Entschieden

Es war ein merkwürdiger Tag. Heute morgen wollte erst mein Auto nicht so recht anspringen. Was mir ziemlich gegen den Strich ging, da ich somit zu spät zur Arbeit kam. Naja, passiert. Muss aber nicht. Nach Ankunft direkt zum Chef gestiefelt. Da ich ja nun eine Entscheidung getroffen hatte. Weiterlesen

Wo werden HEPS eigentlich eingesetzt?

Neulich habe ich mal ein bisschen gegooglet. So zum Thema Heilerziehungspfleger und wo sie eingesetzt sind. Zugegebenermaßen war ich schon beinahe beleidigt. Irgendwie ist nämlich die Meinung, wenn du HEP bist und mit Menschen mit Behinderung arbeitest, arbeitest du automatisch in einer Wohngruppe, sehr weit verbreitet.

Und Automatisch ist in den Köpfen vieler verankert, dass es für den HEP kein anderes Einsatzgebiet gibt. Biste HEP arbeiteste im Wohnheim. Schluss aus Ende. So ist das, was anderes gibt’s nicht. Aha. Interessant. Schön. Aber genau so ist es eben NICHT. Schluss aus Ende. Keine Diskussion!

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Einladung bekommen

Ich bin im Moment etwas aufgeregt. Denn habe ich letzte Woche ein Einladungsschreiben bekommen. Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, bei Bevorzugtem Betrieb für eine Leitende Stelle. Wobei sich die Aufregung noch ein wenig in Grenzen hält, aber es wird beinahe täglich mehr.

Als das Schreiben bei mir im Briefkasten war, was mich gerade wieder ein wenig an meine Reihe „Die Briefkastenverschwörung“ die ich nie zu ende brachte erinnert…also als ich das Schreiben aus dem Briefkasten zog, bin ich vor Freude wie Rumpelstielzchen durch die Wohnung gehopst. Wäre was für den MMB gewesen, aber ist jetzt auch schon durch.

Immer mehr merke ich jetzt gerade, dass ich es kaum noch erwarten kann. Ich mir den Tag des Gespräches immer mehr her sehne. Alle paar Tage nachzähle, wie lange ich noch warten muss. Ich ziehe mir immer wieder verschiedene Fragen aus dem Netz raus. Weiß aber eigentlich genau, dass ich mich noch so viel vorbereiten kann, letztlich aber dann doch aus dem Bauch raus antworte.

Was mir etwas Sorge bereitet ist eigentlich, dass ich mich auf eine Leitende Stelle beworben habe. Nicht das ich es mir nicht zutrauen würde, sondern eher, dass ich keinen blassen Schimmer habe, was ich eigentlich antworten soll, wenn die Frage nach meinen Beweggründen kommt. Warum ich diese Stelle antreten will und wie ich da drauf komme bzw. mich drauf beworben habe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Frage kommen wird. Ob ich will oder nicht. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit. Aber ich denke ich muss dabei auch aus dem Bauch heraus antworten.

Wobei ich inzwischen ja tatsächlich recht skeptisch bin, gerade heraus zu sagen warum. Natürlich soll das nicht heißen, dass ich nicht ehrlich bin. Allerdings bin ich mir nicht immer sicher, ob meine zum Teil direkte Art, beim Interviewer so gut ankommt. Bei den letzten schien es ja nicht so recht angekommen zu sein. Aber wie man mir bereits mitgeteilt hatte, muss einem nur mal meine nase nicht passen und mir bringt der beste Lebenslauf und die ehrlichste Antwort nichts mehr. Was im Grude ja nicht gerade besonders prickelnd ist. Was kann denn meine Nase dafür? Verstehe ich bis heute nicht. Hat meine Nase eigentlich ja nichts damit zu tun, wie ich meine Arbeit letztlich mache.

Aber, ich will mich im Moment nicht beklagen. Ich freue mich nur immer noch wie Rumpelstielzchen. Wirklich. Ich werde nächste Woche gleich als erste dran kommen. So hat man es mir bei der Terminbestätigung gesagt. Ich habe ein wenig Bammeln davor, dass sich sehr viele auf diese Stelle beworben haben.

Bin mir auch nicht sicher, ob ich im Gespräch erfragen soll, wie viele andere Bewerber es noch gibt. Weiß nicht ob man so was fragen soll/darf. Und ob ich mich damit nicht ins aus schieße und das schneller als mir lieb ist. Auf der anderen Seite habe ich dann auch das ganz blöde Gefühl, dass ich dann anfange mit Selbstzweifeln. Das ich nie gegen die ganzen anderen ankomme. Vor allem dann nicht, wenn welche dabei sind, die weitaus mehr Berufserfahrung haben als ich.

Mir ist klar, dass ich einfach sehr, sehr überzeugend rüber kommen muss. Mich gut vermarkten sollte. Weiß aber nie so recht, ob ich das so richtig mache. Bin meisten schon recht überzeugt von mir. Meistens. Kann die Personen im Gespräch, die mich ausquetschen, nur meist nicht sonderlich gut einschätzen. Die haben es nämlich ziemlich gut drauf, sich nichts anmerken zu lassen. Oder ich bin einfach zu schlecht darin, Zeichen und Gesten zu deuten.

Abwarten…..und vielleicht einen Tee trinken. Nicht kirre machen lassen. Und schon gar nicht aus dem Konzept. So lautet das Motto. Im Moment noch.

Wenn die Kollegen fragen.

Neulich fragte mich meine Kollegin ob mich was belasten würde. Ich wäre zur Zeit etwas komisch. Würde bedrückt wirken.

Meinte es würde mich etwas traurig machen, dass Kollegin x noch weitere Monate ausfallen wird. Wegen ihrer OP.

Konnte ihr ja schlecht sagen, dass ich einige Bewerbungen rausgeschickt habe. Und es eine Absage gehagelt hat, die mich etwas gekränkt hatte. Sämtliche Kollegen mit denen ich über so was reden konnte sind ja nicht mehr da. Oder fallen aufgrund von Krankheit aus.

Aber wer weiß wie lange ich noch da bin. Wahrscheinlich noch ein Weilchen. Bin gerade etwas am Hadern ob ich nochmal anrufen soll. Bei der Stelle, die mir abgesagt wurde. Weil sie nicht mehr besetzt werden würde. Und dann am nächsten Tag für September ausgeschrieben war.

Ich wüsste aber nicht mal was ich sagen sollte. Würde eigentlich schon gerne wissen, was Sache ist. Mal Tacheles reden. Ob es überhaupt noch Sinn macht sich zu bewerben. Aber ich bin dann immer viel zu nett am Telefon.

Wahrscheinlich erreiche ich vermutlich wieder über mehrere Tage keinen, der da was weiß.

Ich glaube da kommt man inzwischen nur noch rein, wenn man jemanden kennt, der jemanden kennt, der da arbeitet und jemand kennt. Wie sagt man da? Vetterleswirtschaft? Will ja niemandem was unterstellen. Sollte es aber tatsächlich so sein, fände ich es gegenüber den anderen ziemlich gemein.