Blick zu nehmen

In und mit der Natur arbeiten: das wünschen sich auch viele behinderte Menschen. „Für sie sind vielseitige landwirtschaftliche Betriebe ideal“, erklärt Dr. Robert Hermanowski, Geschäftsführer des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Frankfurt am Main. Denn ihre entsprechenden Erzeugungs- und Vermarktungsstrukturen bieten behinderten Menschen zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten: zum Beispiel im Gemüsebau, in der Tierhaltung, in einem Hofladen und in der hofeigenen Käserei. Im Gegensatz zu hoch technisierten Ackerbaubetrieben gibt es auf diesen Bauernhöfen zudem mehr Tätigkeiten für ungelernte Arbeitskräfte. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie als Familienbetriebe die soziale Integration der Betroffenen erleichtern können. Nicht zuletzt ist auch die Bereitschaft, mit behinderten Menschen zusammenzuarbeiten, vielfach vorhanden.

Problem:
geeignete Mitarbeiter finden

Während bundesweit die Werkstätten für behinderte Menschen rund 5.000 Mitarbeiter in ihren land- und gartenbaulichen Arbeitsbereichen beschäftigen, arbeiten in den landwirtschaftlichen Betrieben des ersten Arbeitsmarktes nur vereinzelt behinderte Menschen. „Wichtigstes Hindernis ist nach unserer Erfahrung die mangelnde wirtschaftliche Tragfähigkeit“, so Dr. Robert Hermanowski. In kleineren Betrieben muss oft die ganze Familie mit anpacken. Viele kämpfen darum, ihre wirtschaftliche Existenz zu sichern. In einer solchen Situation ist die Beschäftigung eines schwerbehinderten Menschen, dessen Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist und der vielleicht persönlich betreut werden muss, schwierig. Ein weiteres Problem ist oft die Abgelegenheit der Höfe, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln selten erreichbar sind.

Ziel:
Beratungsnetzwerk

Viele landwirtschaftliche Betriebe, die bereit sind, einen schwerbehinderten Menschen zu beschäftigten, fühlen sich mit diesen Problemen allein gelassen: Wo einen geeigneten Mitarbeiter finden? Wie geht man mit der Behinderung um? Welche Unterstützungsleistungen gibt es und wo werden sie beantragt? Um potenzielle Arbeitgeber in der Landwirtschaft besser über die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen zu informieren und zu beraten, etwa über individuelle Möglichkeiten der Unterstützung und Förderung, hat FiBL mit den Integrationsämtern bei den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe sowie mit weiteren Partnern eine Initiative für Nordrhein- Westfalen gestartet, die vor allem – aber nicht nur – Öko-Betriebe anspricht.

Ziel ist es nun, bundesweit ein Netzwerk von bereits vorhandenen Beratungseinrichtungen, wie den Landwirtschaftskammern, aufzubauen. Auf diese Weise soll zum Beispiel die Vermittlung von Arbeitskräften erleichtert und besser über verschiedene Beschäftigungsformen informiert werden. Denn neben sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen kommen auch Außenarbeitsplätze für Werkstattbeschäftigte oder die Beschäftigung behinderter Menschen im Rahmen einer therapeutischen Maßnahme, zum Beispiel bei einer psychischen Erkrankung, in Frage.

Weiter oder mehr erfahrt ihr auf der Seite der Integrationsämter

Projektbearbeitung oder neuer Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderung

Hallöchen ihr Lieben!

Ich melde mich wohl mal wieder mit einem meiner Lieblingsthemen zurück. War es ja tatsächlich ziemlich ruhig geworden. Was nicht zuletzt damit zu tun hatte, dass ich mir eine Pause davon gegönnt hatte. Was wiederum mit diversen Frustrierenden Geschmäckern zusammengehangen haben dürfte.

Seit langem stöpsele ich also schon daran herum, das Arbeitsfeld für Menschen mit Behinderung weiter zu fächern.  Ist es nicht oft genugt der Fall, dass der Mensch mit Behinderung von vornherein in eine Werkstatt für Behinderte Menschen verfrachtet wird (kurz WfbM). Wo im Grunde nur eine recht kleine Auswahl an Arbeitsbereichen vorhanden zu sein scheint. Ist zwar allgemein bekannt, dass auch Meschen mit Behinderung auf dem 1. Arbeitsmarkt arbeiten. Schafft es aber nur ein sehr kleiner Bruchteil, wirklich längerfristig, draußen zu „überleben“. Wobei man hier wiederum unterscheiden muss. Nicht jeder der im Rollstuhl sitzt, ist automatisch so eingeschränkt, dass dieser nicht auch in einem Büro arbeiten könnte. Im Grunde spreche ich in diesem Fall, von Menschen mmit Behinderungen, die zusätzlich oder „nur“ eine geistige Behinderung haben.

Mich macht in Bezug auf die WfbM einiges sehr nachdenklich. Spricht man doch oft genug von integration und inklusion. Allerdings scheint ein Weitgefächertes Ausbildungs und Arbeitsangebot, nicht immer angeboten und/oder vorhanden zu sein.

Allerdings scheint es so, dass ich an meinem Projektvorschlag vorerst einmal gescheiter zu sein vermag. Obwohl es eigentlich garnicht so schlecht war. Allerdings haperte es an der Tatsache, Geld in die Hand nehmen zu müssen. Denn dieses Unterfangen wäre nicht ganz günstig gewesen.

Allerdings habe ich nun meinen eigenen Projektvorschlag etwas überarbeitet und auch verändert. Ich hoffen nun dass es diesmal klappt. Denn unterbuttern will ich mich eigentlich nicht lassen. Dazu bin ich viel zu Motiviert dazu, die ganze Sache tatsächlich durchzuziehen.

Denn bin ich immer noch der Ansicht, dass auch Menschen mit Behinderung, die in einer WfbM arbeiten, die Möglichkeit haben sollten unter einer großen vielzahl an Arbeitsfeldern wählen zu können, was dieser bis zur Rente tatsächlich arbeiten möchte. Ist es bei uns ja schließlich auch nicht anderst. Als nicht behinderter Mensch, stehen uns eine vielzahl an Möglichkeiten offen. Sei es eine Ausbildung oder auch ein Studium. Gefällt uns etwas nicht mehr, ändern wir die Richtung und wechseln den Job, wenn nicht sogar die gesamte Branche. Warum sollten Menschen mit Behinderung diese Möglichkeit nicht auch bekommen?

Es stellt sich nun wahrscheinlich der ein oder andere die Frage, von welchem Projekt ich eigentlich spreche. Ich spreche davon, eine Landwirtschaft als neuen Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderung entstehen zu lassen. Denn ich sehe in diesem Bereich neine recht gute Option, Menschen mit Behinderung eine Aufgabe zu geben. Abwechslung zu bieten. Verantwortung zu übernehmen, zur Arbeit zu Motivieren durch den Kontakt zu  Tieren. Den Menschen ein Gefühl dafür zu geben, wo ihr Essen z.B. her kommt. Wie deise Produkte eigentlich entstehen. Sie vieleicht sogar Stolz sind, wenn sie eines Tages ein Produkt im Laden finden, bei dem sie selbst bei der Entstehung, bei irgend einem Prozess beteiligt waren.

Allerdings scheint es derzeit daran zu scheitern, dass man dafür Geld in die Hand nehmen müsste. Geld für beispielsweise einen Hof, den man pachten müsste. Geldere für Tiere und Maschienerie. Geld das man investieren müsste. Was wiederum ein Risiko birgt. Kann man nicht wissen ob es klappt oder nicht. Allerdings sehe ich immer noch folgendes: Prbiert man es nicht aus, weiß man auch nicht ob es klappt.

Nachdem ich jetzt mein Projekt nochmal überarbeitet hatte und vorschlug, heißt es für mich vorerst abwarten. Abwarten ob etwas passiert. Abwarten ob ich vielleicht doch zu einem Gespräch geladen werde. Ob überhaupt was passiert. Oder unter den Tisch fällt.

Tipps, wie schreibe ich ein Konzept

Mein Hirn lässt mir keinen Frieden. Nachdem ich einen Teil schon erzählt habe über mein Konzept und so weiter. Dachte ich ich gugge mal im Netz was es denn für Tipps gibt. Dabei bin ich auf einen Text gestoßen und zwar diesen hier:

70 Prozent der Konzepte scheitern – Checkliste für bessere Umsetzung

von in Arbeitsleben am Freitag, 18. Oktober 2013 um 10:05
Arbeiten für die Rundablage – schon mal gehört? Eine zugegeben nette Umschreibung für verlorene Arbeitsstunden sowie vergebene Liebesmüh. „Machen Sie mal ein Konzept für …“. Wer diesen Satz schon einmal gehört hat, sollte die folgenden Zeilen besonders aufmerksam lesen. Es gibt ihn nämlich, den Fahrplan zum erfolgreichen Konzept, welches schlussendlich auch umgesetzt wird. Eine Checkliste hilft zudem beim Wichtigsten: Dem richtigen Start.
Daran scheitern die meisten Konzepte
Die Angst vor dem leeren Blatt Papier, in der heutigen Zeit wohl eher dem weißen Bildschirm, ist keine Unbekannte. Fast egal in welcher Branche und Funktion: Das Erstellen von Konzepten gehört wohl selten zu den Lieblingsbeschäftigungen. „70 Prozent aller Konzepte scheitern, schuld daran ist meist mangelnde Kommunikation zu Beginn“, erklärt die Unternehmensberaterin und Autorin Katja Ischebeck im Interview. Sie hat in ihrem neuen Buch einen Leitfaden für erfolgreiche Konzepterstellung entwickelt.
„Machen Sie mal“
„Der Großteil der Projekte scheitert, weil das Ziel nicht klar formuliert wurde. Jene, die ein Konzept erstellen müssen, haben oft die größten Schwierigkeiten dabei herauszufinden, was der Auftraggeber eigentlich möchte. In Unternehmen gibt es häufig diese: „Machen Sie mal“-Mentalität. Da braucht es auch Mut nachzufragen, was der Sinn eines Projekts ist, welchen Umfang es haben soll und ob es in eine Strategie eingebettet ist“, so Ischebeck. „Der Beginn ist die größte Hürde für beide Seiten, denn oft weiß auch der Auftraggeber zunächst nicht wirklich, wie das Ergebnis aussehen könnte.“

In sechs Schritten zum Erfolg

Die Unternehmensberaterin hat einen Konzeptfahrplan erstellt, mit dessen Hilfe Schritt für Schritt Abstand vom Arbeiten für die „Rundablage“ – alias Papierkorb – genommen werden kann.

  1. Ziel abklären: Wie eingangs erwähnt ist es wichtig, zuerst nachzufragen, bevor man loslegt. „Sonst kommt es meist zu Mehrarbeit und Frustration.“ Hilfe leistet hierbei folgende Checkliste.
  2. Recherchieren: Ist das Ziel abgesteckt und der Inhalt klar, geht es um die gezielte Recherche. „Man sollte vorher unbedingt klären, was man recherchieren will und auch ein Zeitfenster abstecken. Sonst endet man mit zu vielen Informationen und vielen verbrauchten Stunden“, erklärt Ischebeck. Sie rät auch dazu, mehr als eine Quelle für die Recherche zu nutzen. „Neben dem Internet kann man etwa auch im Kollegenkreis oder bei den Kunden recherchieren.“

Weiterlesen kann man die Tipps HIER, auf dieser SEITE.

Ich frage mich manchmal ob ich mich situativ mehr an irgendwelche Leitfäden hätte halten sollen. Ach ich weiß es nicht. Manchmal frustet es einen schon ein bisschen. Aber wie gesagt, das beschriebene Konzept, war ein Ergebnis  meiner Anfänglichen Schreibanfälle. Ich könnte mal meine anderen auch suchen. SChau mer mal, dann seh ma scho. Ich frage mich gerade, wer denn meine Konzeptidee überhaupt liest. Wirklich, das frage ich mich. Wen interessiert es denn?

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Ich habe da mal mein Konzept gefunden.

Ich habe mal meine Dokumente auf dem PC durchgeschaut und habe die Anfänger meiner Konzeptschreiberei gefunden. Als ich noch voller Elan war und Hoffnung. Aktuell ist die Hoffnung aber eher in hinter Buxtehude auf Urlaub. Und ich stelle mir aktuell immer wieder die Frage, ob ich jemals jemanden finden werde, den ich von meiner Idee überzeugen kann und der evtl. investiert oder Sponsor spielt. Vielleicht sollten wir ein Verein werden. Oder eine Stiftung oder was weiß ich was. Noch habe ich ein nichts. Nichts in der Hand. Es sind wie gesagt meine Anfänge der Konzeptgetipperei. Ich bin auch kein Profi darin. Hatte auch nicht viel Hilfe, außer vielleicht hin und wieder das Internet. Weiterlesen

Öko-Landwirtschaft als Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderung

Mich wurmt es ja immer wieder, das klein ich, immer so viele Gedankengänge hat und Ideen, aber nicht immer so ganz weiß wie sie sie umsetzten soll. Also in Textform ala ich hier rein packen.

Es begab sich, dass klein ich, wieder mal auf die Suche ging. Im Internet. Nach Sachen und Berichten über das Thema Landwirtschaft und Menschen mit Behinderung. Wie kann man Landwirtschaft als Arbeitsbereich Nutzen? Und so weiter und so fort. Pipapo. Jaja…entdeckt habe ich dann schon was. Allerdings habe ich dann immer ein leicht schlechtes Gewissen wenn ich auf das Wissen oder die Texte anderer zurück greife. Nichts von mir dabei war. Kein Erfahrungsbericht von mir. Nichts was auf meinem Mist gewachsen ist, außer vielleicht das Vorwort.

Dennoch fand ich einen Text den ich gerne mit euch teilen möchte.

Öko-Landwirtschaft als Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderung

Die Ökologische Landwirtschaft ist sehr gut geeignet, für Menschen mit Behinderung Arbeit bereitzustellen. Viele Werkstätten für behinderte Menschen haben deshalb einen land- oder gartenbaulichen Zweig aufgebaut.

Viele Menschen kennen das Gefühl, dass eine Beschäftigung in oder mit der Natur einen erholsamen oder gar heilenden Einfluss auf das Wohlbefinden hat. Deutlich wird das zum Beispiel durch die wachsende Bedeutung von „Urlaub auf dem Bauernhof“. Dementsprechend ist es naheliegend, diese positive Wirkung auch zu nutzen und Menschen mit geistigen oder psychischen Behinderungen Arbeitsmöglichkeiten in der Landwirtschaft anzubieten.

Was macht die positive Wirkung aus?

Natürliche Regelmäßigkeiten Landwirtschaftliche Arbeiten sind eine Mischung aus regelmäßig anfallenden Tätigkeiten, die dem Ausführenden Sicherheit und Selbstvertrauen geben („das kann ich, das habe ich schon oft gemacht“), und wechselnden neuen Aufgaben, die herausfordern, Gelerntes anwendbar machen und neue Erfolge vermitteln.

Einsicht und Notwendigkeit Der Umgang mit Lebewesen erhöht das Erleben der Sinnhaftigkeit der Arbeit. Es ist einfach nachzuvollziehen, dass ein Lebewesen regelmäßig Futter braucht, sich an einem sauberen und trockenen Stallplatz wohler fühlt als an einem nassen, dass man das Futter für den Winter im Sommer machen und einlagern muss. Sinn und Zweck der eigenen Arbeit sind unmittelbar ersichtlich. Diese Sinnhaftigkeit ist für die Arbeit mit geistig behinderten Menschen sehr hilfreich, bietet aber auch in der Arbeit mit Suchtkranken den Vorteil, dass die Mitarbeiter einfacher in den Arbeitsrhythmus finden.

Selbstständigkeit Das Ziel einer Förderung der „Selbstständigkeit“ ergibt sich bei Arbeiten auf dem Hof fast von selbst. Der Beschäftigte erlebt täglich, wie anstehende Probleme und unvorhergesehene Situationen durch eigenes Zupacken und Nachdenken oder gemeinsam im Team gelöst werden. Auf Änderungs- oder Verbesserungsvorschläge der Beschäftigten bezüglich einzelner Arbeitsabläufe und Tätigkeiten kann recht flexibel eingegangen werden. Dadurch werden das Selbstbewusstsein und die Identifikation mit dem Arbeitsplatz gestärkt.

Vielfältige, abstufbare Anforderungen In der Landwirtschaft gibt es eine Vielzahl von Arbeitsprozessen und Verantwortungsbereichen. Auf diese Weise kann die Arbeit an den Grad der Behinderung oder das Krankheitsbild angepasst werden. Viele Arbeitsabläufe sind auch von schwächeren Mitarbeitenden mit geistiger Behinderung nachvollziehbar. Das Gras wird gemäht, getrocknet und auf den Heustock geblasen, damit auch im Winter Futter für die Kühe da ist, die dieses zu Milch „verarbeiten“. Das Milchauto holt die gemolkene Milch ab.

Identifikation mit der Arbeit Der behinderte Mitarbeiter lernt den landwirtschaftlichen Betrieb trotz oder gerade wegen seiner Vielfalt als organisatorische Einheit kennen und begreift sich als einen Teil davon. Jeder Mitarbeiter ist Teil der „Mann­schaft“ und hilft mit seinem Einsatz, das Ganze zu erhalten, unabhängig davon, wie viel er objektiv dazu beiträgt. Die Identifikation mit dem Hof, der Arbeitsgruppe und der landwirtschaftlichen Arbeit ist vielen Mitarbeitern sehr wichtig.

Körperliche Auslastung Die körperliche Arbeit kommt in vielen Fällen dem ausgeprägten Bewegungsbedürfnis der Beschäftigten entgegen. Beispielsweise gibt es Beschäftigte im handwerklich-industriellen Bereich in Werkstätten für behinderte Menschen, die als schwierig galten und nach dem Wechsel in den „grünen“ Bereich der Einrichtung zu Leistungsträgern wurden. Insbesondere für Beschäftigte, die sich an handwerklich-industriellen Arbeitsplätzen beengt fühlen, kann sich die Weiträumigkeit, verbunden mit körperlich auslastenden Arbeiten, als therapeutisch hilfreich erweisen.

Mitwirkung bei der Lebensmittelerzeugung Wenn selbst produziertes Fleisch, Wurst, Milch und Eier verkauft werden, ist Stolz auf die eigene Arbeit spürbar. Das hilft, den Wert der eigenen Arbeit einzuschätzen.

Nicht alle landwirtschaftlichen Betriebe sind gleichermaßen geeignet, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. In hochmechanisierten oder industriellen Strukturen sind die oben genannten positiven Eigenschaften in der Regel nicht mehr anzutreffen. Als besonders geeignet für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung haben sich Bio-Betriebe herausgestellt, da sie keine chemischen Betriebsmittel einsetzen und so die Arbeitssicherheit erhöht wird. Weil außerdem keine Hilfsmittel von außen in den Betrieb eingebracht werden ist der Ablauf von Bodenbearbeitung, Düngen, Säen, Wachsen und Ernten auf einem ökologisch bewirtschafteten Betrieb gut begreifbar. Zudem verarbeiten und vermarkten viele Bio-Betriebe ihre Produkte selbst, sodass entsprechende Arbeitsplätze entstehen, in denen der gesamte Lebensweg eines landwirtschaftlichen Erzeugnisses erlebt werden kann. […]

Gefunden auf der Seite von Alnatura dort findet sich auch noch ein Anhang vom Text.


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